Corona-Warn-App bekommt Update

Die neue deutsche Smartphone 'Corona-Warn-App'. epa/Clemens Bilan
Die neue deutsche Smartphone 'Corona-Warn-App'. epa/Clemens Bilan

BERLIN: 16 Millionen Nutzer haben die Corona-Warn-App heruntergeladen. Aber kann man ihr wirklich vertrauen? Nach Problemen gibt es nun ein Update.

Nach technischen Problemen auf verschiedenen Smartphones hat die vielgenutzte deutsche Corona-Warn-App ein Update bekommen. Mit der neuesten Version sollen technische Schwierigkeiten auf dem iPhone von Apple beseitigt werden, wie der Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom mitteilten. Die App soll helfen, die weitere Verbreitung des Virus zu unterbinden. Seit dem Start Mitte Juni wurde sie von mehr als 16 Millionen Nutzern heruntergeladen.

Auf dem Apple-Betriebssystem iOS hatte die App zwar wie versprochen ständig anonyme Codes mit anderen Nutzern ausgetauscht - die Warnung vor gefährlichen Begegnungen erfolgte allerdings nicht im Hintergrund, sondern nur, wenn die App aktiv geöffnet war. Ähnliche Probleme tauchten bei bestimmten Android-Smartphones auf. Ursache war ein Energiesparmodus, der bei einigen Geräten die Aktualisierung eingeschränkt oder sogar deaktiviert haben könnte.

Am Sonntagabend erklärten Kanzleramtschef Helge Braun, Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU), Telekom-Chef Timotheus Höttges und SAP-Vorstandssprecher Christian Klein: «Wie bei jeder neuen Entwicklung gibt es technische Herausforderungen. Nicht auf allen Mobiltelefonen lief die Anwendung der App ohne Einschränkungen.» Die App habe zu jeder Zeit automatisch anonyme Schlüssel ausgetauscht. Der Austausch der Schlüssel von positiv getesteten Nutzern habe bei einigen Nutzern allerdings nicht immer automatisch im Hintergrund funktioniert, sondern nur, wenn sie die App einmal geöffnet hatten. «Für die Bundesregierung, wie für die Entwickler der Unternehmen war von Anfang an klar: Die Entwicklung der Corona-Warn-App ist nicht mit dem Start abgeschlossen, sondern ein Projekt, an dem wir täglich weiterarbeiten, um die App zu verbessern.»

Das Entwicklerteam habe jetzt einen Weg gefunden, die Einschränkungen auf denjenigen Mobiltelefonen zu umgehen, die den automatischen Datenabgleich im Hintergrund blockiert hatten - sowohl für Android-Geräte als auch für iOS-Geräte.

Um die Weiterentwicklung der Programm-Schnittstelle beim iPhone voranzutreiben, hat Apple den Code der «Notification API» veröffentlicht. Google eröffnete unterdessen auf der Programmier-Plattform Github einen Bereich für die Schnittstelle der Android-Smartphones zum Server. Damit kann sich die Entwickler-Gemeinde weltweit an der Verbesserung des Codes beteiligen.

Wegen der Probleme gab es am Wochenende auch Kritik an der Bundesregierung. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hatte davor gewarnt, dass Vertrauen verloren geht. FDP-Fraktionsvize Michael Theurer hatte verlangt: «Die Bundesregierung muss nach dieser Pannenserie für Transparenz sorgen.» Der Grünen-Abgeordnete Dieter Janecek hatte dem «Handelsblatt» gesagt, Spahn müsse «umgehend darlegen, wie er die bestehenden Schwachstellen zu beheben gedenkt». Die App habe mehr als 20 Millionen Euro gekostet. Bis zu 70 Millionen seien für den weiteren Betrieb kalkuliert. «Da müssen Bürgerinnen und Bürger erwarten können, dass der versprochene Schutz auch wirklich uneingeschränkt allen offen steht.»

Die App soll helfen, Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Wenn es eine Begegnung mit jemanden gab, der später positiv auf das Coronavirus getestet wurde, soll das Handy den Besitzer informieren. Außerdem kann die App dazu beitragen, dass Menschen nach einem Test schneller ihr Ergebnis erhalten.

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See You 28.07.20 11:22
@Kurt Wurst
So Herr Wurst, jetzt haben Sie aber mal 'ne ordentliche Lehrstunde in Sachen Wirtschafts- und Politik-Wissenschaften erhalten, gell? Schluss mit lustig, Schönrednerei und Schönschreiberei! Ergo, verlassen wir uns zukünftig besser nur noch auf Experten und glasklare Fakten! ;-)
Peter Spranz 28.07.20 05:07
Herr Wurst
Besser als 3 % von nix .
Es geht ja nicht um 70 Millionen , da holt sich SAP. Noch mal das gleiche als Nachschlag wenns nur langt ok..
Aber Geld spielt ja keine Rolle mehr bei uns in D..
Unsere Gelddruck Maschinen laufen ja schon im 3 Schichten Dienst 5555. .
I'm Schönreden waren Sie ja schon immer gut , aber solche Leuten braucht man ja .
Denn wenn man all das Geld dem Volk gegeben hätte und nicht zum Beispiel dem Kranich / Adidas / und viele andere Großkonzerne wo eh ihre Kohle in Steuerparadiese parken .
Wären wir schon viel weiter als zu diesem Zeitpunkt ,
Wir werden doch von den größten Wirtschaftsbremser im eigenen Land reagiert das ist doch mal klar , die hätten doch noch nicht mal auf der Kirmes als Schiffschaukelbremser eine Chance .
Wie sagt Mutti wir schaffen das , weil sie viele Schönredner hat wie Sie .
Nehmen Sie es nicht so Persönlich .
Denn eines ist ja mal sicher Sie bezahlen den Scheiss nicht und ich auch nicht !
Unsere Kinder und deren ihre Kinder zahlen den Scheiss !
Was Mutti und ihre Genossen derzeit abzieht und uns allen antut !


Kurt Wurst 28.07.20 01:22
Genau Herr Spranz,
90 cent pro Einwohner.....das hätte rein gehauen.
Peter Spranz 28.07.20 01:07
Corona App
Nein Herr Hammer man hat mal kurz dafür 70 Millionen hingeblättert .
Hätte man 70 Millionen dem Volk gegeben hätte man einiges Anschaffen können auch wenn es unnötig gewesen wäre aber man hätte damit die Wirtschaft etwas ankurbeln können .
Homer Pattaya 27.07.20 17:32
Jeder auffindbar, das beruhigt
Zu irgendetwas muss ja die App tauglich sein? Der notwenige Dauerbetrieb von Bluetooth mag wohl die grösste Sicherheitslücke bleiben.