Wintersport kompakt

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

BERLIN: Bei der Abfahrt in Kitzbühel sind schwere Stürze ausgeblieben, beim Biathlon in Antholz schafft es nur die Frauen-Staffel auf das Podest. Am Königssee feiert ein Bobfahrer einen Jubiläumssieg und in Innsbruck-Igls überzeugt eine Rodlerin nach ihrer Baby-Pause.

SKI ALPIN: Beim Abfahrts-Klassiker auf der Streif in Kitzbühel unterstrichen die deutschen Speed-Asse Romed Baumann und Andreas Sander mit den Plätzen fünf und sechs ihre Topform. Sechs Zehntelsekunden fehlen beiden auf der nach den Stürzen vom Freitag etwas entschärften Strecke jeweils zum möglichen Podest. Der Schweizer Beat Feuz holte am Hahnenkamm den zweiten Sieg innerhalb von 48 Stunden - schwere Stürze wie am Freitag blieben diesmal aus. Beim Super-G der Frauen in Crans-Montana landet Kira Weidle abgeschlagen auf Rang 26 - tags zuvor war sie bei der von teilweise unterschiedlichen Windbedingungen geprägten Abfahrt 16. geworden.

BIATHLON: Einen Sieg für die deutschen Biathleten gab es nicht bei der WM-Generalprobe in Antholz. Lediglich die Frauen-Staffel schaffte es beim Erfolg der Russinen als Zweite auf das Podest. Das Männer-Quartett wurde in der Südtirol-Arena Vierter, genau wie Franziska Preuß im Massenstart. Olympiasieger Arnd Peiffer war dann im letzten Rennen vor der WM vom 10. bis 21. Februar im slowenischen Pokljuka als Massenstart-Fünfter bester deutscher Skijäger. Da aber nur drei Männer und vier Frauen die WM-Norm erfüllt haben, müssen die Trainer harte Entscheidungen treffen.

SKISPRINGEN: Das deutsche Skisprung-Duo Markus Eisenbichler und Karl Geiger hat zu seiner Bestform zurückgefunden. Eisenbichler wurde am Sonntag im finnischen Lahti Zweiter, unmittelbar vor seinem Kumpel Geiger. Der Sieg ging an Robert Johansson aus Norwegen, der von einem Sturz seines Landsmanns Halvor Egner Granerud profitierte. Am Samstag hatte das DSV-Quartett um Geiger und Eisenbichler Rang drei im Teamspringen belegt. Beim Frauen-Weltcup in Ljubno wurde Katharina Althaus Sechste. Überraschend gewinnen konnte die 19 Jahre junge Norwegerin Eirin Maria Kvandal.

BOB: Francesco Friedrich hat mit dem dritten Double hintereinander seinen 50. Weltcupsieg eingefahren. Die beiden Erfolge im Zweier- und Viererbob auf seiner ungeliebten Bahn am Königssee schmeckten ihm besonders. «Den 50. Sieg in Königssee zu feiern, ist richtig, richtig gut, nur Lake Placid wäre noch besser gewesen, weil dort haben wir noch gar keinen Sieg im Vierer», meinte der Doppel-Olympiasieger. Bei den Frauen holte Kim Kalicki den ersten Weltcupsieg in diesem Winter vor Stephanie Schneider.

RODELN: Vor der am Freitag beginnenden WM am Königssee hat sich Rennrodler Felix Loch mit seinem achten Sieg beim achten Start in Innsbruck-Igls vorzeitig den Sieg im Gesamtklassement gesichert. Natalie Geisenberger hat bei den Frauen nach ihrer Babypause rechtzeitig wieder den Weg auf das oberste Podest gefunden. Im Sprint sorgten die deutschen Rodlerinnen für einen Dreifacherfolg: Julia Taubitz siegte vor Geisenberger und Dajana Eitberger. «Die Formkurve bei uns Frauen sieht sehr gut aus», sagte Taubitz.

NORDISCHE KOMBINATION: Die deutschen Kombinierer sind auf dem Weg zur Heim-WM in Oberstdorf weiter in ordentlicher Form. Nachdem Vinzenz Geiger und Fabian Rießle am Samstag Zweite im Teamsprint wurden, verpassten Johannes Rydzek (4.), Rießle (5.) und Geiger (6.) am Sonntag nur knapp das Podest. Den Sieg sicherte sich Akito Watabe aus Japan, der in der Loipe sogar Norwegens Dominator Jarl Magnus Riiber distanzieren konnte. Riiber und Teamkollege Jörgen Graabak hatten den Teamsprint am Samstag gewonnen.

SHORTTRACK: Großartiger Erfolg für Anna Seidel bei der EM in Danzig: Die Dresdnerin holte mit Silber erstmals eine Medaille im Mehrkampf und sicherte sich insgesamt gleich dreimal Edelmetall. Über 1500 Meter hatte sie Silber erkämpft, über 1000 Meter am Sonntag Bronze. «Ich habe schon im Training gewusst, dass ich gut drauf bin. Ich freue mich riesig über die Medaillen», meinte die beste deutsche Kurzstrecken-Eissprinterin.

EISSCHNELLLAUF: Nur eine Woche nach dem Gewinn von EM-Bronze hat Joel Dufter seinen ersten Podestplatz im Weltcup nur knapp verpasst. In Heerenveen sprintete der 25 Jahre alte Inzeller am Sonntag in 1:08,23 Minuten auf Platz vier über 1000 Meter. Auf den langen Strecken liefen Patrick Beckert und Claudia Pechstein in die Top 10. Der WM-Dritte über 10.000 Meter war mit dem achten Platz über 5000 Meter in 6:18,27 Minuten zufrieden, Pechstein wurde Zehnte.

LANGLAUF: Ordentliche Platzierungen im Einzel, knapp am Podest vorbei in der Staffel: Die deutschen Langläufer haben ein solides Wochenende im finnischen Lahti hinter sich. Friedrich Moch (10.) und Katharina Hennig (13.) waren im Skiathlon am Samstag die besten Deutschen, in den Staffeln gab es am Sonntag die Ränge vier (Männer) und sechs (Frauen). Die Rückkehrer aus Norwegen, die coronabedingt seit November nicht mehr am Start waren, räumten in Lahti alle vier Siege ab.

SNOWBOARD: Bei den hochklassigen Laax Open in der Schweiz sorgen zwei Deutsche in der Halfpipe für Aufsehen: André Höflich (Rosenheim) schrammte als Vierter nur ganz knapp am ersten Weltcup-Podium vorbei, feierte aber dennoch den größten Erfolg seiner Karriere. Leilani Ettel (Pullach) gelang das erste Finale überhaupt und dann Rang fünf. Es gewannen Yuto Totsuka aus Japan und US-Olympiasiegerin Chloe Kim. Die Snowboardcrosser überzeugen dagegen nicht. Die vier Events im italienischen Ort Chiesa in Valmalenco waren die einzigen Weltcups vor der WM im Februar.

SKI FREESTYLE: Den deutschen Skicrossern gelang beim Weltcup in Idre Fjäll in Schweden in beiden Rennen jeweils ein Finaleinzug - Niklas Bachsleitner aus Partenkirchen bejubelte am Samstag dann auch Rang drei und den ersten Podestplatz seiner Weltcup-Karriere. Am Sonntag schrammte der Allgäuer Cornel Renn im Finale der besten Vier an dem Podiumsrängen vorbei. Es war jeweils keine deutsche Frau am Start.

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