E-Mobilität profitiert von teurem Sprit

Khun Phudit rüstet alte Fahrzeuge auf E-Antrieb um, im Bild ein Songthaew. Foto: The Nation
Khun Phudit rüstet alte Fahrzeuge auf E-Antrieb um, im Bild ein Songthaew. Foto: The Nation

CHIANG MAI: Ein Geschäftsmann aus Chiang Mai profitiert seit mehr als einem Jahr vom E-Mobilitätstrend, indem er alte Autos und Motorräder auf Elektroantrieb umrüstet.

Phudit Keetaroj, Geschäftsführer des Unternehmens JP Moto Classic, erklärte gegenüber der Presse, dass Elektrofahrzeuge die Energiekosten um mehr als das Siebenfache senken können, weshalb die Nachfrage nach E-Antrieb stark zugenommen hat.

Er führte fort, dass er seit fast einem Jahr alte Fahrzeuge auf E-Antrieb umrüstet und dass das Interesse an seinen modifizierten Autos und Motorrädern dank der hohen Ölpreise gestiegen ist.

Die Motoren und Batterien, die er in seinen umgebauten Fahrzeugen einsetzt, werden aus China importiert.

Er sagte, dass er bisher neun Fahrzeuge umgebaut und ausgeliefert hat, von denen die meisten Motorräder sind, und dass mehr als 20 weitere Motorräder auf den Umbau warten. Er fügte hinzu, dass er im Durchschnitt täglich etwa 20 Anrufe von Autofahrern erhält, die ihre Fahrzeuge ebenfalls umrüsten lassen wollen.

Foto: The Nation
Foto: The Nation

Die Umrüstung eines Motorrads in ein E-Bike kann zwischen 20.000 und 60.000 Baht kosten, bei Autos – je nach Größe – zwischen 150.000 bis 450.000 Baht. Die umgerüsteten Fahrzeuge können sowohl zu Hause als auch an Ladestationen aufgeladen werden und benötigen je nach Batteriegröße im Durchschnitt zwei bis sechs Stunden. Eine Ladung reicht für 50 bis 150 Kilometer, wiederum abhängig von der Batteriegröße.

Khun Phudit erklärte, dass er versucht, so viel wie möglich von der bestehenden Karosserie beizubehalten, damit der Umstieg für den Fahrzeugbesitzer so einfach wie möglich ist. Darüber hinaus prüft er auch, ob die Fahrzeuge so umgerüstet werden können, dass sie sowohl mit Strom als auch mit Kraftstoff betrieben werden können, falls mal keine Ladestation zur Verfügung steht.

Khun Phudit folgend war seine Firma die erste in Thailand, die ein Songthaew (Baht-Bus) auf E-Antrieb umgerüstet hat, Kosten 350.000 Baht. Ziel sei es laut Khun Phudit, die Luft- und Lärmbelästigung durch öffentliche Verkehrsmittel zu verringern und Energiekosten zu sparen.

Das Songthaew ist bereits seit sechs Monaten in Chiang Mai im Einsatz. Zwischenzeitlich sind mehrere Bildungseinrichtungen und Unternehmen an Khun Phudit herangetreten, um sein Wissen weiterzugeben, und er sagte, dass seine Firma dies gerne tut.

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Richard Wagener 11.04.22 16:00
e Umbau
Gab es schon vor 20 Jahren und länger in TH. Leider nur mit einfacheren Mittel: Keine Synchronmotoren; Bleiakkus statt Lipo's oder Li-Ion Zellen etc... Und das nur in Kleinserie oder als Import aus China oder von Hobbyschraubern Und damals noch nicht an ausgewachsenen PKW bzw. Pickup's Gut dass sich wieder jemand daranwagt
Guenter Scharf 11.04.22 12:30
Optimismus ist ang3sagt
@Ronaldo, 11.04.22, 11:40: Wir werden doch alle 90 +. Wir werden zumindest ein etwas saubereres Thailand erleben.
Ronaldo 11.04.22 11:40
Endlich mal einer der es kapiert hat!
Diesem Mann gehört die Zukunft, quasi der Thai-Elon Musk ;-) Seit Tagen wieder eine Smog-Glocke über dem ganzen Land.
Leider werden die meisten von uns ein E-mobiles, sauberes Thailand nicht mehr miterleben...