Wintersport kompakt

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

BERLIN: Die Snowboarderinnen erleben ein emotionales Heim-Finale. Ein deutscher Nordischer Kombinierer beendet die Saison mit einem Podestplatz. Die deutschen Skispringerinnen verpassen diesen.

BIATHLON: Franziska Preuß hat sich im letzten Saisonrennen den dritten Platz im Gesamtweltcup gesichert. Als Dritte im Massenstart schob sich die 27-Jährige am Sonntag in Östersund erstmals in ihrer Karriere auf das Gesamt-Podest nach vorne. Es gewann Ingrid Landmark Tandrevold aus Norwegen, Zweite wurde Dsinara Alimbekawa aus Belarus. Der Norweger Johannes Thingnes Bö holte anschließend zum dritten Mal nacheinander den Gesamtweltcup bei den Männern, dafür reichte ein dritter Platz im Massenstart. Der Tagessieg ging an den Franzosen Simon Desthieux. Bester Deutscher wurde Benedikt Doll als Fünfter. Der 30-Jährige lag vor dem letzten Schießen noch aussichtsreich auf Rang zwei, musste dann aber dreimal in die Strafrunde.

SKI ALPIN: Der alpine Weltcup-Winter geht ohne vordere Plätze für die deutschen Athleten zu Ende. Stefan Luitz als Zehnter im Riesenslalom und Linus Straßer auf Platz neun im Slalom schaffen es in Lenzerheide immerhin in die Top Ten. Es jubeln andere, vor allem Petra Vlhova und Alexis Pinturault über die Triumphe im Gesamtweltcup. Der Franzose sichert sich mit seinem Sieg am Samstag zudem die kleine Kugel im Riesenlalom-Disziplinweltcup. Bei den Frauen geht der Tageserfolg und der Pokal im Slalom an Katharina Liensberger aus Österreich. Deren Teamkollege Manuel Feller rast im Männer-Slalom am Sonntag auf Platz eins. Den Damen-Riesentorlauf gewinnt Alice Robinson aus Neuseeland.

SNOWBOARD: Deutschlands Ausnahme-Boarderinnen erleben ein Heim-Finale voller Emotionen und Erfolge. Ramona Hofmeister sichert sich wie im Vorjahr den Sieg im Gesamtweltcup, auch wenn es im Parallel-Slalom nicht auf das Podest geht. Dort steht dafür Selina Jörg als Zweite, und das bei ihrem letzten Einzelrennen vor dem Karriereende. Im Teamevent am Sonntag springt für die zweimalige Weltmeisterin aus dem Allgäu an der Seite von Stefan Baumeister nochmal Rang drei heraus. Unter Tränen verabschieden sich Jörg und auch die ebenfalls zurückgetretenen Teamkollegin Cheyenne Loch vom Leistungssport. Ein Coup gelingt am Abend André Höflich, der in der Halfpipe in Aspen Dritter wird, seinen ersten Weltcup-Podestrang feiert und dabei sogar den dreimaligen Olympiasieger und US-Superstar Shaun White schlägt.

NORDISCHE KOMBINATION: Zum Abschluss nochmal aufs Podest: Fabian Rießle beschert den deutschen Nordischen Kombinierern Platz drei beim Saisonfinale. Der 30-Jährige muss sich am Sonntag in Klingenthal nur dem norwegischen Sieger und Gesamtweltcup-Gewinner Jarl Magnus Riiber und dessen Landsmann Espen Björnstad geschlagen geben. Der Oberstdorfer Vinzenz Geiger verteidigt seinen zweiten Rang im Gesamtklassement gegen den Japaner Akito Watabe. Dafür reicht Geiger Platz sechs am Sonntag. Riiber hatte sich schon in den beiden vergangenen Jahren in der Gesamtwertung klar durchgesetzt. Auch in dieser Saison war er der alles überragende Kombinierer.

SKISPRINGEN: Auf den ersten Podestplatz in dieser Weltcup-Saison müssen die deutschen Skispringerinnen auch nach der vorletzten Station weiter warten. Katharina Althaus belegt am Sonntag im russischen Nischni Tagil als beste Sportlerin aus dem Team von Bundestrainer Andreas Bauer den siebten Platz. Den Sieg sichert sich die Österreicherin Marita Kramer vor Nika Kriznar aus Slowenien und der Japanerin Sara Takanashi. Durch ihren zweiten Platz erobert Kriznar die Führung im Gesamtweltcup und liegt nun vor dem Final-Wochenende in Tschaikowski (Russland) ganz knapp vor Takanashi.

SKI FREESTYLE: Für das DSV-Team geht der Weltcup-Winter mit einem historischen Erfolg zu Ende. In Veysonnaz schaffen es erstmals in der Geschichte drei Männer in das große Finale. Am Ende jubelt Florian Wilmsmann über den Sieg, Tim Hronek schnappt sich Platz drei. Für Cornel Renn bleibt der vierte Platz. «Fantastisch», sagte der Sieger. «Ich wollte einfach Spaß haben. Ich war so happy, mit Cornel und Tim im Big Final zu sein. Das sind zwei meiner besten Freunde.»

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