DFB-Frauen holen viel Schwung für die EM

Länderspiele, Deutschland - Schweiz, im Steigerwaldstadion in Erfurt. Die Spielerinnen der deutschen Mannschaft freuen sich über ihren Sieg. Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Länderspiele, Deutschland - Schweiz, im Steigerwaldstadion in Erfurt. Die Spielerinnen der deutschen Mannschaft freuen sich über ihren Sieg. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

ERFURT: Die EM-Generalprobe der deutschen Fußball-Frauen ist geglückt. Das Team spielt gegen die Schweiz stark auf und holt sich viel Selbstvertrauen für die Endrunde. Der Gegner ist chancenlos.

Die deutschen Fußball-Frauen um Dreifachtorschützin Klara Bühl versammelten sich nach der überzeugenden EM-Generalprobe im Jubelkreis, wo sie von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg direkt nach dem Abpfiff schon auf die Endrunde eingeschworen wurden. Mit der schwungvollen Tore-Gala beim 7:0 (2:0) im letzten Härtetest gegen die Schweiz weckte die DFB-Auswahl am Freitag vor 5918 Zuschauern in Erfurt leise Medaillenträume für die Europameisterschaft vom 6. bis 31. Juli in England. «Wir haben uns in vielen Dingen Sicherheit geholt. Es ist unser Anspruch, bei der EM zu den Favoriten dazuzugehören. Wir sehen das Potenzial, um den Titel mitzuspielen», sagte Voss-Tecklenburg.

Neben Bühl, die in der 6., 61. und 66. Minute traf, steuerten Lina Magull (41.), Linda Dallmann (81.), Jule Brand (89.) und Sydney Lohmann (90.+5) die weiteren Tore für die in allen Belangen überlegene deutsche Mannschaft bei. Die fliegt nun mit viel Rückenwind zum EM-Turnier, bei dem in der Vorrunde Dänemark, Spanien und Finnland die Gegner sind. «Es tut super gut, so ein Spiel zu absolvieren. Das gibt Selbstvertrauen und zeigt uns, wir sind auf dem richtigen Weg. So soll es weitergehen», sagte Bühl im ZDF.

Das DFB-Team, in dem Kapitänin Alexandra Popp nach überstandener Corona-Infektion in der Schlussphase ihr Comeback gab, setzt seine EM-Vorbereitung noch bis zum kommenden Mittwoch im Trainingslager in Herzogenaurach fort und reist dann am 3. Juli mit viel Selbstvertrauen auf die Insel. «Die Spielerinnen fühlen sich wohl», bekräftigte Voss-Tecklenburg.

Gegen die Schweizerinnen, die die Bundestrainerin von 2012 bis 2018 betreut hatte, ging es gut los für das DFB-Team. Nach einem feinen Pass von Magull steuerte Bühl völlig allein auf die Schweizer Torfrau Gaelle Thalmann zu und schloss erfolgreich zur frühen Führung ab. Das gab zusätzliche Sicherheit. Die deutsche Mannschaft kontrollierte die Partie und wurde defensiv so gut wie gar nicht gefordert.

Kurz vor der Pause belohnten sich die Schützlinge von Voss-Tecklenburg dann für ihre steten Bemühungen. Dieses Mal legte Bühl nach einem feinen Solo für Magull auf, die aus Nahdistanz zum 2:0 traf. «Die erste Halbzeit war auch schon recht gut. In der Pause haben wir Sachen angesprochen, die wir umsetzen wollten. Und das hat sehr gut geklappt», sagte Bühl.

In der Tat hatte die deutsche Mannschaft weiter alles im Griff. Svenja Huth (54.) vergab zunächst das 3:0, als sie frei stehend an Thalmann scheiterte. Dafür zielte Bühl wenig später besser - wenn auch ungewollt. Eine Flanke der Bayern-Stürmerin vom linken Flügel schlug im langen Eck ein.

Einmal in Fahrt, legte die 21-Jährige nur fünf Minuten später nach. Im Anschluss an einen Pfostenschuss von Lea Schüller stand Bühl genau richtig und beförderte den Ball ins leere Tor. Bei ihrer Auswechslung knapp 20 Minuten vor dem Ende wurde die Dreifachschützin mit großem Applaus verabschiedet. Auch in der Schlussphase ließen die DFB-Frauen nicht nach und kamen noch zu zwei späten Treffern.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.