EU-Parlament fordert Fragebogen bei Einreisen

Foto: Pixabay
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STRAßBURG (dpa) - Vor einem Treffen der EU-Gesundheitsminister hat die Europäischen Volkspartei im Europaparlament eine einheitliche Reaktion der EU auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 gefordert.

Einzelne Mitgliedsstaaten gingen unterschiedlich vor, doch brauche man eine gemeinsame Strategie, sagte Fraktionschef Manfred Weber am Mittwoch in Straßburg. Die Fraktion schlug vor, dass jeder bei der Einreise in die Europäische Union einen Fragebogen ausfüllen muss, um einer weiteren Verbreitung des Virus besser vorzubeugen.

In dem Fragebogen sollten beispielsweise neben grundsätzlichen Kontaktdaten auch Reisen nach China und Asien eingetragen werden, erklärte der italienische EVP-Abgeordnete Antonio Tajani. Auch ob in den 30 Tagen vor Einreise Grippe-Symptome vorlagen, solle festgehalten werden. Falsche Angaben müssten geahndet werden, sagte Tajani.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides betonte in Brüssel, das Treffen der Gesundheitsminister am Donnerstag könne die Koordinierung voranbringen. Alle in der EU müssten ihre Anstrengungen erhöhen und mehr Klinik- und Laborkapazitäten, Diagnosefähigkeiten und Schutzkleidung organisieren. «Viren kennen keine Grenzen und es ist Zeit, dass die EU auf diese Herausforderung eng koordiniert und geeint reagiert», erklärte die Gesundheitskommissarin.

Die EU hat bei der Reaktion auf die Virus-Epidemie generell nur wenig Kompetenz, diese liegt primär bei den Mitgliedsstaaten selbst. Zum Corona-Sondertreffen der EU-Gesundheitsminister am Donnerstag in Brüssel wird auch Gesundheitsminister Jens Spahn erwartet.

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