Das müssen sie über Zika wissen!

Ratschläge der Tropenmediziner des Bumrungrad International Hospital

In Bangkok und vielen anderen Städten Thailands versprühen die Behörden großflächig Chemikalien, um die Brutgebiete der Mücke Aedes aegypti zu zerstören. Foto: epa/Narong Sangnak
In Bangkok und vielen anderen Städten Thailands versprühen die Behörden großflächig Chemikalien, um die Brutgebiete der Mücke Aedes aegypti zu zerstören. Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Die steigende Zahl von Zika-Virus-Übertragungen in Thailand in letzter Zeit hat zu einer Beunruhigung in der Bevölkerung geführt. Das thailändische Gesundheitsministerium hat der Nachrichtenagentur Reuters gegenüber geäußert, es habe „in den letzten drei Wochen über 200 Fälle festgestellt und durchschnittlich 20 neue Fälle pro Woche bestätigt“.

Trotz dessen, wird geraten, besonnen zu bleiben und sich durch angemessene Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Anste­ckung zu schützen. Denn Zika stellt eigentlich ausschließlich für schwangere Frauen und Frauen, die schwanger werden wollen, aufgrund der Gefahr von Geburtsfehlern beim Neugeborenen, eine ernsthafte Bedrohung dar. Zur Erklärung der Sachlage hat sich die Redaktion mit den Spezialisten für Tropenmedizin des Bumrungrad International Hospital in Bangkok zusammengesetzt, um alle bekannten Informationen über das Virus bündig zusammenzutragen.

Wie kann man sich mit Zika anstecken?

Das Zika-Virus wird durch die Mücke Aedes aegypti übertragen, die auch Denguefieber, Chikungunya-Fieber und Gelbfieber verbreitet. Das Virus wird jedoch nicht nur durch Mücken übertragen, sondern auch durch Bluttransfusionen von infizierten Personen und durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person, die akute Symptome zeigt.

Wie sehen die Symptome aus?

Die meisten Personen mit aktiver Zika-Infektion zeigen keine Symptome und wissen daher auch nicht, dass sie sich angesteckt haben. Manche Patienten zeigen innerhalb von zwei bis sieben Tagen nach der Ansteckung folgende

Symptome:

• Fieber

• Ausschlag (gewöhnlich an der Einstichstelle)

• Muskel- oder Gelenkschmerzen

• Augenrötung

• Erschöpfung

• Kopfschmerzen

Bei wem etwaige Symptome auftreten und wer schwanger ist oder schwanger werden will, sollte umgehend ärztlichen Rat einholen. Die Spezialisten für Tropenmedizin des Bumrungrad International Hospital sind unter der Telefonnummer 02-667.1555 erreichbar, eine Terminvereinbarung kann auch über die Webseite des Krankenhauses vereinbart werden. Die Ärzte können Ratsuchenden genaue Anweisungen geben, wie sie die Symptome behandeln sollen. Es handelt sich normalerweise um leichte Symp­tome, die vor allem durch Ruhe und reichlich Flüssigkeit gelindert werden.

Was schwangere Frauen wissen müssen:

Wer schwanger ist oder schwanger werden will, sollte sich intensiver gegen eine Ansteckung schützen. Die Symp­tome sind zwar im Allgemeinen leichter Natur und relativ einfach zu behandeln, jedoch können Schwangere das Virus bei oder kurz nach der Geburt an ihr Kind übertragen, was wiederum zu Geburtsfehlern, wie zum Beispiel Mikrozephalie (gekennzeichnet durch einen sehr kleinen Kopf und Entwicklungsstörungen) führen kann.

Wie man eine Ansteckung vermeidet:

• Mückenstiche vermeiden, indem man im Freien ein wirksames Anti-Mücken-Mittel und langärmelige Kleidung verwendet.

• Safe Sex“ (geschützten Geschlechtsverkehr) praktizieren, auch in einer langjährigen Beziehung.

• Sein Haus sauber halten und stehendes Wasser entfernen, da es zu einer Brutstätte für Mücken werden kann.

Noch ist vieles über die Verbreitung des Zika-Virus unbekannt, aber Experten tun ihr Bestes, um die Wissenslücken zu schließen, und sind derzeit mit der Erprobung von Impfstoffen beschäftigt. Bis jedoch eine wirksame Impfung zur Verfügung steht, ist es das Beste, durch sicheres, vernünftiges Verhalten eine Anste­ckung zu vermeiden. Wer befürchtet, dass für ihn ein Risiko besteht, spricht heute noch mit seinem Arzt.

Wer befürchtet, sich angesteckt zu haben, tut bitte Folgendes:

• Nicht in Panik geraten. Kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt und teilen Sie ihm mit, dass Sie sich möglicherweise angesteckt haben. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden könnten.

• Lassen Sie sich sofort auf das Virus testen.

• Um andere Personen nicht anzustecken, sollten Sie Vorsichtsmaßnahmen im Kontakt mit anderen treffen und weitere Mückenstiche vermeiden, besonders nachdem etwaige Symptome aufgetreten sind.

Die vorliegende Gesundheitskolumne wurde in Zusammenarbeit mit Roland Hohmann und den Tropenmedizinern am Bumrungrad International Hospital geschrieben. Für weitere Fragen zu dem Zika-Virus steht ein deutschsprachiger Kundenservice zur Verfügung. Kontakt, E-Mail: infogerman@bumrungrad.com.

33 Sukhumvit Road Soi 3

Bangkok 10110

Tel.: 02-667.2000

www.bumrungrad.com

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