Corona-Überblick: Meldungen am Montag

Foto: Pixabay/Alexandra Koch
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Corona-Fälle verdoppelt: Papua-Neuguinea mit Lockdown für Hauptstadt

PORT MORESBY: Nach einer Verdopplung der Corona-Fälle in Papua-Neuguinea innerhalb weniger Tage hat die Regierung des Inselstaats einen 14-tägigen Lockdown für die Hauptstadt Port Moresby verhängt. Die Schulen in der Metropole mit rund 360.000 Einwohnern würden geschlossen, öffentliche Verkehrsmittel dürften nur noch begrenzt fahren, und Inlandsflüge würden in den kommenden zwei Wochen verboten, zitierten örtliche Medien Premierminister James Marape. Internationale Verbindungen soll es nur noch zwischen Port Moresby und den australischen Städten Brisbane und Cairns geben. Zudem gilt ab sofort eine Ausgangssperre von 22.00 bis 5.00 Uhr sowie eine strenge Maskenpflicht.

Zuvor waren in der Region rund um die Hauptstadt innerhalb von 24 Stunden 23 neue Fälle registriert worden. Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten auf 62, eine Zunahme von 49 Fällen in nur zehn Tagen, wie die Behörden vorrechneten. Zudem hatte Papua-Neuguinea zuletzt als erster Inselstaat in der Pazifik-Region einen Toten in Verbindung mit Covid-19 verzeichnet. Zuvor galt der Staat mit seinen rund acht Millionen Einwohnern lange als erfolgreich im Kampf gegen das Virus.


Britisches Ministerium warnt auch vor Reisen auf spanische Inseln

LONDON/MADRID: Das britische Außenministerium hat eine Reisewarnung auch für die Balearen und Kanaren ausgesprochen. Zunächst galt die Warnung, alle nicht absolut notwendigen Reisen wegen der Coronavirus-Pandemie zu vermeiden, nur für das spanische Festland. An der zweiwöchigen Quarantänepflicht für Briten, die aus Spanien kommend wieder ins Vereinigte Königreich einreisen, ändert das nichts. Sie galt schon zuvor für ganz Spanien.

Viele Spanien-Urlauber waren von der Maßnahme am Wochenende überrascht worden, darunter auch der britische Verkehrsminister Grant Shapps. Er kündigte am Montag an, seinen Urlaub dort abzubrechen. Spanien gehört zu den Ländern, in denen Briten am liebsten Ferien machen. In einigen Regionen dort hatten die Behörden aber wieder einen deutlichen Anstieg der Coronavirus-Infektionen registriert.


Google-Mitarbeiter sollen bis Juli 2021 zuhause arbeiten

MOUNTAIN VIEW: Google stellt sich auf noch ein Jahr Heimarbeit in der Corona-Krise ein. Der Schritt solle den Mitarbeitern mehr Flexibilität für die kommenden zwölf Monate erlauben, schrieb Firmenchef Sundar Pichai am Montag in einer E-Mail an die Mitarbeiter, über die das «Wall Street Journal» berichtete. Pichai habe die Entscheidung vergangene Woche nach einer internen Debatte getroffen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen. Die Google-Mutter Alphabet hatte Ende vergangenen Jahres rund 119.000 Vollzeit-Mitarbeiter.

Der Internet-Konzern legt sich damit als eines der ersten großen Unternehmen auf eine sehr späte Rückkehr in die Büros fest. Zugleich gaben einige Tech-Unternehmen wie Twitter ihren Mitarbeiter bereits die Freiheit, auch nach dem Ende der Corona-Krise weiter uneingeschränkt von zuhause arbeiten zu dürfen.


Tausende Gastronomen im Kosovo protestieren gegen Corona-Sperrstunde

PRISTINA: Mehrere Tausend Restaurant-, Café- und Bar-Betreiber haben am Montag im Zentrum der Kosovo-Hauptstadt Pristina gegen die wegen Corona erlassene Sperrstunde protestiert. Die Teilnehmer der Kundgebung führten Kartons in Schlüsselform mit sich und legten sie am Ende des Protestmarsches vor das Regierungsgebäude. Damit wollten sie darauf hinweisen, dass sie ihre Betriebe bald schließen müssten, wenn die Maßnahmen andauern und die Regierung ihnen nicht hilft.

Im Kosovo breitet sich das Coronavirus derzeit besonders stark aus. Binnen 24 Stunden wurden nach Medienberichten vom Montag 276 Neuansteckungen registriert. Seit Beginn der Pandemie wurde bei 7413 Menschen das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 185 Patienten starben. Das heute fast ausschließlich von Albanern bewohnte Balkanland hat 1,8 Millionen Einwohner.

Unter dem Eindruck der steigenden Infektionszahlen hatte die kosovarische Regierung die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu Monatsbeginn verschärft. Unter anderen gilt für Restaurants, Cafés Pubs und Bars eine Sperrstunde um 21.00 Uhr. Die Demonstranten forderten die Verlängerung der Sperrstunde bis Mitternacht.


Hongkong verschärft Corona-Auflagen - 145 Neuinfektionen an einem Tag

HONGKONG: Angesichts der bislang schlimmsten Corona-Infektionswelle hat Hongkong die Beschränkungen weiter verschärft. Von Mittwoch an sind Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen in der chinesischen Sonderverwaltungszone verboten, wie die Stadtregierung am Montag mitteilte. Zudem darf in Restaurants nicht mehr gegessen werden. Binnen 24 Stunden gab es in der Metropole mit rund 7,4 Millionen Einwohnern 145 neue Corona-Fälle und zwei Tote.

Die neuen Maßnahmen sollen zunächst eine Woche lang gelten. Sie sehen auch das Tragen von Gesichtsmasken in der Öffentlichkeit - egal ob drinnen oder draußen - sowie die Schließung von Sportstätten und Schwimmbädern vor. Zuvor waren Schulen und Kindergärten eine Woche vor dem eigentlichen Beginn der Sommerferien wieder geschlossen worden.

Hongkong galt bislang als äußerst erfolgreich im Kampf gegen das Virus: Seit Januar gab es bis Anfang Juli nur etwas mehr als 1000 Infizierte. Seitdem ist die Zahl der gemeldeten Fälle jedoch rasant auf nun mehr als 2700 gestiegen. Hongkong verzeichnet seit einigen Tagen erstmals Zuwächse im dreistelligen Bereich bei den Neuinfektionen. Bislang sind 20 Infizierte gestorben.


Irans Regierungssprecher nach positivem Corona-Test in Klinik

TEHERAN: Der iranische Regierungssprecher Ali Rabiei ist nach einem positiven Corona-Test ins Krankenhaus gebracht worden. Es gehe ihm aber den Umständen entsprechend gut, berichtete die Nachrichtenagentur Ilna am Montag weiter.

Auch am Montag registrierte das Gesundheitsministerium einen Anstieg der Fallzahlen im Iran. Binnen 24 Stunden habe es 212 neue Corona-Todesfälle gegeben. Die Zahl der Toten liegt aktuell bei fast 16.000, die der bisher nachgewiesenen Infektionen bei rund 300.0000, so das Gesundheitsministerium nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna.


340 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus

BERLIN: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 340 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 205.609 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Montagmorgen meldete (Datenstand 27.7., 0.00 Uhr).

In Deutschland starben nach den RKI-Angaben bislang 9118 mit dem Virus infizierte Menschen - seit dem Vortag kamen keine neuen Todesfälle hinzu. Bis Montagmorgen hatten 190.400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

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Hansruedi Bütler 05.08.20 21:52
"Sagt man uns gemeinem Volk eventuell nicht die
ganze Wahrheit ? Dann sollte man dies schleunigst tun,...
Herr Küpper, wer von den "Dirigenten" wäre denn daran interessiert, dass das Volk etwas reell abschätzen kann?
Hubert Küpper 05.08.20 17:52
Das Leben mit Corona
Ich denke es ist an der Zeit umzudenken.
Covid 19 wird wohl nicht mehr aus unserem Leben verschwinden!
Aber es gibt ja auch andere Viren/Erkrankungen mit denen wir leben (müssen).
Es wäre nun an der Zeit, sich an ein Leben mit Covid19 zu gewöhnen. Wir haben uns ja auch an Grippe, Ebula, HIV, die Pest und anderes gewöhnt. Ich denke jeder muß für sich selbst abschätzen, wie er sich schützt und welche Maßnahmen man für sich persönlich als sinnvoll erachtet.
Wir können aber nicht erwarten, dass es einen 100% Schutz gibt, weder als Impfung noch mit Medikamente oder anderen Maßnahmen. Was wir erst recht nicht erwarten sollten, ist, dass jeder gezwungen wird sich an Schutzmaßnahmen zu beteiligen. Jeder muß frei entscheiden können, ob er sich impfen läßt oder nicht, reist, an einen Ort der Gefährdung begibt, sich mit gleichgesinnten anderen trifft etc. oder nicht.
Oder ist dieses VIRUS/Erkrankung etwas besonderes ? Sagt man uns gemeinem Volk event. nicht die ganze Wahrheit ? Dann sollte man dies schleunigst tuen, denn sonst kann man nicht individuell abschätzen, wie man sich schützt und warum man sich so verhalten soll, wie es all die Regierungen nun verlangen. Ist es aber vergleichbar mit den o.g. anderen Viren/Erkrankungen sollten wir lernen, wieder zur Normalität zurückzukehren, bzw. die Regierungen müssen ihre Macht in unser aller Leben einzugreifen wieder zurückgeben.