Drogenfahndern geht dicker Fisch ins Netz

Symbolbild: Fotolia.com
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SRI RACHA: Drogenfahndern ging am Mittwoch in Sri Racha nahe der Touristenmetropole Pattaya ein dicker Fisch ins Netz.

Auf einer Pressekonferenz informierte der Polizeichef der Provinz Chonburi, Generalmajor Nanthachart Supamongkol, die zahlreich anwesenden Reporter und Medienvertreter über die Einzelheiten der Festnahme eines 40-jährigen Thailänders, der in der Nähe seines gemieteten Hauses im Tambon Borwin verhaftet wurde. Der Mann wird verdächtigt, als Drogenkurier agiert zu haben. Der Verdacht erhärtet sich bereits im Hinblick auf die beschlagnahmte Rauschgiftmenge: Sichergestellt wurden synthetische Drogen im Wert von 2,85 Millionen Baht, darunter 229.800 Methamphetamin-Tabletten, in Thailand unter dem Szenenamen „Ya Ba“ bekannt.

Dem Zugriff ging eine längere verdeckte Ermittlung voraus, nachdem der Polizei Informationen zugetragen wurden, dass der Verdächtige in seiner Nachbarschaft mit Drogen handeln würde. In einem Dorf im Bereich Moo 2 gelang es den Ermittlern, den Mann bei der Auslieferung von 200 Meth-Tabletten festzusetzen. Die Polizei durchsuchte kurz darauf das Auto des Verdächtigen, und stieß auf weitere illegale Subtanzen, darunter 400 Gramm Ketamin und 100 Ecstasy-Pillen. Beschlagnahmt wurde auch ein 38er-Revolver, der sich ebenfalls im Fahrzeug des Verdächtigen befand. Untersuchungen zeigen auf, dass sich die beschlagnahmte Menge von kristallinem Methamphetamin in Thailand in den letzten zwei Jahren mehr als verzehnfacht hat.

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Thomas Thoenes 12.07.19 10:01
Was die Bekämpfung von Drogen angeht
muss man der Thailändischen Polizei immer wieder ein großes Kompliment machen. Pro Kopf (Polizist) gerechnet haben sie eine enorme Aufklärungsquote. Sehr gute intensive Arbeit. Aber solange die Ursachen wie Armut und fehlende Alternativen nicht bekämpft werden bleibt es ein Ansturm gegen Windmühlen. Die Situation dürfte bei den Herstellungspreisen für die neuen chemischen Drogen sogar noch schlimmer sein als seinerzeit in Miami. Dort waren die Kolumbianischen Großdealer schon zufrieden wenn 10% ihrer Ware den Weg ans Ziel schaffte. Das waren schon Milliarden von Dollar Gewinn. Der neue chemische Mist dürfte schon bei 1% enorme Gewinne bescheren und solange es Kuriere gibt die für Kleingeld Leib und Leben riskieren hat die Polizei Null Chance.
Joerg Obermeier 11.07.19 11:55
Ein dicker Fisch?
Da hat man einen kleinen Zwischenhändler einkassiert. Nicht mehr und nicht weniger.