Corona-Überblick: Meldungen am Sonntag

Foto: Pixabay/Jeyaratnam Caniceus
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Schwedens Regierungschef warnt: Corona-«Verschnaufpause» ist vorbei

STOCKHOLM: Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat Schwedens Regierungschef Stefan Löfven alle Bürger dazu aufgerufen, im Kampf gegen die Pandemie zusammenzustehen und die Hygieneregeln zu beherzigen. Die «kleine Verschnaufpause» im Sommer und Herbst sei vorbei, sagte der Regierungschef am Sonntag in einer Fernsehansprache - seiner ersten derartigen Botschaft seit März. «Mehr Menschen stecken sich an. Mehr Intensivbetten werden für Schwerkranke mit Covid-19 benötigt. Mehr Menschen sterben», warnte er. Er beklagte, dass sich zu viele Menschen nicht an die Empfehlungen zur Pandemiebekämpfung gehalten hätten. Dies ändere sich aber nun.

In dem Land mit seinen gut zehn Millionen Einwohnern wurden bislang rund 208.300 Ansteckungen erfasst sowie 6400 Todesopfer im Zusammenhang mit der Krankheit. Im Vergleich zu seinen Nachbarländern hatte Schweden über die vergangenen Monate deutlich weniger Beschränkungen im Alltagsleben erlassen.


Sánchez kündigt 13.000 Corona-Impfstationen in ganz Spanien an

MADRID: In Spanien sollen nach dem Willen von Regierungschef Pedro Sánchez landesweit 13.000 Stationen für Impfungen gegen Covid-19 eingerichtet werden. Dies sehe ein Impfplan vor, der fertig ausgearbeitet sei und den er an diesem Dienstag im Detail vorstellen werde, sagte der Sozialist am Sonntagabend im Fernsehen. «Unser Land wird zusammen mit Deutschland das erste der Europäischen Union sein, das über einen kompletten Impfplan verfügt», betonte er.

Die EU habe sich insgesamt bereits 1,2 Milliarden Impfdosen gesichert, von denen Spanien zehn Prozent zustünden, sagte Sánchez. Bereits am Freitag hatte er angekündigt, dass im ersten Halbjahr 2021 im Rahmen dieses Projekts «ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung» geimpft werden könne.

Spanien ist eines der am härtesten von der Corona-Pandemie getroffenen Länder Westeuropas. Bisher wurden mehr als 1,5 Millionen Corona-Infektionen und mehr als 42.600 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen fiel aber zuletzt von 233 auf 168, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Am Wochenende werden in Spanien keine landesweiten Corona-Zahlen veröffentlicht. Zum Vergleich: In Deutschland betrug der Wert am Sonntag nach Angaben des Robert Koch-Instituts 140,7.


Merkel: G20-Erklärung atmet «Geist der multilateralen Zusammenarbeit»

BERLIN/RIAD: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum Abschluss des G20-Gipfels die Kooperation der führenden Wirtschaftsmächte im Kampf gegen globale Krisen gelobt. Die Abschlusserklärung atme «den Geist der multilateralen Zusammenarbeit», sagte die CDU-Politikerin am Sonntag in Berlin. Das sei «in dieser Zeit sehr wichtig».

Die Corona-Pandemie sei eine globale Herausforderung, die nur von allen beantwortet werde könne, erklärte sie. Die G20-Staaten hätten einen Beitrag dazu geleistet, dass der Multilateralismus und die globale Bekämpfung von Herausforderungen eine große Rolle spielten.

Die Corona-Pandemie stand im Zentrum des zweitägigen virtuellen Gipfels, an dem Merkel zusammen mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) teilnahm. In der Abschlusserklärung bekennen sich die Teilnehmer unter anderem zu einer gerechten Verteilung von erschwinglichen Impfstoffen auf der ganzen Welt. Zudem wollen sie alles unternehmen, um die angeschlagene Weltwirtschaft wieder in Gang zu bringen.


Erste Corona-Fälle auf Nerzfarm

PARIS: In Frankreich sind erstmals auf einer Nerzfarm Corona-Infektionen bei Tieren aufgetreten.

Wie die Ministerien für Landwirtschaft und Gesundheit am Sonntag mitteilten, habe man die infizierten Nerze auf einer Farm im rund 100 Kilometer südwestlich von Paris entfernten Departement Eure-et-Loir entdeckt. Die Schlachtung aller 1.000 noch auf dem Hof vorhandener Tiere und die Beseitigung von Produkten aus diesen Tieren sei angeordnet worden, hieß es in den Pressemitteilungen weiter. Von den vier Nerzfarmen des Landes sei eine virusfrei, in den beiden anderen liefen derzeit noch Analysen. Das Coronavirus wurde in den vergangenen Monaten bereits auf Pelzfarmen in Dänemark, den Niederlanden, Italien, Spanien und Schweden nachgewiesen.


Festnahmen bei Anti-Lockdown-Protesten in England

LIVERPOOL/BOURNEMOUTH: Bei Anti-Lockdown-Protesten in mehreren britischen Städten hat die Polizei am Wochenende Dutzende Menschen festgenommen. Betroffen waren vor allem Liverpool im Nordwesten Englands, Basildon in Ostengland und Bournemouth an der Südküste. In England endet am 2. Dezember ein Teil-Lockdown mit starken Kontaktbeschränkungen. Schulen und Universitäten sind aber geöffnet.

Die Demonstranten wurden unter anderem festgesetzt, weil sie gegen Corona-Schutzmaßnahmen verstoßen hatten oder gewalttätig gegenüber Einsatzkräften geworden waren. Besonders die Stadt Liverpool und ihre Umgebung ist stark von der Pandemie betroffen. Ein Polizeisprecher nannte das Verhalten der Demonstranten dort «selbstsüchtig», sie gefährdeten sich selbst und andere Menschenleben.


Madrids berühmter Flohmarkt El Rastro nach acht Monaten wieder offen

MADRID: Einer der ältesten und größten Flohmärkte Europas, El Rastro im Herzen Madrids, durfte am Sonntag erstmals nach acht Monaten Corona-Pause wieder öffnen. Die Stadt und die Aussteller hatten sich nach langem Streit darauf geeinigt, dass jeweils die Hälfte der normalerweise rund 1000 Stände abwechselnd jeden zweiten Sonntag ihre Waren anbieten dürfen. Die Zahl der Besucher, die in normalen Zeiten in die Zehntausende geht, wurde auf 2700 begrenzt. Ein Großaufgebot der Polizei überwachte mit Hilfe von Drohnen, dass es zu keiner Überfüllung kommt. «Die Wiedereröffnung ist eine Erleichterung, weil viele Familien vom Markt leben», zitierte die Zeitung «El Independiente» einen Aussteller.

Der Besuch des Rastro gehört bei Einheimischen und Touristen zu einer der beliebtesten Sonntagsausflüge. Wer nicht ganz früh am Morgen kommt, wurde zumindest vor der Pandemie von den Menschenmassen zwischen den Ständen in den engen Straßen der Altstadt mehr geschoben, als dass man selbst entschieden hätte, wohin man geht.

Die Ursprünge des Marktes in unmittelbarer Nähe der majestätischen Plaza Mayor liegen in der Mitte des 18. Jahrhunderts, als sich rund um einen damals existierenden Schlachthof erstmals fliegende Händler etablierten. Heute bietet der Markt die typische Mischung europäischer Flohmärkte: Neben Antiquitäten, Kitsch und Trödel immer mehr Kleidung zweiter Hand, Haushaltswaren, billige Importe aus Asien und Imbissstände.

Spanien ist eines der am härtesten von der Corona-Pandemie getroffenen Länder Westeuropas. Bisher wurden mehr als 1,5 Millionen Corona-Infektionen gezählt. Mehr als 42.600 Menschen starben mit Covid-19. Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen fiel aber zuletzt von 233 auf 168. Zum Vergleich: In Deutschland betrug dieser Wert am Sonntag nach Angaben des Robert Koch-Instituts 140,7. In Madrid lag dieser Wert am Freitag sogar bei nur noch gut 127.


Pendelei wegen strenger Homeoffice-Regeln: EU-Behörde in der Kritik

BRÜSSEL: Mitarbeiter der EU-Kommission von Ursula von der Leyen dürfen trotz der Corona-Pandemie nur an ihrem Dienstort von zu Hause aus arbeiten. Nach Recherchen der «Welt am Sonntag» führt dies dazu, dass etliche internationale Mitarbeiter ungeachtet von Reisewarnungen zwischen Brüssel und dem Wohnort ihrer Familie im Ausland hin und her pendeln. «Mobiles Arbeiten von außerhalb des Arbeitsortes ist prinzipiell verboten», zitiert die Zeitung eine Sprecherin der EU-Kommission. Dies gelte auch für den Herkunftsort.

Der Deutschen Presse-Agentur wurden die Informationen aus Kommissionskreisen bestätigt. Bei Härtefällen sind demnach aber Ausnahmen möglich. Zudem sollen in den zwei Wochen vor Weihnachten alle Mitarbeiter auch im Homeoffice im Ausland arbeiten können. Ein deutscher Mitarbeiter der EU-Kommission in Brüssel könnte demnach auch von Deutschland aus arbeiten und müsste nicht in seiner Brüsseler Wohnung sitzen.

Kritik an den derzeit relativ strengen Regeln der EU-Kommission gibt es vor allem, weil Arbeitnehmer in Belgien wegen der hohen Corona-Fallzahlen derzeit dazu verpflichtet sind, möglichst nur im Homeoffice zu arbeiten.

Auch unter Abgeordneten des Deutschen Bundestages herrscht deswegen Unverständnis. «Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, sollte die Regel, dass Vollzeit-Angestellte der EU für Homeoffice-Arbeit nach Brüssel pendeln müssen, schnellstmöglich gekippt werden», zitierte die «Welt am Sonntag» den FDP-Politiker Gerald Ullrich.


Protestzug gegen Corona-Politik in Berlin gestartet

BERLIN: Der Protestzug gegen die Corona-Politik am Sonntag in Berlin ist mit einigen hundert Teilnehmern gestartet. Angemeldet waren um die 5000 Demonstranten. Eine Polizeisprecherin sagte, es seien weit weniger Teilnehmer. Die Demonstranten, die in Prenzlauer Berg starteten, hielten sich ihr zufolge weitgehend an die Maskenpflicht. Vereinzelt seien Strafanzeigen geschrieben worden. Bei vorgezeigten Attesten, die von der Maskenpflicht befreien sollen, habe es den Verdacht gegeben, dass sie nicht echt seien, sagte die Sprecherin der Polizei.

Die Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen wird als «Schweigemarsch» bezeichnet. An der Strecke standen immer wieder lärmende Menschen mit Kochtöpfen, die den Aufzug stören wollten. Gelegentlich ertönten «Nazis raus»-Rufe. Auf Balkonen sind Transparente zu sehen unter anderem mit der Aufschrift: «klar denken statt quer denken. Kein Platz für Corona-Leugner und Nazis.»

Rund 600 Polizisten begleiten an diesem Sonntag die Versammlung gegen die Corona-Politik sowie Gegendemonstrationen.


G20 will gerechte Verteilung von Impfstoffen sicherstellen

RIAD: Die Gruppe der großen Industrienationen (G20) will angesichts der Corona-Pandemie «keine Mühe scheuen», einen gerechten und erschwinglichen Zugang zu Impfstoffen in der Welt sicherzustellen. Das geht aus dem jüngsten Entwurf der Abschlusserklärung des G20-Gipfels hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auch wollen die reichen Länder alles unternehmen, um die schwer angeschlagene Weltwirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Der virtuell stattfindende, zweitägige Gipfel unter dem Vorsitz Saud-Arabiens geht an diesem Sonntagnachmittag zu Ende.

«Wir sind entschlossen, weiterhin alle verfügbaren politischen Instrumente einzusetzen (...) um das Leben, die Jobs und die Einkommen der Menschen zu schützen», heißt es weiter. Ziel sei es, «den globalen wirtschaftlichen Aufschwung zu unterstützen und die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems zu stärken und gleichzeitig Abwärtsrisiken zu vermeiden.»

US-Präsident Donald Trump will die Erklärung offensichtlich mittragen, obwohl er in der G20-Arbeitssitzung am Samstag nach Angaben von Diplomaten noch einmal seinen «America First»-Kurs propagiert hatte. Als einziges mögliches Hemmnis für eine Verabschiedung galten demnach Vorbehalte der Türkei. Diese wollte nach Angaben von Diplomaten bis zuletzt erreichen, dass es beim Klimaschutz als weniger entwickeltes Land eingestuft wird, um Anrecht auf finanzielle Unterstützung und weniger strenge Emissionsziele zu haben.


Corona-Massentest in Südtirol: Einige tausend Infizierte gefunden

BOZEN: Bei einem dreitägigen Corona-Massentest in der norditalienischen Provinz Südtirol haben einige tausend Menschen von ihrer Infektion erfahren. Bis Sonntagvormittag hatten in der kleinen Alpen-Provinz fast 270.000 Bürger und Bürgerinnen einen kostenlosen Abstrich machen lassen. Wie die Behörden im Internet mitteilten, erhielten bis 10 Uhr insgesamt 2626 Teilnehmer (1 Prozent) ein positives Corona-Resultat. Die zentrale Phase der freiwilligen Reihenuntersuchung lief bis Sonntagabend.

Danach war geplant, dass die Südtiroler noch für weitere 72 Stunden bei Ärzten und an einigen anderen Orten an der Aktion teilnehmen können. Die Landesregierung will damit die zweite Corona-Welle schneller brechen: Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollen entdeckt werden. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. In der Provinz Bozen-Südtirol, über die ein Teil-Lockdown verhängt ist, leben gut eine halbe Million Menschen. Die Behörden wollten mit «Südtirol testet» etwa 350.000 Menschen erreichen.

Der Erfolg eines Massentests hängt nach Einschätzung von Experten stark von einer hohen Teilnahmequote ab. Kritiker bemängelten, dass die Resultate von Antigen-Schnelltests nicht verlässlich genug seien. Eine Übernahme der Massentests für Deutschland hält Eugen Brysch, Vorstand der Stiftung Patientenschutz, für ungeeignetes «Strohfeuer». «Denn Infektionsgrundschutz, Kontaktdokumentation und laborgestützte PCR-Test können so nicht ersetzt werden», erläuterte er der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Es bestehe vielmehr die Gefahr, dass infizierte Menschen sich wegen eines negativen Tests in Scheinsicherheit wiegen würden.

Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher räumte ein, der Massentest sei «kein Allheilmittel und auch nicht die Lösung des Problems». Aber die Aktion könne helfen, «den Lockdown zu verkürzen».


Maas will gegen «rechtsextremes Gift für unsere Demokratie» vorgehen

BERLIN: Außenminister Heiko Maas hat eine engere internationale Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden im Kampf gegen Rechtsextremismus gefordert. Die Proteste gegen die Corona-Pandemie würden nicht nur in Deutschland, sondern weltweit von Rechtsradikalen zur Verbreitung ihres Gedankenguts genutzt, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. «Die national Gesinnten tun sich international zusammen, in einer neuen Dimension. Wir müssen nicht nur gegen das Virus zusammenarbeiten, sondern auch gegen rechtsextremes Gift für unsere Demokratie.»

Man arbeite bereits jetzt in der Europäischen Union, in den Vereinten Nationen und der OSZE an Programmen gegen Rechts. «Klar ist aber auch, dass der Kampf gegen diese Bedrohung, den wir jetzt angetreten haben, nicht ohne eine international verbesserte Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden funktionieren kann.»

Bereits am Freitag war eine vom Auswärtigen Amt in Auftrag gegebene Studie zur internationalen Vernetzung von Rechtsextremisten bekannt geworden. Darin heißt es, dass zwischen 2015 und 2020 eine «neue führungslose, transnationale, apokalyptische und gewalttätige» Bewegung von Rechtsextremisten entstanden sei und sich weiter entwickele.

Die Bewegung sehe die Corona-Pandemie als Chance, ihre Ideologie weiter zu verbreiten und Unterstützer zu rekrutieren. Allerdings würden auch ihre Aktivitäten außerhalb des Internets eingeschränkt. Deswegen sei es noch zu früh, die mittel- und langfristigen Folgen der Pandemie auf die Entwicklung der Szene zu beurteilen.


Notfallzulassung für Antikörper-Cocktail zur Covid-Behandlung

WASHINGTON: US-Präsident Donald Trump lobte das Medikament in den höchsten Tönen - nun hat der Antikörper-Cocktail zur Behandlung von Covid-19 in den USA eine Notfallzulassung erhalten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte sie dem Biotech-Unternehmen Regeneron am Samstag (Ortszeit). Damit kann der Cocktail mit zwei Antikörpern zur Behandlung von Patienten ab zwölf Jahren eingesetzt werden, bei denen das Risiko besteht, dass sie schwere Covid-19-Symptome entwickeln. Patienten, die sich im Krankenhaus befinden oder Sauerstoff benötigen, dürfen das Medikament nicht bekommen.

Die FDA erteilte die Zulassung nach einer klinischen Studie mit 799 Erwachsenen mit leichten bis mittelschweren Covid-19-Symptomen, die nicht im Krankenhaus waren. Nach Angaben der «New York Times» erhielt Regeneron von der US-Regierung mehr als 500 Millionen Dollar für die Entwicklung des Medikaments. Die ersten 300.000 Dosen werden von der Regierung kostenlos zur Verfügung gestellt, aber die Patienten müssen möglicherweise Kosten an Gesundheitseinrichtungen zahlen, um das Medikament verabreicht zu bekommen, teilte der Arzneimittelhersteller in einer Erklärung mit.

Der Antikörper-Cocktail soll verhindern, dass das Virus in die Zelle eintreten kann. Die Behandlung führt dem Unternehmen zufolge zu einer Reduzierung der Viruslast, also der Menge an nachweisbaren Viren, und zu einem rascheren Abklingen der Symptome. Am stärksten profitierten demnach diejenigen Probanden, deren Immunsystem noch keine eigenen Antikörper gegen das Virus gebildet hatte. Die Antikörper richten sich gegen zwei Regionen des Spike-Proteins auf der Oberfläche des Sars-CoV-2-Virus.

Nach seiner Genesung von Covid-19 hatte Trump im Oktober für die Behandlung der Krankheit mit dem Antikörper-Cocktail von Regeneron geworben. Das Medikament sei keine Behandlungsmethode, sondern ein «Heilmittel» und ein «Wunder», das bald allen zur Verfügung stehen solle, hatte er versprochen.

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