Desolater Djokovic verliert Drittrunden-Match in Rom

Der Serbe Novak Djokovic in Rom. Foto: epa/Alessandro Di Meo
Der Serbe Novak Djokovic in Rom. Foto: epa/Alessandro Di Meo

ROM: So wird es nicht für den 25. Grand-Slam-Titel in Paris reichen: Das frühe Aus von Novak Djokovic beim Masters in Rom gibt Rätsel auf. Nach der Niederlage zeigt er sich besorgt.

Tennis-Superstar Novak Djokovic hat zwei Wochen vor Beginn der French Open einen herben Rückschlag erlitten und will sich medizinischen Untersuchungen unterziehen. Der 24-malige Grand-Slam-Turniergewinner aus Serbien verlor beim Masters-1000-Turnier in Rom am Sonntag völlig verdient gegen den Chilenen Alejandro Tabilo mit 2:6, 3:6 und schied überraschend bereits in der dritten Runde aus.

Zwei Tage nachdem er von einer Flasche am Kopf getroffen worden war, präsentierte sich der topgesetzte Djokovic vor dem zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres weit von seiner Topform entfernt. Dem 36-Jährigen unterliefen reihenweise leichte Fehler. Bezeichnenderweise beendete Djokovic das Match nach nur 67 Minuten mit einem Doppelfehler bei eigenem Aufschlag.

Nach der Niederlage kündigte der Serbe an, sich am Kopf untersuchen lassen zu wollen. Nach seinem Sieg am Freitagabend gegen den Franzosen Corentin Moutet war er beim Autogrammeschreiben von einer Flasche getroffen worden und zu Boden gegangen. «Es war heute, als wäre ein komplett anderer Spieler an meiner Stelle gewesen. Kein Rhythmus, kein Tempo, kein Gleichgewicht bei einem Schlag», sagte Djokovic. «Es ist etwas besorgniserregend.» Direkt nach dem Unfall hatte Djokovic in den sozialen Netzwerken geschrieben, dass es ihm gut gehe und er sich im Hotel ausruhe.

Die Organisatoren des Sandplatzturniers in der italienischen Hauptstadt hatten mitgeteilt, dass Djokovic mit entsprechenden Medikamenten behandelt worden sei. In einer Mitteilung hieß es, dass die Trinkflasche wohl versehentlich auf den sechsmaligen Sieger des Turniers gefallen und nicht mit Absicht auf ihn geworfen worden sei. Auf Videoaufnahmen war zu sehen, wie die Flasche einem Zuschauer aus der Tasche rutschte.

Sein zehn Jahre jüngerer Gegner nutzte die Möglichkeit und spielte taktisch clever. Tabilo avancierte damit zum ersten Chilenen seit 2007, der einen Weltranglistenersten bezwingen konnte. Damals hatte Fernando González den Schweizer Roger Federer bei den ATP-Finals geschlagen. «Das ist verrückt, ich kann es nicht glauben», sagte Tabilo, der im Achtelfinale nun auf den Russen Karen Chatschanow trifft.

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