Drei Tote bei Amoklauf in Phetchaburi

Täter nach 15 Stunden von Polizei erschossen

Foto: The Nation
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PHETCHABURI: Drei Menschen sind tot, nachdem ein Mann in einer Wohnsiedlung in Phetchburi das Feuer auf Passanten eröffnet hat.

Wie der stellvertretende Generaldirektor Torsak Sukvimol gegenüber thailändischen Medien erklärte, eröffnete der Schütze am Mittwochnachmittag (22. März) gegen 14.00 Uhr das Feuer aus einem Haus in einer Wohnsiedlung in der Nähe eines Einkaufszentrums in Mueang Phetchaburi.

Mehr als 100 Polizisten und Spezialeinheiten wurden zum Tatort entsandt. Berichten zufolge waren drei Personen an dem Haus vorbeigegangen, bevor die Beamten eintrafen, und alle drei wurden erschossen.

Der Schütze wurde als Anuwat W., 29, identifiziert. Nachdem er sich in seinem Haus verschanzt hatte, wurde er am Donnerstagmorgen (23. März 2023) gegen 04.00 Uhr von einem Spezialkommando erschossen.

Die 15-stündige Pattsituation spielte sich in der Soi 4 auf dem Gelände der Krungpetch Villa in Ban Rai Kluay im Unterbezirk Ton Mamuang ab.

Anderen Berichten zufolge wurden während des nächtlichen Schusswechsels mit der Polizei rund 100 Schüsse abgegeben.

Der ranghohe Polizist Pol Gen Torsak Sukhwimon hatte den Polizeieinsatz geleitet.

Zuvor war auf einem Video zu sehen, wie die Mutter des Schützen über einen Lautsprecher in einem Fahrzeug mit ihm sprach, um ihren Sohn zum Aufgeben zu bewegen.

Er war offenbar gestresst, weil er sich vor Gericht wegen Drogenbesitzes verantworten musste.

Eines der verletzten Opfer war der Bürgermeister der Gemeinde Ton Mamuang. Alle Toten wurden geborgen und die Verletzten ins Krankenhaus gebracht.

Der Schütze hatte offenbar von seinem Haus aus auf Nachbarn geschossen.

Laut dem thailändischen Nachrichtenportal Daily News war Anuwat ein ehemaliger Angestellter des Tap-Lan-Nationalparks und ein erfahrener Schütze.

Die Schießerei in Phetchaburi ereignete sich nur eine Woche nach einer ähnlichen Pattsituation in Bangkok, bei der ein Oberstleutnant der Polizei eine Waffe in die Luft abfeuerte, während er sich 24 Stunden lang in einem Haus im Bezirk Sai Mai verschanzte. Der abtrünnige Polizist wurde von der Polizei angeschossen und entwaffnet. Er starb im Krankenhaus an seinen Verletzungen.

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Klaus Brylka 24.03.23 09:10
Auch ich
wundere mich darüber, wie oft in der letzten Zeit über Mord und Totschlag berichtet wird. Solche Verbrechen hat es sicherlich auch früher schon gegeben, nur hat man nicht so ausführlich darüber berichtet. Schätze, das hatte mit dem Ansehen Thailands in der Welt zu tun. Wäre interessant zu wissen, warum sich das geändert hat, wenn es dann so wäre.
Helmut Spiegel 23.03.23 14:10
Helmut Spiegel
Das war das Beste was man machen konnte. Wer kaltbluetig andere erschiesst hat nichts besseres
verdient. Vor allem fallen keine jahrelangen Staatskosten an.