Das bringt der Donnerstag

Das bringt der Donnerstag

Erster bundesweiter Warntag - Vorbereitung auf Katastrophenfall

BONN: Erstmals seit der Wiedervereinigung wird in Deutschland am Donnerstag ein bundesweiter Warntag abgehalten. Dabei sollen unterschiedliche Warnmöglichkeiten für den Katastrophenfall getestet werden, etwa Sirenen, Durchsagen per Lautsprecher, Mitteilungen über die sozialen Medien und Warn-Apps sowie digitale Werbetafeln. Der Probealarm beginnt um 11.00 Uhr. Um 11.20 Uhr soll die Entwarnung folgen.


Steuerschätzer veröffentlichen Prognose für 2021

BERLIN: Bund, Länder und Kommunen müssen wegen der Corona-Pandemie mit deutlich weniger Steuereinnahmen auskommen. Wie groß die Einbußen in diesem und dem kommenden Jahr sind, sagen am Donnerstag (15.00 Uhr) die Steuerschätzer voraus. Der Arbeitskreis kommt wegen der Pandemie zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Die Steuerschätzung ist eine wichtige Grundlage für den Bundeshaushalt 2021, den Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am 23. September dem Kabinett vorlegen will.


Bundestag debattiert über Kindergeld

BERLIN: Der Bundestag berät an diesem Donnerstag zum ersten Mal über die geplante Erhöhung des Kindergelds im kommenden Jahr. Den Plänen der Bundesregierung zufolge soll es für das erste und zweite Kind um 15 auf jeweils 219 Euro angehoben werden. Für das dritte Kind soll es ab Januar 225 und für das vierte und jedes weitere Kind jeweils 250 Euro pro Monat geben. Parallel dazu werden die Kinderfreibeträge angehoben, was Familien, die kein Kindergeld beziehen, steuerlich entlastet.


London und Brüssel ringen um Einigung für Handelspakt

LONDON/BRÜSSEL: Die Chef-Unterhändler der Europäischen Union und Großbritanniens kommen am Donnerstag in London zum letzten Tag ihrer Verhandlungen über einen Handelspakt zusammen. Die dreitägige Gesprächsrunde zwischen Michel Barnier und David Frost ist von heftiger Kritik an den jüngsten Plänen des britischen Premierministers Boris Johnson überschattet. Es ist bereits die achte Gesprächsrunde über ein Handelsabkommen für die Zeit nach der Brexit-Übergangsphase - in den vorherigen sieben waren kaum Fortschritte erzielt worden.


EZB entscheidet über weiteres Vorgehen in Corona-Krise

FRANKFURT/MAIN: Europas Währungshüter stemmen sich mit Milliarden gegen die beispiellose Konjunkturkrise infolge der Corona-Pandemie. Volkswirte gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer Ratssitzung an diesem Donnerstag trotz bedenklich niedriger Inflation zunächst nicht noch einmal nachlegt. Die Ergebnisse der Beratungen in Frankfurt gibt die Notenbank am Nachmittag (13.45 Uhr) bekannt.


Belarus-Protest: Oppositionelle Kolesnikowa soll verhört werden

MINSK: Nach ihrer Entführung und Verhaftung in Belarus (Weißrussland) soll die Oppositionelle Maria Kolesnikowa an diesem Donnerstag von Ermittlern vernommen werden. Sie ist die einzige politische Gefangene bisher, die sich wegen des Versuchs der illegalen Machtergreifung verantworten soll. Ihre Anwältin Ljudmila Kosak bezeichnete die Vorwürfe als «absurden» Versuch, Andersdenkende mundtot zu machen. Kolesnikowa drohen Medien zufolge im Fall einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft.


Macron will bei «Mittelmeer»-Gipfel über Spannungen sprechen

AJACCIO: Vor dem Hintergrund gefährlicher Spannungen im östlichen Mittelmeer kommen am Donnerstag (17.00 Uhr) Staats- und Regierungschefs aus sieben südlichen EU-Staaten auf der französischen Insel Korsika zusammen. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron will als Gastgeber des informellen Gipfeltreffens in Ajaccio über die umstrittene Erdgassuche im östlichen Mittelmeer, die Lage im Bürgerkriegsland Libyen und die Migration im Mittelmeergebiet beraten.


Erneut Aussage von Anwalt des Angeklagten im Lübcke-Prozess

FRANKFURT/MAIN: Erneut wird ein ehemaliger Anwalt des Hauptangeklagten im Prozess um den Mordfall Lübcke aussagen. Der Zeuge wird an diesem Donnerstag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main erwartet (Verhandlungsbeginn 10.00 Uhr). Am Montag hatten bereits ein ehemaliger und ein aktueller Verteidiger von Stephan Ernst ausgesagt, um den Hintergrund der unterschiedlichen Geständnisse des Hauptangeklagten zu beleuchten.


Umfrage im Pandemie-Jahr zeigt «Ängste der Deutschen»

BERLIN/WIESBADEN: Was macht den Bundesbürgern am meisten Angst? Seit 1992 lässt die R+V-Versicherung diese Frage einmal im Jahr in einer repräsentativen Umfrage beantworten. In der Corona-Pandemie gilt es als besonders spannend, ob und wie sich Werte verändert haben. Die Ergebnisse der Befragung, die im Juni und Juli lief, werden an diesem Donnerstag (11.00 Uhr) in Wiesbaden vorgestellt.


Gericht berät über Vaterschaftsklage gegen Belgiens Ex-König

BRÜSSEL: Ein Brüsseler Gericht berät am Donnerstag (14.00 Uhr) über die Vaterschaftsklage der Künstlerin Delphine Boël gegen den ehemaligen König Albert II. Die 52 Jahre alte Künstlerin kämpft seit Jahren darum, als uneheliche Tochter des ehemaligen Monarchen anerkannt zu werden. Nach einem DNA-Test hatte der heute 86-jährige Albert im Januar über seine Anwälte bereits eingestanden, Boëls biologischer Vater zu sein.


Naturschutzbund stellt Vision für emissionsfreie Kreuzschifffahrt vor

HAMBURG: Der Naturschutzbund Nabu stellt am Donnerstag (10.30 Uhr) in Hamburg sein aktuelles Kreuzfahrtranking vor. Dabei werten die Umweltschützer die geplanten und umgesetzten Maßnahmen der großen Kreuzfahrt-Reedereien für den Klimaschutz aus.


Wissler berichtet über Hintergründe für Kandidatur als Linken-Chefin

WIESBADEN: Hessens Linken-Fraktionschefin Janine Wissler will am Donnerstag (10.45 Uhr) in Wiesbaden über die Hintergründe ihrer Kandidatur als Bundesvorsitzende ihrer Partei informieren. Bei dem Treffen wird die 39-Jährige auch über ihre weitere Arbeit in Hessen sprechen.


Prozess um versuchten Mord nach Messerangriff auf Mitschülerin

BIELEFELD: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit beginnt am Donnerstag (09.30 Uhr) am Landgericht Bielefeld ein Prozess um einen Messerangriff unter zwei jungen Mädchen. Die Staatsanwaltschaft wirft der heute 15-jährigen Angeklagten versuchten Mord vor. Sie soll im April eine damals 15 Jahre alte Mitschülerin zu sich nach Hause gelockt und mit Messerstichen und Tritten lebensgefährlich verletzt haben. Das Motiv für die Tat ist bis heute unklar.


Entscheidung im Streit um stinkenden Ziegenbock erwartet

BAYREUTH: Wie stark stinkt ein Ziegenbock? Und wann ist der Geruch für Nachbarn nicht mehr zumutbar? Darüber soll am Donnerstag (09.00 Uhr) das Landgericht Bayreuth entscheiden. Vor Gericht will die Klägerin nicht die Ziegenhaltung der Nachbarn unterbinden, wie ihr Anwalt betonte. Doch sie möchte verhindern, dass der Geruch das Leben auf ihrem Grundstück wesentlich beeinträchtigt.


Von Schirachs neues Theaterstück wird uraufgeführt

BERLIN/DÜSSELDORF: Der Autor Ferdinand von Schirach hat mit «Gott» ein neues Theaterstück geschrieben, das sich mit dem selbstbestimmten Sterben auseinandersetzt. Die Uraufführung soll am Donnerstag (19.30 Uhr) parallel in zwei Häusern stattfinden: Am Berliner Ensemble übernimmt Intendant Oliver Reese die Regie, am Düsseldorfer Schauspielhaus Robert Gerloff.

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