Corona-Überblick: Meldungen am Sonntag

Fremdenverkehr auf der chinesischen Insel Hainan. Foto: epa/Alex Plavevskialex Plavevskialex Plavevski
Fremdenverkehr auf der chinesischen Insel Hainan. Foto: epa/Alex Plavevskialex Plavevskialex Plavevski

Zehntausende in «Chinas Hawaii» wegen Corona-Ausbruch gestrandet

PEKING: Zehntausende Touristen sind wegen eines Corona-Ausbruchs im chinesischen Urlaubsparadies Sanya auf der Insel Hainan gestrandet, die als «Chinas Hawaii» bekannt ist. Flüge und Bahnverbindungen wurden gestoppt, nachdem einige hundert Infektionen auf der Insel entdeckt worden waren und sich das Virus offenbar weiter ausbreitet, wie Staatsmedien am Sonntag berichteten.

Während der Rest der Welt versucht, mit dem Virus zu leben, verfolgt China unverändert eine strikte Null-Covid-Politik und verhängt auf jeden Ausbruch weitgehende Beschränkungen. Nach Angaben des Vizebürgermeisters halten sich 80.000 Touristen in Sanya auf, von denen 30.000 in Hotels seien. Viele Chinesen unterhalten in Sanya auch eigene Ferienapartments, wo sie vorübergehend wohnen.

Hotels hätten Preisabschläge von 50 Prozent für fest steckende Reisende angeboten, berichtete die Zeitung «Global Times». Touristen dürften Sanya erst nach einer siebentägigen Risikoabschätzung verlassen. Der öffentliche Transport sei am Samstag eingestellt worden. Der Flughafen von Sanya hat nach Angaben des Staatsfernsehens am Sonntag alle Flüge gestrichen - am Vortag waren es 164 Maschinen.

In einem Video in sozialen Medien war zu sehen, wie Reisende am Flughafen «Wir wollen nach Hause!» riefen, während sich ein Offizieller über ein Megafon mühte, ihnen zu erklären, dass sie in Hotels zurückkehren müssten. Seit Montag waren mehr als 500 Fälle auf Hainan gemeldet worden. Weitere 297 Fälle auf der Insel berichtete die Gesundheitskommission in Peking am Sonntag. Es ist der Großteil der chinaweit 337 Neuinfektionen, die am Vortag entdeckt wurden. Ferner wurden im Land 399 asymptomatische Fälle festgestellt.


Biden beendet Isolation und fliegt zu Strandhaus an Atlantikküste

WASHINGTON: US-Präsident Joe Biden hat nach dem Ende seiner Corona-Infektion seine Isolation beendet. Biden reiste am Sonntagmorgen begleitet von mehreren Mitarbeitern per Hubschrauber zu seinem Strandhaus in Rehoboth an der Atlantikküste, wie das Weiße Haus mitteilte. Reporter berichteten, Biden habe vor dem Abflug des Hubschraubers gesagt, dass er sich gut fühle. Der 79-Jährige war am Samstag negativ auf das Coronavirus getestet worden.

Präsidentenarzt Kevin O'Connor bescheinigte Biden am Sonntag einen zweiten negativen Test in Folge. Der Präsident werde seine öffentlichen Auftritte und seine Reisen wieder aufnehmen, hieß es in dem am Sonntag vom Weißen Haus verbreiteten Arztschreiben.

Der US-Präsident war vor rund zweieinhalb Wochen positiv getestet worden und wurde mit dem Covid-Medikament Paxlovid behandelt. Nach sechs Tagen beendete er infolge eines negativen Tests seine Corona-Isolation. Dann fiel am Samstag vergangener Woche erstmals ein Test wieder positiv aus, mehrere solcher Ergebnisse folgten. Präsidentenarzt O'Connor hatte von einem «Rückfall» gesprochen, der bei Patienten, die mit Paxlovid behandelt werden, in seltenen Fällen beobachtet werde.

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