Drei Raumfahrer brechen zur Internationalen Raumstation auf

Foto: epa/Sergei Ilnitsky
Foto: epa/Sergei Ilnitsky

BAIKONUR (dpa) - Im Oktober gab es einen dramatischen Fehlstart einer russischen Sojus-Rakete. Zwei Raumfahrer überlebten die Notlandung unverletzt. Jetzt starten sie erneut zur ISS.

Fünf Monate nach ihrem dramatischen Fehlstart wollen zwei Raumfahrer zusammen mit einer Kollegin erneut den Sprung ins All wagen. US-Astronaut Nick Hague, der Russe Alexej Owtschinin und die ebenfalls aus den USA stammende Christina Koch wurden am Freitagmorgen deutscher Zeit auf der Internationalen Raumstation ISS erwartet. Die drei sollten am Donnerstagabend (20.14 Uhr MEZ) vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan in einer Sojus-Kapsel abheben. Für den Flug zum Außenposten der Menschheit waren sechs Stunden geplant.

Mitte Oktober war es in Baikonur zu einer folgenschweren Panne gekommen. Owtschinin und Hague konnten unverletzt gerettet werden. Die Trägerrakete hatte sich 119 Sekunden nach dem Start wegen technischer Probleme abgeschaltet und war daraufhin abgestürzt. Als Ursache gab die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos einen Baufehler an.

Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin hatte kurz nach der Panne mit Blick auf die beiden geretteten Raumfahrer gesagt: «Die Jungs werden auf alle Fälle fliegen.» Nach der Panne hatte es Anfang Dezember wieder einen bemannten Flug mit drei Raumfahrern zur ISS gegeben.

Zurzeit arbeiten der Russe Oleg Kononenko, der Kanadier David Saint-Jacques und die US-Astronautin Anne McClain auf der ISS. Sie und ihre Kollegin Koch sollen Ende des Monats den ersten ausschließlich mit Astronautinnen besetzten Außeneinsatz absolvieren.

Vor dem nun geplanten Flug zum Außenposten der Menschheit hatte es erneut einen Fehler an der Sojus-Rakete gegeben. Die Störung sei aber bereits behoben worden, sagte Owtschinin bereits am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Um welchen Fehler es sich handelte, wurde nicht mitgeteilt. Er sei am Dienstag bei einer Überprüfung entdeckt worden.

In aller Regel bleiben die Raumfahrer rund sechs Monate im All.

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