Dreistufenplan für Luftfahrt-Drehkreuz

Foto: epa-efe/Rungroj Yongrit
Foto: epa-efe/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Die thailändische Zivilluftfahrtbehörde (CAAT) hat am Freitag (17. Mai 2024) ihren ambitionierten Plan vorgestellt, Thailand bis 2037 zu einem der führenden Luftverkehrszentren in der asiatisch-pazifischen Region zu entwickeln. Der Plan umfasst drei Phasen und zielt darauf ab, die Zahl der Flugreisenden auf beeindruckende 270 Millionen pro Jahr zu steigern.

Dieser umfassende Plan ist ein Kernstück der „Ignite Thailand“-Initiative der thailändischen Regierung, die bereits im Februar dieses Jahres angekündigt wurde. Die Initiative strebt an, das Land bis 2030 in verschiedenen Schlüsselindustrien, darunter Tourismus, Medizin, Lebensmittelindustrie, Luftfahrt, Logistik, Elektrofahrzeuge, digitale Wirtschaft und Finanzen, als regionalen Knotenpunkt zu etablieren.

Erste Phase: Ausbau der Kapazitäten bis 2025

In der ersten Phase des Plans soll die Kapazität der thailändischen Flughäfen so ausgebaut werden, dass bis 2025 insgesamt 1,2 Millionen Flüge und 180 Millionen Passagiere jährlich abgefertigt werden können. Zudem ist das Ziel, die Mindestumsteigezeit (MCT) für internationale Flüge auf maximal 75 Minuten zu reduzieren.

Zweite Phase: Weiterer Ausbau bis 2028

In der zweiten Phase, die die Jahre 2026 bis 2028 umfasst, wird die Gesamtkapazität der Flughäfen weiter erhöht, sodass bis 2028 1,4 Millionen Flüge und 210 Millionen Fluggäste jährlich bewältigt werden können. Die MCT soll in dieser Phase auf 60 Minuten verkürzt werden.

Dritte Phase: Zielsetzung bis 2037

Die finale Phase des ehrgeizigen Projekts, die von 2029 bis 2037 reicht, sieht vor, die Kapazität auf 2,1 Millionen Flüge und 270 Millionen Passagiere pro Jahr zu steigern. Dabei soll die MCT auf unter 45 Minuten sinken. Bis 2037 strebt Thailand außerdem an, zu den fünf führenden Ländern im asiatisch-pazifischen Raum hinsichtlich des Luftfrachtaufkommens zu gehören.

Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, betont die CAAT die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit mit anderen Luftfahrtbehörden und verwandten Bereichen. Zu den Schlüsselpartnern gehören unter anderem das Department of Airports, Airports of Thailand Plc, Aeronautical Radio of Thailand, das Civil Aviation Training Centre und das Suvarnabhumi Airport Hotel.

„Unsere Vision ist es, die thailändische Luftverkehrsinfrastruktur auf das künftige Wirtschaftswachstum vorzubereiten, die Luftlogistikrouten zu stärken und zu erweitern, um sie mit dem globalen Netzwerk zu verbinden, und den inländischen sowie internationalen Tourismus zu fördern“, erklärte ein Sprecher der CAAT.

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michael von wob 19.05.24 11:00
@ alex leschim
Die Hirngespinste werden nie umgesetzt und wenn BKK versinkt....was soll´s ? Wir sind im Isaan und in 50 Jahren wird nicht nur BKK, sondern alle Städte an den Küsten versunken sein. Holland und alle flache Inseln weltweit sowieso !
leschim alex 19.05.24 10:40
Bevor man solch hochtrabende .....
..... Plaene (um nicht zu sagen : Hirngespinste) umsetzt, sollte man etwas gegen die immer staerker auftretende Subsidenz (Landabsenkung) in Bangkok und Umgebung unternehmen. Diese betraegt zur Zeit 1 - 2 cm pro Jahr. Hoert sich nicht dramatisch an koennte aber bedeuten das einige Teile der Metropole in 30 - 50 Jahren nicht mehr vorhanden sein werden, u.a. der Flughafen Suvarnabhumi. Das wars dann mit den angestrebten Zahlen Fluege und Touristen betreffend - und die Investitionen von Aber-Fastastilliarden BAHT sind fuer immer weg.
Jörg Obermeier 18.05.24 15:30
Ganz grundsätzlich finde ich es ja gut, dass nach vielen Jahren der Stagnation darüber nachgedacht wird wie man das Land wirtschaftlich wieder auf Vordermann bringen könnte. Da man für jede Überlegung einen griffigen Begriff braucht hat man das nun "Ignite Thailand" genannt. Böse Zungen könnten das auch nur mit "Thailand anzünden" übersetzen was in Anbetracht der alljährlichen "schwarzen Zeit" wohl auch nicht ganz falsch wäre. Aber abgesehen davon, zu den Schlüsselindustrien wie Tourismus, Medizin, Lebensmittelindustrie, Logistik, Elektrofahrzeuge, digitale Wirtschaft und Finanzen gehört eben auch die Luftfahrt mit dazu. Da kommen dann die sogenannten "Wünsch-Dir-Was-Abteilungen" ins Spiel und die nennen das dann auch gleich noch "Pläne". Und wie immer und überall bleibt abzuwarten was, wie passiert wenn Theorie, sprich Pläne auf Praxis stösst.


Dirk 18.05.24 14:40
Beeindruckend
Das einzig beeindruckende bei diesen Planungen ist der glasklare Blick in die Glaskugel der Verantwortlichen
Ingo Kerp 18.05.24 14:40
Jetzt soll Thailand, außer bei E-Autos, auch beim Flugverkehr zum Drehkreuz werden. Da bleibt an wirtschaftl. Entwicklung für die Nachbarländer aber wenig übrig. Bleibt zu hoffen, das bei einer rasanten Entwicklung wie angekündigt, die bis dato arbitslosen blendend ausgebildeten Hochschulabsolventen auch einen entsprechend dotierten Job finden.