EEC-Megaprojekte sollen die Wirtschaft ankurbeln

Internationaler Flughafen U-Tapao in der Provinz Rayong. Foto: epa/Narong Sangnak
Internationaler Flughafen U-Tapao in der Provinz Rayong. Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Die Regierung sollte die geplanten Infrastrukturprojekte im östlichen Wirtschaftskorridor (EEC) vorantreiben, fordert der stellvertretende Premierminister Somkid Jatusripitak. Die Investitionen seien der Schlüssel für die Wirtschaft, um nach der Covid-19-Krise ihr Tief zu überwinden.

Bei einem Treffen des EEC Policy Committee wurden den zuständigen Behörden die Aufgabe übertragen, eine Arbeitsgruppe zu schaffen, die sowohl die Modernisierung des Internationalen Flughafens U-Tapao und die östliche Flughafenstadt U-Tapao koordinieren soll. Dazu zählt die Hochgeschwindigkeitsbahn, die den Flughafen U-Tapao mit den Bangkoker Airports Don Mueang und Suvarnabhumi verbinden wird. Der Ausschuss wünscht, dass die Projekte gleichzeitig entwickelt und etwa zur gleichen Zeit abgeschlossen werden, um ihren wirtschaftlichen Nutzen zu maximieren und der Öffentlichkeit zusätzlichen Komfort zu bieten.

Nach dem Ausbau wird der Flughafen U-Tapao als dritter internationaler Flughafen der Hauptstadt dienen. Es wird erwartet, dass er bis zu 305 Milliarden Baht an finanziellen Erträgen, vor allem aus der Verpachtung von Land, erzielen wird. In den ersten fünf Jahren sollen 15.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Zu dem Projekt auf 6.500 Rai gehören das Terminal 3, ein kommerzielles Gateway, ein Luftfrachtterminal, ein Reparatur- und Überholungszentrum für Flugzeuge, eine Freihandelszone und ein Ausbildungszentrum für die Luftfahrt.

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THOMAS SC 24.05.20 20:15
Thai Mentalität
Wer hier lebt kennt doch die Situation. Die Einnahmen sind immer schon verplant,bevor sie überhaupt einen Baht verdient haben. Das die Grundstücke und das Land ringsherum billiger werden ist ja ein Ding. Dachte immer,dass die Menschen den Fluglärm Lieben.555 Aber Träumen ist ja erlaubt.
Juergen Bongard 23.05.20 13:42
Jetzt wird mir auch klar, warum in der Umgebung
des Flughafens U-Tapao die Grundstücke und Häuser immer preiswerter werden. Hatte mich schon gewundert über die vielen Hausverkäufer in der ganzen Gegend bis nach Sattahip. Das Flugaufkommen bzw. der Fluglärm nach dem Ausbau wird sich vervielfachen. Wer will denn dann dort noch wohnen?
Thomas Thoenes 23.05.20 09:27
Ja die Pläne sind wie immer groß und
das Geld quasi schon fest eingeplant. Bisher haben sich die meisten Pläne des östlichen Wirtschaftskorridors aber als geplatzte Träume erwiesen. Vom vorhergesagten Wirtschaftsboom und Milliarden ausländischer Investitionen ist nicht viel zu sehen. Ein wesentlicher Grund ist schon mal der Passus: "Land pachten" Mit gepachtetem Land und maximal 49% Firmenanteil lockt man nicht wirklich Investoren hinterm Ofen vor. Der durch Corona verursachte wirtschaftliche Schaden wird auch erstmal viele Abschrecken. Aber wir hoffen mal das Beste.
Roman Müller 22.05.20 23:54
Laut gedacht...
sicherlich. Einige werden wohl wieder viel Geld verdienen...und noch reicher werden.. WAS für einen Nutzen diese enorm teure "Hochgeschwindigkeitsbahnverbindung" zwischen den 3 Flughäfen bringen soll habe ich nach wie vor nicht verstanden. Ich habe auch noch niemanden gefunden der mir dazu eine nachvollziehbare logische Erklärung liefern konnte. Ein vorhersehbares Fass ohne Boden. Ob man sich schon Gedanken zur Finanzierung gemacht hat ist nochmals eine andere Geschichte, bekanntlich schaut es in der Staatskasse ja nicht so besonders gut aus.... Mal sehen was aus den Träumereien wird...