Internationale Pressestimmen zum Großen Preis von Italien

Der niederländische Formel-1-Pilot Max Verstappen von Red Bull Racing in Aktion während des Sprintrennens beim Großen Preis von Italien. Foto: epa/Matteo Bazzi
Der niederländische Formel-1-Pilot Max Verstappen von Red Bull Racing in Aktion während des Sprintrennens beim Großen Preis von Italien. Foto: epa/Matteo Bazzi

BERLIN: Nach einem spektakulären Unfall der beiden WM-Rivalen Max Verstappen und Lewis Hamilton hat Daniel Ricciardo den Formel-1-Klassiker in Monza gewonnen. Zu dem Rennen schreiben internationale Medien:

GROßBRITANNIEN:

«The Telegraph»: «Die Anwesenheit von Italiens neuem 100-Meter-Olympiasieger Marcell Jacobs an der Startlinie vor dem zweiten «Sprintrennen» der Formel-1-Saison war eine nette Geste. Aber es konnte Lewis Hamilton nicht inspirieren. In Monzas Temple of Speed legte er einen ungewöhnlich schleppenden Start hin und hatte am Ende einen katastrophalen Tag.»

«The Independent»: «Das Gesprächsthema bleibt die Abwesenheit der großen Zwei an der Spitze der Fahrerwertung - verursacht durch den Crash der beiden, nachdem Max Verstappen im Kampf um den dritten Platz auf die Bordsteinkante gefahren war und sein Auto über Lewis Hamilton schoss, einer landete teilweise auf dem anderen und beide abseits der Strecke im Dreck.»

«Daily Mirror»: «Lewis Hamilton und Max Verstappen sind am Sonntag beim Großen Preis von Italien in der gleichen Kurve in Monza rausgeflogen, nachdem sie bei einem bizarren Vorfall zusammengestoßen waren.»

«The Guardian»: «Das Rennen in Monza wurde von Daniel Ricciardo für McLaren gewonnen, aber es war der Zwischenfall in der Rettifilo-Schikane am Ende der Start-Ziel-Geraden, der das Rennen bestimmte. Die beiden (Verstappen und Hamilton) waren gemeinsam in die beiden Kurven eingefahren. Verstappen versuchte zu überholen, kam aber auf die Randsteine, wodurch er auf Hamiltons Auto geworfen wurde.»

«Daily Mail»: «Zum Glück schützte der «Halo»-Kopfschutz an Hamiltons Mercedes wirksam seinen Kopf und rettete ihm möglicherweise das Leben.»

«The Sun»: «Monza-Chaos» («Monza Mayhem»)

ÖSTERREICH:

«Kronen Zeitung»: «Wie im Jahr 2020 war Monza auch heuer für eine Überraschung gut. Und wieder wurde es ein spektakulärer GP. Völlig unerwartet crashten sich die beiden Favoriten Max Verstappen und Lewis Hamilton aus dem Rennen. Danach gab es für den Australier Daniel Ricciardo praktisch freie Bahn. Am Ende gab es auch noch einen Paukenschlag, mit dem dritten Platz von Valtteri Bottas.»

«Kurier»: «WM-Duell eskaliert: Monza-Crash zwischen Hamilton und Verstappen»

SCHWEIZ:

«Blick»: «Der Supercrash der beiden Titeljäger!»

«Tages-Anzeiger»: «Und plötzlich liegt der Red Bull auf dem Mercedes»

ITALIEN

«Gazzetta dello Sport»: «Das Duell zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton wird immer schärfer. Ein Krieg ohne Rücksicht auf Verluste, der Geschichte schreiben könnte wie jene großen Schlachten der Vergangenheit zwischen Senna und Prost. (...) Seit Ewigkeiten sehnen wir so ein Duell herbei, um einer sterilen und von Spektakel befreiten Formel 1 den Sauerstoff zurückzugeben.»

«Tuttosport»: «Verstappen-Hamilton im Stile von Senna-Prost.»

«Corriere della Sera»: «Der neue Big Bang. (...) Max scheint nicht zu merken, dass er und nicht Hamilton der große Favorit auf den Titel ist. Jedesmal wenn der andere die Muskel spielen lässt, lässt er sich auf einen Zweikampf ein, ganz so als ob er in diesem einen Moment die Hierarchien ein für allemal klären müsste. (...) Hamiltons Taktik ist klar: diesen Zweikampf so lange wie möglich offen halten und von den mentalen Patzern des Rivalen profitieren. Und dabei waghalsige Manövern riskieren, die regelmäßig Verstappen zu einer Schlägerei animieren.»

SPANIEN

«El Periódico»: «Die Formel-1-WM geht in eine sehr heiße Endphase: Max Verstappen und Lewis Hamilton haben sich in Monza den Krieg erklärt.»

«El Mundo»: «Der Unfall von Hamilton und Verstappen hat für ein ungewöhnliches Podium gesorgt. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet McLaren den ersten Doppelsieg der Saison schaffen würde? Es ist der erste Triumph des Rennstalls seit 2012 in Brasilien. In Monza sind McLaren und Ricciardo wiederauferstanden.»

«La Vanguardia»: «Seit Jahren hatte die Formel 1 auf ein neues historisches Duell zwischen zwei Piloten gewartet, wie sie es früher gegeben hat. Nun gibt es endlich einen neuen Kampf zwischen zwei Monstern, die sich hassen: Lewis Hamilton und Max Verstappen.»

«AS»: «Neuer Zusammenstoß der Titanen. Dieser neue Unfall steigert die Spannung im Titelkampf auf ein unglaubliches Niveau.»

«Marca»: «Verstappen ist der Gewinner eines Wochenendes, an dem er am meisten zu verlieren hatte. Er baut seinen Vorpsrung in der Fahrer-Gesamtwertung auf fünf Punkte aus. Ist zwar praktisch nichts, aber: Monza ist keine Red-Bull-Strecke, es ist eine Mercedes-Strecke.»

«Mundo Deportivo»: «McLaren durfte jubeln. Aber die ganze Welt wird vor allem über einen Unfall sprechen, der eine Rivalität verstärkt, die nun historische Ausmaße annehmen kann.»

«Sport»: «Krieg zwischen Verstappen und Hamilton. Der Halo-Kopfschutz hat eine Tragödie verhindert.»

FRANKREICH

«L'Équipe»: «Das Bild könnte Anlass zum Lachen sein, wenn wir einem Drama nicht erneut knapp entgangen wären. Zwei Wagen von Meistern im Sand, einer über dem anderen, das könnte einen angesichts der Absurdität der Situation zum lachen bringen. Jedoch ist dieser Zusammenstoß von Max Verstappen und Lewis Hamilton nur haarscharf an der Katastrophe vorbei gegangen - wie schon im Juli in Silverstone, als Verstappen mit hoher Geschwindigkeit aus der Bahn geworfen wurde. (...) Die Chefs der beiden Männer waren sich am Sonntag einig, dass schnell ein Mittel gefunden werden muss, um das Spiel zu beruhigen, da der Kampf um den Titel ein besorgniserregendes Level erreicht hat.»

«Le Parisien»: «Die Spannung zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton war seit Monaten greifbar. Beim Grand Prix von Monza hat sie am Sonntagnachmittag vielleicht ihren Höhepunkt erreicht.»

«Le Monde»: «Der Niederländer, verrückt vor Wut nach einem komplett misslungenen Halt zwei Runden früher, sah, dass der Brite ihn zu überholen drohte. Im Streit, der folgte, berührten sich die beiden Piloten und das Auto des Niederländers stieg auf das von Hamilton. Nicht ein Wort, nicht ein Kontakt, nicht ein ausgetauschter Blick: die beiden Piloten waren gezwungen, aufzugeben.»

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