Demonstranten in Sri Lanka geben Hauptprotestlager auf

Demonstrationen gegen die Regierung in Sri Lanka. Foto: epa/Chamila Karunarathne
Demonstrationen gegen die Regierung in Sri Lanka. Foto: epa/Chamila Karunarathne

COLOMBO: Vier Monate nach Beginn von Massenprotesten im Krisenstaat Sri Lanka gegen die Regierung haben die letzten Demonstranten das Hauptprotestlager nahe des Präsidentenbüros aufgegeben. Sie beschlossen, das «Gota Go Gama» genannte Hauptlager auf der Strandpromenade Galle Face Green in Colombo zu räumen, berichtete die sri-lankische Zeitung «Sunday Times» am Mittwoch. Die monatelangen Massenproteste in dem südlich von Indien gelegenen Inselstaat hatten Mitte Juli zum Sturz des Präsidenten Gotabaya Rajapaksa geführt. Seiner Regierung wird die schwere Wirtschaftskrise angelastet. Die Proteste hatten weltweit für Schlagzeilen gesorgt.

Am Mittwoch lief ein Ultimatum der Staates zum Verlassen des «Gota Go Gama»-Lagers ab. Der Name bezog sich auf den ins Ausland geflüchteten Ex-Präsidenten. Sein Nachfolger Ranil Wickremesinghe regiert seit seiner kürzlichen Amtseinführung mit harter Hand. Laut Medien wurden mehr als 150 Demonstranten festgenommen. Zwar kam es am Dienstag erneut zu Kundgebungen, bei denen ein Ende der Verhaftungen und die Aufhebung des Ausnahmezustandes gefordert wurde. Doch beteiligten sich laut Polizei nur noch relativ wenige Menschen an den Protesten.

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