Dürrekrise beeinträchtigt Durian-Exporte

Foto: epa-efe/Diego Azubel
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BANGKOK: Die anhaltende Dürre in Thailand hat erhebliche Auswirkungen auf die Obstproduktion des Landes, insbesondere auf die Durian-Ernte. Laut Assoc. Prof. Dr. Aat Pisanwanich, einem renommierten Experten für internationale Wirtschaft und Berater der Intelligent Research Consultancy Co., Ltd., könnte diese Entwicklung Vietnam große wirtschaftliche Vorteile bringen.

In einem kürzlich veröffentlichten Bericht erklärte Dr. Aat, dass der Mangel an Regen die Exporte von Durian, einer der wichtigsten Exportfrüchte Thailands, erheblich beeinträchtigen wird. Im vergangenen Jahr hatte die Durian-Industrie einen Wert von 140 Milliarden Baht erreicht und damit sogar Kautschuk und Tapioka überholt. Durian lag nur knapp hinter Reis, Thailands bedeutendstem Exportgut.

Dr. Aat warnte jedoch, dass der Wert der Durian-Exporte in den nächsten fünf Jahren aufgrund der Produktionsrückgänge durch die Dürre und der starken Konkurrenz aus Vietnam erheblich sinken könnte. Vietnam, dessen Produktionskosten im Vergleich zu Thailand nur halb so hoch sind, hat in den letzten Jahren seine Durian-Produktion stark ausgeweitet.

Er prognostizierte, dass die thailändische Durian-Produktion in den nächsten fünf Jahren um 53 Prozent auf etwa 640.000 Tonnen zurückgehen könnte, falls keine wirksamen Maßnahmen zur Bekämpfung der Dürre ergriffen werden. Allein in diesem Jahr wird erwartet, dass die Dürre die Produktion um 42 Prozent oder etwa 540.000 Tonnen verringern wird.

Im Gegensatz dazu verzeichnet Vietnam eine bemerkenswerte Steigerung seiner Durian-Produktion. In den letzten zehn Jahren ist die Produktion dort um 200 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr produzierte Vietnam 800.000 Tonnen Durian, verglichen mit nur 270.000 Tonnen im Jahr 2014. Auch die Exporte nach China stiegen im ersten Quartal dieses Jahres auf 36.800 Tonnen, während Thailand nur 17.900 Tonnen exportierte.

Dr. Aat schätzt, dass Vietnam in diesem Jahr voraussichtlich 500.000 Tonnen Durian nach China exportieren wird. Thailand hingegen könnte rund 800.000 Tonnen exportieren, was fast 200.000 Tonnen weniger als im letzten Jahr wären.

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