Deutschland und Indien verstärken Kooperation bei Zukunftsthemen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird von Narendra Modi, Premierminister von Indien, begrüßt. Merkel hält sich zu den deutsch-indischen Regierungskonsultationen in Delhi auf. Foto: Michael Kappeler/Dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird von Narendra Modi, Premierminister von Indien, begrüßt. Merkel hält sich zu den deutsch-indischen Regierungskonsultationen in Delhi auf. Foto: Michael Kappeler/Dpa

NEU DELHI (dpa) - Neben militärischen Ehren und Besuchen von Gandhi-Gedenkstätten, sollen mehrere Abkommen unterschrieben werden. Kanzlerin Angela Merkel sucht auch einen Verbündeten im Kampf gegen Protektionismus und für internationale Krisenlösung.

Deutschland und Indien wollen bei den Zukunftsthemen Digitalisierung, Klimaschutz und erneuerbare Energien enger Zusammenarbeiten als bisher. Indien habe gerade im Bereich der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz ein großes Potenzial, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag nach den fünften deutsch-indischen Regierungskonsultationen in der indischen Hauptstadt Neu Delhi. Beide Länder seien durch strategische und freundschaftliche Beziehungen verbunden.

Zugleich betonte die Kanzlerin, die Wirtschaftsbeziehungen der beiden Länder könnten noch intensiver sein. Zwischen beiden Ländern könne es eine Win-win-Situation in vielen Bereichen geben.

Modi dankte Merkel für ihren Beitrag zur Stärkung der Beziehungen beider Länder in den vergangenen Jahren. Er sprach von einer weitreichenden strategischen Zusammenarbeit, die vor allem im Bereich der Hochtechnologie Fortschritte gemacht habe. Modi nannte auch die Bereiche Klimaschutz und den Wunsch Indiens zu einer intensiveren wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Deutschland und Indien teilten Werte wie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Daher sei man sich bei Herausforderungen wie Extremismus und Terrorismus einig wie auch bei der Zusammenarbeit in großen internationalen Organisationen.

Die Regierungen beider Länder verabschiedeten 22 Vereinbarungen unter anderem zur Zusammenarbeit bei der Forschung und Entwicklung von künstlicher Intelligenz, der Vermeidung von Abfällen im Meer sowie im Bereich der grünen urbanen Mobilität.

Merkel hatte zuvor bei einer Gedenkzeremonie für den gewaltfreien Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi einen Kranz niederlegen. Am Nachmittag war ein gemeinsamer Besuch der Kanzlerin mit Modi in der Gedenkstätte Gandhi Smriti geplant. Dort hatte Gandhi zuletzt gewohnt, bevor er 1948 von einem Hindu-Extremisten erschossen wurde. Am 2. Oktober war der 150. Jahrestag von Gandhis Geburtstag.

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