Aida Cruises beendet Asien-Saison

​Covid-19: Zahlen steigen weiter

Foto: epa/Kith Serey
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PEKING/PHNOM PENH (dpa) - Die ersten Passagiere gehen von Bord der «Westerdam». Aida Cruises beendet die Asien-Saison vorzeitig. Nach einer neuen Zählweise steigen in China die Infektionen auf fast 64 000. Was passiert bei der Rückreisewelle nach den Neujahrsferien?

Ein Ende der Covid-19-Epidemie ist weiter nicht in Sicht. Die Infektionen mit Sars-CoV-2 in China sind mit einer neuen Zählweise der Infektionen am Freitag wieder stark gestiegen. Landesweit sind derzeit in der offiziellen Statistik knapp 64 000 Infektionen erfasst, knapp 1400 Menschen starben demnach. Die Dunkelziffer liegt Experten zufolge aber deutlich höher. Die Rückreise von zig Millionen Chinesen, die nach den wegen Covid-19 verlängerten Ferien nun wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren, lässt neue Infektionswellen befürchten.

«Wir sind momentan nicht in der Lage, die Dynamik des Ausbruchs zu prognostizieren», sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Donnerstag in Berlin. Bisherige Daten deuten demnach darauf hin, dass die neue Lungenerkrankung Covid-19 in China ähnlich verläuft wie eine schwere Grippewelle. Der Berliner Virologe Christian Drosten erklärte, dass sich Sars-CoV-2 wie das Influenzavirus im Rachen vermehre, was es ansteckender mache als anfangs vermutet.

Ziel in Deutschland ist es nach RKI-Angaben, eine Erkrankungswelle hinauszuzögern. Möglichst vermieden werden soll demnach, dass eine Covid-19- und die derzeit auch in Deutschland laufende Grippewelle zusammenfallen. Drosten wies allerdings auf perspektivisch begrenzte Möglichkeiten der Eindämmung hin: «Irgendwann wird es wahrscheinlich dazu kommen, dass unbemerkte Infektionen plötzlich bemerkt werden.» Die derzeit aus China bekannten Zahlen seien mit Vorsicht zu genießen, betonten die Experten. «Es sind Trends», so Wieler.

Nach dem Nachweis von inzwischen mehr als 200 Infektionen auf der vor Yokohama in Quarantäne liegenden «Diamond Princess» zögern asiatische Länder, Kreuzfahrtschiffe überhaupt noch in ihre Häfen einlaufen zu lassen. Nachdem die «Westerdam» von Thailand, Taiwan, Japan, Guam und den Philippinen abgelehnt worden war, hatte das aus Hongkong kommende Schiff am Donnerstag in Sihanoukville in Kambodscha anlegen können. Unter den Passagieren waren nach Angaben der Reederei Holland America Line auch 57 Deutsche. Sars-CoV-2-Fälle gab es bisherigen Erkenntnissen zufolge an Bord nicht.

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