Corona-Überblick: Meldungen am Sonntag

Franzosen aus Katalonien nutzen den Strand von Argeles-sur-Mer bei heißem Wetter. Foto: epa/Caroline Blumberg
Franzosen aus Katalonien nutzen den Strand von Argeles-sur-Mer bei heißem Wetter. Foto: epa/Caroline Blumberg

Frankreich lockert Corona-Einreiseregeln

PARIS: Für Reisen nach Frankreich sind in der Corona-Pandemie verhängte Auflagen weggefallen. Ein Nachweis über den Corona-Impfschutz, einen Negativtest oder den Genesenenstatus ist seit diesem Montag nicht mehr vorgeschrieben. In dem auch bei vielen Deutschen beliebten Urlaubsland wurde zum Monatswechsel eine Reihe von Sonderregeln zum Kampf gegen das Coronavirus aufgehoben.

Bislang mussten Einreisende entweder vollständig geimpft sein oder einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können, bei Reisenden aus der EU und einigen anderen Ländern wurde auch der Nachweis einer kürzlich überstandenen Infektion akzeptiert. Dies ist nun in der Regel nicht mehr erforderlich. Falls gefährliche Virusvarianten auftreten, kann die Regierung aber anordnen, dass Reisende vor dem Einstieg in ein Flugzeug nach Frankreich einen Negativtest vorlegen müssen.


Biden am Sonntag erneut positiv auf Coronavirus getestet

WASHINGTON: US-Präsident Joe Biden ist am Sonntag erneut positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Das teilte Präsidentenarzt Kevin O'Connor in einem Schreiben mit, das am Sonntag vom Weißen Haus veröffentlicht wurde. Nur wenige Tage nach dem Ende seiner Corona-Isolation war bereits am Samstag ein Antigen-Test des Präsidenten positiv ausgefallen. Sein Arzt hatte erklärt, solch ein «Rückfall» sei bei Patienten, die mit dem Covid-Medikament Paxlovid behandelt wurden, bereits in seltenen Fällen beobachtet worden. Biden gehe es weiterhin gut, er bleibe in häuslicher Isolation.


Impfen für den großen Tag: Osterinsel öffnet wieder für Touristen

HANGA ROA: Mit großer Erwartung blicken Bewohner der Osterinsel der erneuten Öffnung für Touristen nach rund zweieinhalb Jahren Corona-Pandemie entgegen. «Die Leute sind sehr aufgeregt», sagte ein Sprecher der Vertretung der chilenischen Regierung auf dem Eiland im Südpazifik der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf den 1. August. «Die Stimmung ist recht positiv.»

Einige auf der abgelegenen Insel seien wegen eines möglichen Auftretens von Corona-Fällen jedoch auch skeptisch. Deshalb soll die Impfquote zum Schutz der Bevölkerung noch auf über 80 Prozent getrieben werden. Derzeit liegt die Quote bei 76 Prozent. «Unsere Arbeit ist es gewesen, die Gemeinschaft zu informieren, dass sie sich für die große Öffnung impft», sagte der Sprecher.

Am 4. August soll der erste Flug mit Touristen auf der Osterinsel nach der Öffnung ankommen, dann soll es zunächst zwei Flüge pro Woche geben. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des zu Chile gehörenden Eilands, das für seine riesigen Steinstatuen berühmt ist.

Rund 150.000 Gäste besuchten die Insel der chilenischen Zeitung «La Tercera» zufolge im Jahr. Die Schließung für Touristen im März 2020 habe zu einer angespannten Situation geführt. Knapp 6000 Menschen wohnen derzeit auf der Insel. Viele hatten sie wegen der Corona-Pandemie und fehlender Möglichkeiten, ihre wirtschaftlichen Tätigkeiten aufrechtzuerhalten, verlassen.


Geschäftsführung: Kosten für Teilchenbeschleuniger werden steigen

DARMSTADT: Die Kosten für eines der größten Forschungsvorhaben weltweit, den Bau des Teilchenbeschleunigers «Fair» in Darmstadt, werden sich voraussichtlich weiter erhöhen. Angesichts von Inflation, Krieg in der Ukraine, Corona und Lieferengpässen sagte dies der technische Geschäftsführer des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung und von «Fair», Jörg Blaurock, der Deutschen Presse-Agentur. «Es wird eine Kostenerhöhung geben müssen. Das ist durch die Gesamtsituation zu erwarten.»

Zudem sei die Zusammenarbeit mit Russland wegen der Sanktionen eingefroren worden. Russland sollte vor allem Magneten liefern. Diese seien ersetzbar, eine technologisch kritische Situation gebe es nicht.

Nach einem Budget von 1,3 Milliarden Euro 2005 liegt der aktuelle Kostenrahmen dem Bundesforschungsministerium zufolge bei rund 3,1 Milliarden Euro. Aufgrund der Corona-Pandemie, der Baustoffpreisentwicklung und gestörten, globalen Lieferketten sei 2021 eine externe Begutachtung durchgeführt worden, die allerdings den Krieg in der Ukraine noch nicht berücksichtigen konnte. Derzeit laufe eine weitere wissenschaftliche Begutachtung.

Mit der Anlage soll unter anderem die Entstehung des Universums erforscht werden - in einem unvorstellbar kleinen Maßstab. Die Abkürzung «Fair» steht für «Facility for Antiproton and Ion Research».

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