Deutschland und 23 Länder wollen Anti-Methan-Pakt beitreten

Foto: Pixabay
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BRÜSSEL/WASHINGTON: Deutschland und 23 andere Länder haben sich einer Initiative der EU und der USA angeschlossen, um den Ausstoß von klimaschädlichem Methan zu reduzieren. Das teilten die Europäische Kommission und das US-Außenministerium am Montag mit. Methan ist laut EU-Umweltkommissar Frans Timmerns das zweitschädlichste Treibhausgas und verantwortlich für Klimaerwärmung und Luftverschmutzung.

Die Länder hätten sich bei einem virtuellen Treffen mit EU-Umweltkommissar Frans Timmermans und dem US-Klimabeauftragten John Kerry zu dem gemeinsamen Ziel bekannt, Methanemissionen bis 2030 um mindestens 30 Prozent gegenüber 2020 zu senken, hieß es weiter. Offiziell soll der Pakt bei der Klimakonferenz COP26 in Glasgow Ende des Monats unterschrieben werden.

Methan entsteht zum Beispiel in der Landwirtschaft, auf Abfalldeponien oder in der Öl- und Gasindustrie. Einer von der EU-Kommission zitierten Statistik des Weltklimarats (IPCC) zufolge ist Methan für die Hälfte der bisherigen Klimaerwärmung von rund einem Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit verantwortlich.

Neben Deutschland wollen nun unter anderem auch Frankreich, Kanada, Israel, Japan und Nigeria ihre Methanemissionen reduzieren. Damit nehmen der Kommission zufolge 9 der 20 Länder mit den höchsten Methanemissionen - verantwortlich für 30 Prozent des weltweiten Ausstoßes - voraussichtlich an der Initiative Teil. «Die rasche Reduzierung von globalen Methanemissionen ist die beste Strategie, die wir haben, um die globale Klimaerwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen», sagte Timmermans.

US-Präsident Joe Biden und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatten sich im September auf die Methan-Initiative verständigt. Wenn sie erfolgreich umgesetzt wird, könnte die Klimaerwärmung bis 2050 der EU-Kommission zufolge um rund 0,2 Grad reduziert werden.

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