Durian-Exporte nach China steigen trotz der Pandemie

Durian-Früchte auf einem Bangkoker Fresh Market. Foto: epa/Diego Azubel
Durian-Früchte auf einem Bangkoker Fresh Market. Foto: epa/Diego Azubel

BANGKOK: Der Appetit auf thailändische Durians ist bei den Chinesen trotz der Coronavirus-Pandemie nach wie vor groß.

Jomkitti Sirikul, Senior-Vizepräsident der CP-Gruppe, schätzt die Gesamtproduktion von Durian in Thailand auf 900.000 Tonnen pro Jahr. Nach Angaben des Handelsministeriums exportierte Thailand in den ersten vier Monaten des Jahres 2020 Durian im Wert von 567,29 Millionen US-Dollar nach China. Das entspricht einem Anstieg von 78 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2019. Auf China entfielen in diesem Zeitraum 72,1 Prozent des Wertes der gesamten Durian-Ausfuhren Thailands. Laut Auramon Supthaweethum, Generaldirektor der Abteilung für Handelsverhandlungen, ist das robuste Wachstum teilweise auf Handelsabkommen und Vorbestellungen chinesischer Obsthändler vor Beginn der jährlichen Erntesaison zurückzuführen. Gruppen chinesischer Obsthändler hätten thailändische Durian-Obstplantagen besucht und ihre Bestellungen aufgegeben.

Aber auch der private Sektor spielt eine Schlüsselrolle bei der Ankurbelung der Durian-Exporte nach China. Die CP-Gruppe hat in den letzten drei Jahren die gesamte Durianproduktion von Obstplantagen in den drei südlichsten Provinzen aufgekauft: Yala, Narathiwat und Pattani. Die Obstplantagen werden von der chinesischen Pid Thong Lang Phra Foundation unterstützt. Die Stiftung startete 2018 zusammen mit der CP-Gruppe ein Projekt, um Durianbauern drei Jahre lang dabei zu helfen, ihre Produktqualität zu verbessern, indem sie Anbautechniken, den effektiven Einsatz von Düngemitteln, die Entwicklung der Wasserversorgung und die Verbesserung der Produktqualität anbietet.

Das Unternehmen kauft Durian von Bauern in den drei südlichen Provinzen zu einem Preis, der 10 bis 15 Prozent über dem Marktpreis liegt. Die Stiftung übernimmt den Transport der Produkte der Bauern zum Logistikzentrum des Unternehmens in Chumphon. Die gemeinsamen Bemühungen zielen auch auf die Bekämpfung der Armut in den drei südlichsten Provinzen ab.

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Homer Pattaya 30.07.20 14:52
Schöne Zahlen, gut für die Wirtschaft und Bauern
Landwirtschaftliche Produkte sind ja ein wichtiges Standbein der Wirtschaft, daher gute Meldung in der Krise.