Deutsche zeigen sich für den Klimaschutz bereit zum Verzicht

Foto: epa/Sergei Chirikov
Foto: epa/Sergei Chirikov

BERLIN (dpa) - Im Kampf gegen die Erderhitzung wächst der Druck auf die Politik. Aber auch jeder Einzelne entscheidet mit seinem Konsum darüber, wie viel CO2 in die Atmosphäre gelangt. Und da liegen Worte und Taten manchmal ein ganzes Stück auseinander.

Kurze Flüge, viel Fleisch, Autofahren in der Stadt: Für den Kampf gegen dem Klimawandel zeigt sich eine Mehrheit der Deutschen gewillt, darauf zu verzichten - jedenfalls auf dem Papier. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Deutsche Presse-Agentur sind drei von vier Erwachsenen (74 Prozent) persönlich bereit, auf Kurzstreckenflüge zu verzichten. 63 Prozent würden «deutlich» weniger Fleisch essen, immerhin noch 56 Prozent das Auto in Innenstädten stehenlassen. Im Flug- und Straßenverkehr sowie in der Tierhaltung entstehen viele Treibhausgase.

Wenn es ums Geld geht, fallen die Ergebnisse unterschiedlicher aus. Die Hälfte der Deutschen fände es demnach akzeptabel, wenn Tickets für Flugreisen deutlich mehr kosteten. Bei den Spritpreisen sieht das aber nur gut jeder Vierte (27 Prozent) so. Deutlich höhere Preise für Fleisch fände gut jeder Zweite (52 Prozent) in Ordnung, wenn es der effektiven Begrenzung des Klimawandels und einer nachhaltigen Agrarpolitik dient. Wenig Toleranz zeigen die Bürger bei Strompreisen: Deutlich mehr Geld für Ökostrom etwa aus Wind oder Sonne würden der Umfrage zufolge nur 20 Prozent bereitwillig zahlen.

Es ist ein bekanntes Phänomen, dass Befragte tendenziell «sozial erwünscht» antworten, weil sie von anderen und sich selbst auf eine bestimmte Weise gesehen werden wollen. Aber handeln sie auch danach?

Ein Blick auf die Statistik des Agrarministeriums etwa zeigt, dass der Fleischkonsum in den vergangenen Jahren nur leicht rückläufig war und zuletzt sogar etwas stieg. Der geschätzte Pro-Kopf-Verzehr lag 2018 bei 60,1 Kilo. Der Anteil der Inlandsflüge sinkt, allerdings vor allem statistisch, weil die Gesamtzahl aller Flüge wächst und wächst. 2018 flogen laut Statistischem Bundesamt 23,5 Millionen Passagiere im Inland. 2017 waren es 23,7 Millionen, das macht ein Minus von 0,8 Prozent. Der Pkw-Verkehr hat laut Umweltbundesamt zwischen 1995 und 2017 um knapp 18 Prozent zugenommen.

Union und SPD streiten derzeit über den richtigen Weg, Deutschland beim Klimaschutz wieder auf Kurs zu bringen. Im Gespräch ist ein sogenannter CO2-Preis, der den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) verteuert - und damit einerseits klimafreundliche Technologien fördert, andererseits auch die Konsumenten zum CO2-Sparen bringen soll, indem sie etwa weniger Autofahren oder eine modernere Heizung einbauen. Unter anderem Benzin und Heizöl würden damit teurer werden.

Die Befürworter so eines CO2-Preises wollen, dass das Geld den Bürgern wieder zugute kommt, etwa als Rückzahlung pro Kopf oder über Entlastungen an anderer Stelle.

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Jürgen Franke 16.06.19 15:56
Lieber Michael, für die Zustände
der Bundeswehr ist die Ministerin verantwortlich. Aber darum ging es in Deinem Beitrag nicht, sondern um die Einsatzbereitschaft innerhalb der Nato. Übrigens aus der Geschichte und der Vergangenheit sollte man, wenn die intellektuellen Voraussetzungen gegeben sind, seine Lehren ziehen.
Michael Meier 16.06.19 12:46
@ JF
Wie meine Oma : früher , früher und immer wieder früher . Lies mal wie oft du in deinen Beiträgen 20 bis 40 Jahren zurück gehst. Wir leben HEUTE und man sieht täglich im TV in welchem katasrophalen Zustand sich die Bundeswehr befindet . Du mußt bei mir keine Meinung groß ändern , weil ich in Thailand lebe und meine oder deine Meinung eh keine Sau interessiert ! ! !
Jürgen Franke 15.06.19 22:21
Lieber Michael, Deine Befürchtungen werden
glücklicherweise nicht eintreten, denn derartige Angstmachergeschichten werden dem Volk immer wieder aufgetischt, um noch mehr Geld auszupressen. Auf die Horrormeldung von 1970 hatte ich schon hingewiesen. In meinem Spiegelarchiv liegt die Ausgabe von 1986 wo als Titelbild der Kölner Dom unterwasserstehend abgebildet war. Lesch hat, regierungstreu, bei der Illner auch lediglich darauf hingewiesen, dass es sehr viel Geld kosten wird. denn auch die Vogelschredderanlagen, die die Landschaft verschandeln, um Strom zu erzeugen, wenn der Wind weht, kosten Geld. Die Industrie wird unter Strommangel nie leiden, denn Frankreich hat Atomkraft- und Polen Braunkohlenkraftwerke. Aber mit diesen Ausführungen will und werde ich Deine Meinung nicht ändern.
Michael Meier 14.06.19 21:06
@ Joerg Obermeier
Ein wahres Wort , wofür die Natur 5000 Jahre benötigte schafft die bescheuerte Menscheit in 30 Jahren . Wie gesagt : die Erde braucht uns nicht !
Michael Meier 14.06.19 10:42
TV
Gestern Abend war Harald Lesch Gast bei Maybritt Illner . Wenn man Harald Lesch zuhört , einfach sinnvoll ohne angebliche manipulation von Regierung oder Wirtschaft ! Was er sagt ist Fakt ! ! !