Easyjet-Flug überbucht

​Dreijährige wird zum Dableiben ausgewählt

Foto: epa/Evert Elzinga
Foto: epa/Evert Elzinga

LIVERPOOL/PALMA (dpa) - Einen großen Schrecken hat eine britische Familie bei ihrer Rückreise vom Mallorca-Urlaub erlebt. Die Familie aus dem englischen Chester wurde der Mutter zufolge bei der Gepäckaufgabe für ihren Easyjet-Flug darauf hingewiesen, dass ihre drei Jahre alte Tochter wegen Überbuchung wohl nicht mitfliegen könne. Das berichtete am Mittwoch die Zeitung «The Independent».

Fluggesellschaften verkaufen meist mehr Tickets für einen Flug als Sitzplätze vorhanden sind, weil regelmäßig Passagiere nicht erscheinen. In manchen Fällen geht das jedoch nicht auf. Findet sich dann niemand, der freiwillig zurückbleibt, muss derjenige am Boden bleiben, der dafür nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurde. Wer erst am Flughafen eincheckt, hat ein größeres Risiko, davon betroffen zu sein. Kinder und gebrechliche Personen sind eigentlich ausgenommen.

Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur machte Easyjet deutlich, dass es sich bei der Auswahl des Mädchens um eine Panne des automatischen Auswahlsystems handelte. Das fiel den Mitarbeitern in Palma dann auch auf. «Der Check-in-Manager hat das dann geändert, so dass es mein Mann war, der auf dem überbuchten Ticket war», sagte die Mutter der Online-Zeitung zufolge. Schließlich habe doch noch die ganze Familie an Bord gehen dürfen.

Easyjet will nun prüfen, warum bei der Gepäckaufgabe der Familie nicht erklärt wurde, dass zuerst am Gate nach Freiwilligen gesucht wird, bevor jemand gezwungen wird, dazubleiben. Die Fluggesellschaft riet dazu, immer vor der Fahrt zum Flughafen einzuchecken.

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Pascal Figueiredo 27.06.19 09:44
Online Check-In!
Nach meiner Erfahrung, ist online Check-In Gold wert! Jedoch relativiert meine Erfahrung mit online Check-In keinesfalls die Situation die diese Familie erleben musste!