Das bringt der Montag

Das bringt der Montag

Assange-Prozess: Nächste Anhörung zum US-Auslieferungsantrag

LONDON: Die Anhörung zum US-Antrag auf Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange wird am Montag in London nach monatelanger Pause wegen der Corona-Pandemie fortgesetzt. Die US-Justiz wirft dem 49-Jährigen vor, der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Bei einer Verurteilung in allen Anklagepunkten drohen ihm bis zu 175 Jahre Haft. Die Wikileaks-Enthüllungen hatten auch zur Aufdeckung von Kriegsverbrechen durch amerikanische Soldaten geführt.


«Zukunftskommission» für die Landwirtschaft startet

BERLIN: Eine neue Kommission der Bundesregierung nimmt am Montag (11.00 Uhr) Beratungen über die künftige Ausrichtung der Landwirtschaft in Deutschland auf. An dem Auftakttreffen in Berlin nimmt auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) teil, die das beratende Gremium Ende vergangenen Jahres angesichts bundesweiter Bauernproteste vorgeschlagen hatte. Der «Zukunftskommission» gehören Vertreter von Landwirtschaft, Handel und Ernährungsbranche, Verbraucher-, Umwelt- und Tierschützer sowie Wissenschaftler an.


Anwälte von Stephan Ernst sagen im Lübcke-Prozess aus

FRANKFURT/MAIN: Um die unterschiedlichen Geständnisse des Hauptangeklagten geht es an diesem Montag im Prozess um den Mordfall Lübcke. Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt (11.00 Uhr) sollen ein früherer Anwalt von Stephan Ernst und ein aktueller Pflichtverteidiger aussagen. Außerdem will das Gericht erneut Ernst selbst befragen. Hintergrund ist die Rolle des Mitangeklagten Markus H. in den verschiedenen Geständnissen, bei denen Ernst von jeweils unterschiedlichen Anwälten beraten worden war. Stephan Ernst soll im Juni 2019 aus rechtsextremistischen Motiven Kassels Regierungspräsidenten Walter Lübcke erschossen haben.


Zweiter Prozess zu «Gruppe Freital» am Oberlandesgericht Dresden

DRESDEN: Knapp zweieinhalb Jahre nach den ersten Urteilen gegen Mitglieder der rechtsextremen «Gruppe Freital» verhandelt der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Dresden erneut. Im zweiten Prozess um rechten Terror müssen sich ab Montag (09.30 Uhr) vier weitere mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer vor dem Staatsschutzsenat verantworten. Die drei 27, 31 und 53 Jahre alten Männer und eine 31-Jährige - sie stammen aus Dresden, Freital und Dippoldiswalde - sollen sich an einigen Taten der Gruppierung beteiligt haben: Ihnen wird Beihilfe zum versuchten Mord, Sprengstoffexplosion, Sachbeschädigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen.


Gillamoos im Internet - Scheuer und Aiwanger wagen Corona-Experiment

ABENSBERG: Trotz der Corona-Schutzauflagen wollen zumindest CSU und Freie Wähler der Absage des Gillamoos-Volksfests mit Reden im Internet trotzen. Ab 10.00 Uhr übertragen beide Parteien an diesem Montag ihre Veranstaltung per Live-Stream. Dabei muss der Redner der CSU, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, nicht einmal gänzlich auf Zuhörer mit Bierkrug in Sichtweite verzichten: Rund 80 geladene und handverlesene Parteifreunde dürfen in der Festhalle Bayernland in Abensberg mit dabei sein.


Bundesamt informiert über deutschlandweiten Warntag

BONN: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) informiert am Montag (12.00 Uhr) über den ersten bundesweiten Probealarm seit der Wiedervereinigung am kommenden Donnerstag (10. September). Dabei sollen unterschiedlichste Warnmöglichkeiten für den Katastrophenfall getestet werden, etwa Sirenen, Durchsagen per Lautsprecher, Mitteilungen über soziale Medien und Warn-Apps sowie digitale Werbetafeln.


Prozess gegen Clanchef: Rapper Bushido weiter im Zeugenstand

BERLIN: Der Prozess gegen einen Clanchef und drei seiner Brüder um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil des Rappers Bushido geht am Montag (9.30 Uhr) am Landgericht Berlin weiter. Die seit drei Verhandlungstagen laufende Zeugenbefragung des Musikers soll fortgesetzt werden. Der 41-Jährige - mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi - hatte sich zuletzt zu geschäftlichen Beziehungen mit dem Hauptangeklagten geäußert.

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