Corona-Zahlen steigen stark an

Eine afghanische Frau atmet durch eine Sauerstoffmaske im afghanisch-japanischen Spezialkrankenhaus für Covid-19-Patienten in Kabul. Foto: epa/Jawad Jalali
Eine afghanische Frau atmet durch eine Sauerstoffmaske im afghanisch-japanischen Spezialkrankenhaus für Covid-19-Patienten in Kabul. Foto: epa/Jawad Jalali

KABUL: Inmitten einer dritten Welle der Corona-Pandemie steigen die Neuinfektionen in Afghanistan stark an. Das geht aus am Donnerstag veröffentlichten Zahlen des Gesundheitsministeriums in der Hauptstadt Kabul hervor. Wurden vor rund 20 Tagen noch 200 tägliche Neuinfektionen registriert, so waren es am Mittwoch bereits mehr als 1500.

Lokale Medien berichteten von Engpässen in Krankenhäusern bei der Versorgung, Sauerstoff und Betten für Patienten. Die US-Botschaft in Kabul stellte am Donnerstag mit Verweis auf den starken Anstieg der Zahlen eine Gesundheitswarnung für Afghanistan aus. Darin hieß es unter anderem, US-Bürger hätten berichtet, dass ihnen die Aufnahme in Krankenhäuser aus Platzmangel verweigert worden sei.

Ein Sprecher des Gouverneurs der Provinz Pandschir sagte zum lokalen TV-Sender ToloNews, das Pandschir-Tal sei aus Sorge vor der Verbreitung des Coronavirus für Touristen gesperrt worden.

Seit Anfang der Woche werden in Afghanistan mangels Impfstoffen zudem keine neuen Personen mehr zu Impfungen zugelassen. Aktuell könne man nur noch Personen impfen, die bereits die erste Teilimpfung hätten, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. Bisher hatte das Land mit geschätzten 37 Millionen Einwohnern 968.000 Impfdosen erhalten.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Afghanistan mehr als 76.000 Infektionen und mehr als 3050 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert. Es wird angenommen, dass die tatsächliche Zahl der Infektionen viel höher ist.

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