Das bringt der Freitag

Das bringt der Freitag

Steinmeier bei Festakt zu 75 Jahre Nürnberger Prozesse

NÜRNBERG: Mit einem Festakt erinnert die Stadt Nürnberg am Freitag (19.00 Uhr) an den 75. Jahrestag des Beginns der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse. Als Ehrengast wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet. Wegen der Corona-Krise ist die Veranstaltung nicht öffentlich. Stattdessen wird sie im Internet übertragen. Es sind unter anderem Video-Botschaften von Zeitzeugen geplant. Am 20. November 1945 schrieb Nürnberg Weltgeschichte. Damals stellten die Alliierten ranghohe Nazi-Kriegsverbrecher, darunter Rudolf Heß und Hermann Göring, vor ein internationales Strafgericht.


Dreitägiger Online-Parteitag: Grüne beraten Grundsatzprogramm

BERLIN: Die Grünen kommen am Freitag (17.00 Uhr) zu einem dreitägigen Bundesparteitag zusammen - wegen der Corona-Pandemie in einer großen Videokonferenz. Bis zum Sonntag wollen mehrere Hundert Delegierte über das neue Grundsatzprogramm beraten und abstimmen. Nur Parteivorstand und Präsidium sind in einer Berliner Halle vor Ort, die gleichzeitig als Sendezentrale dient. Der Freitag beginnt mit einer Rede von Parteichefin Annalena Baerbock, als Gast soll auch die Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowskaja aus Belarus sprechen.


Weitere Corona-Regeln für Kurzarbeit werden verlängert

BERLIN: Damit Unternehmen in der Krise möglichst keine Beschäftigten entlassen, sollen weitere Corona-Sonderregeln für die Kurzarbeit bis Ende nächsten Jahres verlängert werden. Der Bundestag stimmt an diesem Freitag über das sogenannte Gesetz zur Beschäftigungssicherung ab. Es sieht vor, dass das Kurzarbeitergeld auch im kommenden Jahr ab dem vierten Bezugsmonat von seiner üblichen Höhe, 60 des Lohns, auf 70 Prozent erhöht wird - für Berufstätige mit Kindern von 67 auf 77 Prozent. Ab dem siebten Monat soll es 80 beziehungsweise 87 Prozent geben.


Bundestag debattiert über Bedrängung von Abgeordneten

BERLIN: Der Bundestag debattiert an diesem Freitag zum Beginn seiner Sitzung in einer Aktuellen Stunde über die Vorgänge rund um die Abstimmung über das Infektionsschutzgesetz am Mittwoch. Dabei waren auf den Fluren des Reichstagsgebäudes Abgeordnete von Besuchern bedrängt, gefilmt und beleidigt worden. Dies passierte unter anderem Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und dem FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle. Im Fall von Altmaier filmten die Störer die Aktion und stellten das Video ins Internet.


Corona-Massentest in Südtirol startet

BOZEN: Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus startet die Landesregierung in Südtirol in Norditalien am Freitag (8.00 Uhr) einen kostenlosen Corona-Massentest. Die Aktion unter dem Motto «Südtirol testet» läuft über drei Kerntage. Die Provinz Bozen-Südtirol hofft, dass bis Sonntag rund zwei Drittel der Bürger an den Antigen-Schnelltests teilnehmen. Das wären etwa 350.000 Menschen. Die Teilnahme ist freiwillig. Die kleine Alpen-Provinz, die ein beliebtes Reiseziel ist, geht damit in Italien einen Sonderweg.


Weltraumrat berät über Europas Rolle im All

PARIS: Die für Raumfahrt zuständigen Minister der EU-Staaten sowie Vertreter der Europäischen Weltraumorganisation Esa wollen am Freitag (12 Uhr) über Europas Rolle im All beraten. Deutschlands Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wird unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft den Vorsitz des Rates übernehmen. Die Veranstaltung findet wegen der Corona-Pandemie online statt. Die Minister wollen darüber sprechen, wie die EU die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Raumfahrtindustrie stärken kann.


Asien-Pazifik-Gipfel beginnt - Schaltet sich Trump auch dazu?

KUALA LUMPUR: Staats- und Regierungschefs der asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) kommen an diesem Freitag zu einem Gipfel unter dem Vorsitz Malaysias zusammen. Wegen der Corona-Pandemie finden die Beratungen der 21 Staaten per Video statt. Während Russlands Präsident Wladimir Putin teilnimmt, war bis zuletzt noch unklar, ob sich auch US-Präsident Donald Trump zuschaltet.


Katholiken wollen Zeichen gegen Islamfeindlichkeit setzen

BONN: Katholische Laienvertreter wollen sich an diesem Freitag gegen antimuslimische Hetze positionieren. Bei der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) wird eine Erklärung vorgestellt, in der Christen und Muslime gemeinsam gegen Islamfeindlichkeit Stellung beziehen. Ein brasilianischer Bischof soll den Teilnehmern einen Außenblick auf den derzeitigen Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland eröffnen.


Evangelischer Pastor wegen Volksverhetzung vor Gericht

BREMEN: Vor dem Amtsgericht Bremen beginnt am Freitag (9.00 Uhr) ein Prozess gegen einen evangelischen Pastor wegen mutmaßlicher Volksverhetzung. Laut Anklage soll der Pastor Olaf Latzel bei einem Eheseminar im Oktober 2019 Homosexuelle pauschal als Verbrecher und Homosexualität als «Degenerationsform der Gesellschaft» bezeichnet haben. Einzelne Passagen des auch im Internet veröffentlichten Vortrags wertete die Staatsanwaltschaft als volksverhetzend.


Nach 22 Jahren: Urteil im Mordfall Nicky Verstappen

MAASTRICHT: 22 Jahre nach dem gewaltsamen Tod des elfjährigen niederländischen Jungen Nicky Verstappen wird ein Urteil gefällt. Nach einem aufsehenerregenden Indizienprozess entscheidet das Gericht am Freitag, ob der Angeklagte Jos B. den Jungen entführt, missbraucht und getötet hat. Der kleine Nicky war im August 1998 in der Brunssummerheide in der Nähe der deutsch-niederländischen Grenze bei Aachen tot gefunden worden. Der Fall hatte auch in Deutschland Bestürzung ausgelöst.


Lastwagen-Unfallfahrt in Limburg: Urteil soll verkündet werden

LIMBURG: Im Prozess um einen mutmaßlich absichtlich verursachten Lastwagen-Unfall mit mehreren Verletzten mitten in Limburg wird an diesem Freitag das Urteil erwartet. Zuvor (ab 9.30 Uhr) sind die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung geplant. Dem Angeklagten wird versuchter Mord vorgeworfen. Er soll im Oktober 2019 einen Lkw-Fahrer aus dessen Fahrzeug gezogen und sich selbst hinters Steuer gesetzt haben. Der aus Syrien stammende Flüchtling soll dann an einer Ampel absichtlich gegen vor ihm stehende Wagen gefahren sein.


Gericht entscheidet Kostenstreit bei «Gorch Fock»-Sanierung

BREMEN: In einem millionenschweren Streit über Baukosten am Segelschulschiff «Gorch Fock» soll am Freitag (9.00 Uhr) eine Entscheidung des Landgerichts Bremen fallen. Der Zivilprozess ist ein Nebenstrang in der langen und verwickelten Generalüberholung des Marineschiffs, bei der die Kosten völlig aus dem Ruder gelaufen sind. Eine beteiligte Werft, die Bredo Dockgesellschaft in Bremerhaven, fordert 10,5 Millionen Euro für Arbeit, Material und Dockkosten. Beklagt ist der Bund, der jede Zahlung an den Subunternehmer ablehnt.


Todkranken Vermieter betrogen? Urteil im Prozess gegen Polizisten

WÜRZBURG: Im Prozess um einen wegen Betruges angeklagten Polizisten vor dem Amtsgericht Würzburg soll am Freitag (10.30 Uhr) das Urteil fallen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 42-Jährigen vor, seinen krebskranken Vermieter um fast 70.000 Euro betrogen zu haben. Nach Gerichtsangaben hatte der Mann dem 42-Jährigen eine Vorsorgevollmacht erteilt. Der Angeklagte habe die häusliche Pflege des Geschädigten organisiert. Der Vermieter war wenige Monate, nachdem er seinen Untermieter angezeigt hatte, gestorben.


Klassik Stiftung Weimar zieht erste Bilanz zur Neuausrichtung

WEIMAR: Mehr als ein Jahr nach dem Antritt ihrer neuen Präsidentin Ulrike Lorenz hat die Klassik Stiftung Weimar die Vorstellung eines neuen Leitbilds angekündigt. Darüber sowie über strukturelle und personelle Änderungen in einer der größten Kulturstiftungen Deutschlands soll am Freitag (11.00 Uhr) in einer Online-Konferenz informiert werden. Als Lorenz vor einem Jahr im August den Posten in Weimar übernahm, kündigte sie an, die Stiftung unter anderem politischer aufstellen zu wollen.


Zverev spielt bei ATP Finals gegen Djokovic um Halbfinaleinzug

LONDON: Alexander Zverev kämpft bei den ATP Finals in London am Freitag gegen Novak Djokovic um den Einzug ins Halbfinale. Gewinnt Deutschlands bester Tennisspieler gegen den Weltranglisten-Ersten aus Serbien, steht er wie in den vergangenen beiden Jahren in der Runde der letzten Vier. Sowohl Zverev als auch Djokovic haben dieses Jahr beim Saisonabschluss der besten acht Spieler bislang je ein Spiel gewonnen und eine Partie verloren.

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