Das bringt der Montag

Grafik: DER FARANG
Grafik: DER FARANG

Außenminister wollen neue Russland-Sanktionen beschließen

BRÜSSEL: Die Außenministerinnen und Außenminister der 27 EU-Staaten wollen an diesem Montag bei einem Treffen in Brüssel einen neuen Rechtsrahmen zur Sanktionierung schwerer Menschenrechtsverletzungen in Russland beschließen. Er soll es unter anderem ermöglichen, Strafmaßnahmen gegen Personen und Organisationen zu erlassen, die für die Unterdrückung der Opposition in dem Land verantwortlich sind. Dazu gehören das Einfrieren von in der EU vorhandenen Vermögenswerten und Einreiseverbote.


Frankreichs Präsident setzt Staatsbesuch in Sachsen fort

DRESDEN: Im Rahmen seines Staatsbesuches in Deutschland ist der französische Präsident Emmanuel Macron am Montag in Dresden und im benachbarten Moritzburg zu Gast. Nach einer Kranzniederlegung am Denkmal für die ermordeten Juden Europas am Morgen (9.00 Uhr) in Berlin reist Macron gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Sachsen. Dort wird er zunächst am Schloss Moritzburg von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) begrüßt (13.00 Uhr). Am Abend hält Macron eine europapolitische Rede vor der Dresdner Frauenkirche. Dort werden Tausende Jugendliche aus Sachsen, Polen, Tschechien und Frankreich erwartet.


«Schutzschild Ost»: Polen will Plan zur Grenzsicherung vorstellen

WARSCHAU: Polens Regierungschef Donald Tusk will am Montag (9.30 Uhr) Details zur geplanten Befestigung der Ostgrenze seines Landes bekanntgeben. Der Plan mit dem Namen «Schutzschild Ost» sieht Investitionen in Höhe von umgerechnet mehr als 2,3 Milliarden Euro in die Sicherung der Grenze vor, die auch eine EU-Außengrenze ist. Vorgesehen seien «Befestigungen und Geländeveränderungen, die die Mobilität eines potenziellen Angreifers sehr erschweren werden», sagte Tusk bereits am Freitag in Bialystok im Osten des Landes.


Geständiger Offizier: Urteil gegen mutmaßlichen Spion erwartet

DÜSSELDORF: Ein Bundeswehroffizier muss an diesem Montag (10.30 Uhr) in Düsseldorf mit seiner Verurteilung wegen Spionage für Russland rechnen. Der 54-Jährige hatte am Oberlandesgericht ein Geständnis abgelegt. Die Bundesanwaltschaft hat dreieinhalb Jahre Haft gegen ihn beantragt. Der Hauptmann soll sich Russland «fast penetrant angedient» haben, um den russischen Streitkräften einen Vorteil zu verschaffen. Dabei habe er militärisch sensible Informationen verraten. Etwa im gleichen Zeitraum war der 54-Jährige in die AfD eingetreten.


Prozess gegen mutmaßlichen «Reichsbürger» beginnt in Hamburg

HAMBURG: Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg beginnt am Montag (11.30 Uhr) ein Prozess gegen einen mutmaßlichen «Reichsbürger». Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem 66-Jährigen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens vor. Der Angeklagte aus dem Raum Bad Bramstedt (Kreis Segeberg) soll sich der sogenannten «Kaiserreichsgruppe» angeschlossen haben, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Diese habe das Ziel verfolgt, in Deutschland ein autoritär geprägtes Regierungssystem nach dem Vorbild der Verfassung des Deutschen Reiches von 1871 zu errichten.


Nach langer Pause: Wieder Gipfel zwischen Südkorea, China und Japan

SEOUL: Erstmals seit viereinhalb Jahren halten die drei ostasiatischen Wirtschaftsmächte China, Japan und Südkorea an diesem Montag wieder einen gemeinsamen Gipfel ab. Zu dem Treffen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul kommt Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol mit dem japanischen Ministerpräsidenten Fumio Kishi und seinem chinesischen Amtskollegen Li Qiang zusammen. Ziel ist es, die trilaterale Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen einschließlich der Wirtschaft und des Handels zu verbessern. Auch soll es laut Angaben des südkoreanischen Gastgebers um Maßnahmen gegen den Klimawandel und die Kooperation beim Katastrophenmanagement gehen.


EU-Ernährungsminister sprechen über Ausweitung von Herkunftsangaben

BRÜSSEL: Die EU-Agrarministerinnen und -minister sprechen diesen Montag bei einem Treffen in Brüssel (ab 10.00 Uhr) über eine Initiative Deutschlands und Österreichs für mehr Herkunftskennzeichnungen von Lebensmitteln. Die beiden Länder erhoffen sich davon, dass Verbraucherinnen und Verbraucher besser informiert und Bauern gestärkt werden. «Alle profitieren davon, wenn im Prospekt, an der Theke oder im Hofladen mit der Herkunft von Lebensmitteln geworben wird», sagte Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir vor dem Treffen.


WHO-Jahrestreffen nach vorläufigem Scheitern von Pandemie-Abkommen

GENF: Überschattet vom vorläufigen Scheitern eines Pandemie-Abkommens beginnt an diesem Montag in Genf das Jahrestreffen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Als Höhepunkt der Versammlung war die feierliche Verabschiedung eines Abkommens vorgesehen, das ein weltweites Chaos wie bei der Corona-Pandemie künftig verhindern sollte. Aber die Unterhändler der 194 Mitgliedsländer konnten sich bis zum Schluss nicht auf einen von allen akzeptierten Text einigen. Nun soll auf der Tagung beschlossen werden, wie es weitergehen soll.


Düsseldorf vor siebtem Bundesliga-Aufstieg, Bochum vor siebtem Abstieg

DÜSSELDORF: Fortuna Düsseldorf kann sich als erster Zweitligist zum zweiten Mal in der Relegation den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga sichern. Der Zweitligadritte trifft am Montagabend (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky) im Rückspiel in der Düsseldorfer EM-Arena auf den VfL Bochum und kann nach dem 3:0-Hinspielerfolg zum insgesamt siebten Mal den Aufstieg in die erste Liga schaffen. Für die Revierelf wäre es nach drei Jahren in der Bundesliga der siebte Abstieg aus der ersten Liga.


Erstes EM-Training des DFB-Teams vor 15.000 Fans in Jena

JENA/BLANKENHAIN: 18 Tage vor dem EM-Eröffnungsspiel gegen Schottland startet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Montag (16.30 Uhr) in Jena mit einem öffentlichen Training in die Vorbereitung auf das Heim-Turnier. Die 15.000 Gratis-Tickets für den Auftritt der DFB-Auswahl im Stadion des Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena waren schnell vergriffen.


Zverev fordert Nadal in der ersten Runde der French Open

PARIS: Bei den French Open kommt es am Montag zum mit Spannung erwarteten Erstrunden-Match der Tennisstars Alexander Zverev und Rafael Nadal. Der Hamburger Zverev geht nach seinem Triumph beim Masters-1000-Turnier in Rom als Favorit ins Duell mit dem spanischen Rekordsieger von Paris, der seit seinem jüngsten Comeback Mitte April nur durchwachsene Leistungen auf Sand gezeigt hat. Es ist höchstwahrscheinlich Nadals letzter Start beim traditionell zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres.

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