Corona-Überblick: Meldungen am Montag

Foto: Freepik
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Corona: Deutschland hilft Lettland mit medizinischer Ausrüstung

RIGA: Im Kampf gegen das Coronavirus hat das zuletzt stark von der jüngsten Pandemiewelle betroffene Lettland deutsche Hilfe erhalten. Nach Angaben des deutschen Botschafters Christian Heldt kam am Montag der letzte Teil der medizinischen Ausrüstung im Wert von 2,5 Millionen Euro in dem baltischen EU-Land an. Damit sollten die lettischen Gesundheitseinrichtungen in der Corona-Krise unterstützt werden, schrieb der Diplomat auf Twitter neben Bildern von der Übergabe an Gesundheitsminister Daniels Pavluts. Der lettische Minister wiederum dankte auf dem Kurznachrichtendienst für die «großzügige Unterstützung» in diesen schwierigen Zeiten.

In Lettland hatte sich die Corona-Lage im Herbst stark zugespitzt. Die Regierung in Riga reagierte darauf mit einem einmonatigen Lockdown bis Mitte November. Damit konnte die Infektionswelle gebrochen werden. Noch immer aber droht eine Überlastung des chronisch unterfinanzierten Gesundheitswesens.


Omikron: UN-Chef lobt Südafrika - und kritisiert Reisebeschränkungen

NEW YORK: UN-Generalsekretär António Guterres hat die südafrikanische Regierung für frühzeitige Informationen in Hinblick auf die neue Coronavirus-Variante Omikron gelobt - und gleichzeitig vor einer Isolation des südlichen Afrikas durch Reisebeschränkungen gewarnt. «Ich lobe die Regierung sowie die Wissenschafts- und Gesundheitsbehörden Südafrikas dafür, dass sie früh gehandelt haben, das Aufkommen einer neuen Coronavirus-Variante zu identifizieren», sagte Guterres laut Mitteilung am Montag in New York. «Jetzt bin ich zutiefst besorgt über die Isolierung der Länder im südlichen Afrika wegen der neuen Reisebeschränkungen.»

Niedrige Impfquoten könnten zu neuen Virus-Varianten führen, davor hätten er und andere schon lange gewarnt, sagte Guterres weiter. «Die Menschen in Afrika können nicht für das unmoralisch niedrige Level von vorhandenem Impfstoff in Afrika verantwortlich gemacht werden - und sie sollten nicht dafür bestraft werden, dass sie wichtige Wissenschafts- und Gesundheitsinformationen identifiziert und mit der Welt geteilt haben.» Guterres rief Regierungen weltweit auf, noch einmal darüber nachzudenken, ob nicht Tests und andere Maßnahmen für Reisende auch möglich wären, um Ansteckungen zu verhindern, aber Reisen und Handel weiter möglich zu machen.

Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Omikron-Variante (B.1.1.529) ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als «besorgniserregend» eingestuft worden.


Biden: Omikron wird auch in die USA kommen - «kein Grund zur Panik»

WASHINGTON: US-Präsident Joe Biden hat angesichts der neuen Variante des Coronavirus vor übertriebener Angst gewarnt. Omikron sei «ein Grund zur Sorge, kein Grund zur Panik», sagte er am Montag im Weißen Haus. Die Variante unterstreiche die Dringlichkeit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, inklusive einer Auffrischungsimpfung, sagte Biden. Die Experten gingen davon aus, dass die bisherigen Impfungen in gewissem Maß auch bei der neuen Variante vor schweren Krankheitsverläufen schützten, sagte er.

In Bezug auf die jüngst verhängten Beschränkungen für Einreisen aus den Ländern des südlichen Afrikas räumte Biden ein, diese könnten die Ankunft der Variante in den USA «nicht verhindern». Es werde «früher oder später» auch in den USA bestätigte Fälle geben. Die Beschränkungen dürften die Entwicklung aber verlangsamen und den Menschen damit mehr Zeit geben, sich impfen zu lassen, wie er weiter sagte. Falls es angesichts der neuen Variante neue Impfstoffe brauchen sollte, werde seine Regierung alles in ihrer Macht stehende tun, dies rasch zu ermöglichen, versprach Biden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im südlichen Afrika entdeckte Omikron-Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht noch nicht fest. Viele Experten rechnen frühestens in ein bis zwei Wochen mit belastbareren Erkenntnissen.


Omikron erstmals auch nachgewiesen

MADRID: Erstmals ist auch in Spanien ein Fall der neuen Corona-Variante Omikron nachgewiesen worden. Das teilte das Labor für Mikrobiologie des Krankenhauses Gregorio Marañón in Madrid am Montag auf Twitter mit. Es handele sich um einen Patienten, der aus Südafrika eingereist sei. Ihm gehe es soweit gut, schrieb das Labor weiter.

Die Corona-Lage ist in Spanien wegen der relativ hohen Impfbereitschaft noch etwas entspannter als in zentraleuropäischen Ländern. Aber auch in dem beliebten Urlaubsland steigen die Corona-Zahlen, die Sorge vor der neuen Virus-Variante geht um. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei etwa 100, die Impfquote bei fast 80 Prozent.


Booster-Impfungen für alle britischen Erwachsenen nach drei Monaten

LONDON: Großbritannien will wegen der Verbreitung der Omikron-Variante allen Erwachsenen bereits drei Monate nach ihrer zweiten Corona-Impfung eine Booster-Dosis anbieten. Das teilte das zuständige Impfkomitee am Montag in London mit. Die Experten empfahlen Drittimpfungen für alle Erwachsenen mit einem Abstand von mindestens drei Monaten nach der zweiten Dosis. Dies werde den Schutz vor der Omikron-Variante erhöhen, da dieser ersten Erkenntnissen zufolge bei einem höheren Antikörper-Level besser sei, hieß es von den Experten.

Bislang konnten in Großbritannien nur über 40-Jährige eine Booster-Impfung buchen und dies auch erst sechs Monate nach ihrer zweiten Dosis.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante als «besorgniserregend» eingestuft. In Großbritannien sind bislang neun bestätigte Fälle bekannt.


Polen verbietet Flüge in sieben afrikanische Länder

WARSCHAU: Aus Sorge vor einer Ausbreitung der im südlichen Afrika entdeckten Coronavirus-Variante Omikron verbietet Polen Flüge in sieben Länder der Region. Betroffen von dieser Regelung seien Südafrika, Namibia, Simbabwe, Botsuana, Mosambik, Eswatini und Lesotho, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski am Montag in Warschau. Reisende, die aus diesen Ländern nach Polen zurückkehren, müssen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben und können sich auch durch ein negatives Testergebnis nicht davon befreien.

Außerdem werden in Polen vom 1. bis 17. Dezember erneut die Restriktionen verschärft, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. In Hotels, Restaurants, Kinos und Theatern gilt dann eine Höchstgrenze von 50 Prozent Auslastung - bisher lag das Limit bei 75 Prozent. Geimpfte sollen weiterhin bei diesen Begrenzungen nicht mitgezählt werden, sagte Niedzielski. Allerdings müssen in Polen - anders als in Deutschland und in vielen anderen westeuropäischen Ländern - die Gäste und Besucher von Gastronomie und Kultureinrichtungen weder ihren Impfnachweis noch einen negativen Test vorzeigen. Insofern sind auch die neuen Regelungen vor allem Theorie.

Die Opposition wirft der nationalkonservativen PiS-Regierung vor, angesichts einer vergleichsweise geringen Impfquote und steigender Neuinfektionen zu wenig zu tun, um die Impfgegner unter ihren Wählern nicht zu verprellen. In Polen sind 53,8 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Montag wurden 13.115 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert, im selben Zeitraum starben 18 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat knapp 38 Millionen Einwohner.


Treibhausgas-Emissionen in der EU niedriger als vor der Pandemie

BRÜSSEL: Nach dem Einbruch von Treibhausgas-Emissionen während der Corona-Pandemie wird in der EU immer noch weniger klimaschädliches Kohlenstoffdioxid (CO2) ausgestoßen als vor dem Ausbruch des Virus. Das geht aus neuen Daten hervor, die die Statistikbehörde Eurostat am Montag veröffentlichte. Demnach wurden im zweiten Quartal 2021 rund 867 Million Tonnen CO2 und andere Treibhausgase in der EU ausgestoßen - in den zehn Jahren vor der Pandemie war ein Quartalswert nie kleiner.

Trotzdem handele es sich um ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2020. Der Anstieg sei dem wirtschaftlichen Aufschwung zuzuschreiben, schrieb Eurostat. Zwischen April und Juni 2020 erreichten die Emissionen mit rund 735 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalent demnach einen Tiefpunkt, da die Wirtschaft während der Corona-Pandemie heruntergefahren wurde.

Es ist laut der Mitteilung von Eurostat das erste Mal, dass die Behörde vierteljährliche Daten zu Treibhausgas-Emissionen veröffentlicht und diese nach Sektoren aufschlüsselt. Die Bereiche Industrie und Bau waren für die meisten Emissionen verantwortlich - 34 Prozent im zweiten Quartal dieses Jahres -, gefolgt von der Stromversorgung (19 Prozent), der Landwirtschaft (14 Prozent), dem Transport (8 Prozent) und anderen Dienstleistungen (8 Prozent). Haushalte waren durch Heizen und Verkehr für rund 18 Prozent der Emissionen verantwortlich.

Eurostat will solche Daten künftig jedes Quartal publizieren, um den Fortschritt im Kampf gegen den Klimawandel besser verfolgen zu können.


Wissenschaftlerin: Erste Hinweis auf Omikron kamen aus Botsuana

JOHANNESBURG: Erste Hinweise auf die neue Corona-Variante Omikron kamen nach Wissenschaftler-Angaben aus dem afrikanischen Staat Botsuana. Bei einer Pressekonferenz des südafrikanischen Gesundheitsministeriums sagte die Wissenschaftlerin Anne von Gottberg vom Nationalen Institut für Ansteckende Krankheiten NICD am Montag in Johannesburg: «Botsuana hat als erstes eine der Sequenzen identifiziert.» Die Wissenschaftler des Nachbarstaates hätten ihre Erkenntnisse dann in eine international zugängliche Datenbank eingetragen. «Aber es brauchte noch weitere Sequenzforschungen um zu erkennen, was da passiert», erklärte von Gottberg.

Die Information aus Botsuana habe südafrikanischen Experten geholfen, nach weiteren Untersuchungen den steilen Anstieg der täglichen Infektionszahlen im eigenen Land mit der neuen Variante zu erklären. Südafrikas Gesundheitsminister Joe Phaahla infomierte am vergangenen Donnerstag die Öffentlichkeit über die Erkenntnisse.

Botsuanas Gesundheitsministerium hatte in einer Stellungnahme Ende vergangener Woche betont, bei den ersten Verdachtsfällen habe es sich um vier ausländische Diplomaten gehandelt, deren Nationalität aber nicht genannt wurde. Ministeriumssprecherin Shirley Mukamambo bestätigte am Montag der Deutschen Presse-Agentur: «Das Quartett wurde am 11. November positiv getestet.» Die Analyse der Ergebnisse ergab demnach am 22. November den Hinweis auf eine neue Virusvariante, die schließlich am 24. November als B 1.1.529 bekanntgemacht wurde.

Die neue Variante wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Omikron bezeichnet und als «besorgniserregend» eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass sie die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte.


G7-Minister beraten über Omikron - Spahn: Vorbildliche Transparenz

LONDON/BERLIN: Die Gesundheitsminister der G7-Staaten haben am Montag mit Beratungen über die Omikron-Variante des Coronavirus begonnen. Das bestätigte ein Sprecher der britischen Regierung, die das virtuelle Sondertreffen einberufen hatte. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hob hervor, nur weil Südafrika offen Informationen über die in der Region entdeckte Variante geteilt habe, seien schnelle Reaktionen darauf möglich gewesen. «So funktioniert globale Pandemiebekämpfung», schrieb der CDU-Politiker bei Twitter. Diese «vorbildliche Transparenz» verdiene Unterstützung.

Zur Gruppe der G7-Staaten gehören neben Deutschland und Großbritannien die USA, Frankreich, Italien, Japan und Kanada.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht noch nicht fest.

Mittlerweile sind in etlichen Ländern - darunter auch Deutschland und Großbritannien - Fälle der Variante entdeckt worden. Mehrere Länder haben bereits wieder schärfere Reisebeschränkungen eingeführt.


WHO: Spenden von Corona-Impfstoffen müssen besser geplant werden

KAPSTADT: Spenden von Corona-Vakzinen an Entwicklungsländer müssen nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besser organisiert werden, um Impfkampagnen zu beschleunigen. Geberländer sollten weniger aus dem Augenblick heraus, sondern vorhersehbar und in großen Mengen spenden, forderten die WHO, die globale Impfinitiative Covax und die Beschaffungskommission der Afrikanischen Union (Avatt) am Montag. Bislang seien laut WHO weltweit mehr als 90 Millionen Covid-19-Impfdosen mit Hilfe von Covax und Avatt gespendet worden. Der Großteil der Spenden sei relativ spontan erfolgt.

Zudem seien viele Dosen mit nur noch kurzer Haltbarkeit in den Ländern eingetroffen. Dies mache es für Staaten extrem schwierig, Impfkampagnen nachhaltig zu planen, so die WHO. Die Versorgung müsse berechenbarer und zuverlässige werden. Gespendete Impfstoffe sollten mindestens zehn Wochen haltbar sein, hieß es. Auch das notwendige Impfmaterial - etwa Spritzen, Verdünnungsmittel und Frachtkosten - sollte in der Spende eingeschlossen sein, um den logistischen Aufwand zu reduzieren.

In Afrika sind nach Angaben des Afrikanischen Zentrums für Infektionskrankheiten (Africa CDC) 6,6 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Vergangene Woche wurde im südlichen Afrika die Virusvariante Omikron nachgewiesen, die inzwischen von der WHO als besorgniserregend eingestuft wurde.


Omikron-Fälle bestätigt - Reisender steckte Familie an

ROM: In Italien haben sich vier Menschen mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert.

Nachdem am Wochenende ein aus Mosambik eingereister Mann positiv auf B.1.1.529 getestet worden war, bestätigte eine komplette Genomsequenzierung den Verdacht, wie die Region Kampanien am Montag mitteilte. Der Mann lebt in dieser süditalienischen Region. Laut Behördenangaben hat er seine Frau und seine zwei Kinder angesteckt. Bei den drei Familienmitgliedern wurde die Variante ebenfalls nachgewiesen. Die vier Patienten weisen «keine relevanten Symptome» auf, weil sie geimpft waren, wie es weiter hieß.


Italien bereitet Impfstart für Kinder vor

ROM: Italien bereitet sich darauf vor, von Weihnachten an auch Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren gegen Corona zu impfen. Das sagte der Vorsitzende des Covid-Gesundheitsrates, Franco Locatelli, am Montag dem TV-Sender Sky TG24. Noch in dieser Woche werde die Erlaubnis der nationalen Arzneimittelagentur Aifa erwartet, nachdem zuletzt die europäische Behörde Ema Grünes Licht für eine Zulassung gegeben hatte. Die Impfungen in Italien beginnen dann «am 23. Dezember, vielleicht einen Tag früher oder später», sagte Locatelli.

Der Regierungsexperte geht davon aus, dass bis dahin die Logistik geklärt sei, etwa durch die Errichtung von speziellen Kinderbereichen in den Impfzentren. Die Fünf- bis Elfjährigen sollen zehn Mikrogramm des Vakzins erhalten, also ein Drittel der Menge für Erwachsene.

Mehr als 87 Prozent der Italiener über zwölf Jahren sind mindestens einmal geimpft, bis Montagmorgen wurden zudem fast sechs Millionen Auffrischungsdosen (Booster) verteilt. Locatelli schloss nicht aus, dass irgendwann auch eine vierte Dosis nötig sein wird.


13 Omikron-Fälle bei portugiesischer Fußballmannschaft Belenenses

LISSABON: Auch in Portugal ist erstmals die neue Corona-Variante Omikron festgestellt worden. Das Virus sei bei 13 Spielern und anderen Mitgliedern des Erstliga-Fußballclubs Belenenses SAD festgestellt worden, teilte die Generalsekretärin der Gesundheitsbehörde, Graça Freitas, am Montag mit, wie die Zeitung «Público» berichtete. Die Betroffenen seien isoliert worden und nicht schwer erkrankt, habe Freitas betont. Um eine Ausbreitung der neuen Virusvariante zu stoppen, habe die Gesundheitsbehörde in diesen Fällen strengere Quarantäneauflagen und weitere Tests angeordnet.

Noch bevor bekannt wurde, dass es sich um Fälle von Omikron handelt, hatten besonders viele Corona-Fälle bei Belenenses am Samstag schon zu einem Eklat geführt. Weil das Schlusslicht der Liga gegen den Stadtrivalen Benfica Lissabon nur noch sechs Spieler aufbieten konnte, war die Partie in der 48. Minute beim Stand von 0:7 abgebrochen worden. Freitas wies eine Verantwortung der Gesundheitsbehörde bei der Genehmigung des Spiels zurück. Sie sprach sich dafür aus, alle Teilnehmer des Spiels beider Mannschaften testen zu lassen.

Die Portugiesen rief sie auf, Maßnahmen wie das Tragen einer Maske, das Lüften geschlossener Räume und die Reduzierung von Kontakten außerhalb der eigenen Familie ernst zu nehmen. Die Pandemie sei trotz der hohen Impfquote in Portugal nicht vorbei.

Aus Spanien wurden zunächst keine Infektionen mit Omikron bekannt.


WHO stuft Omikron vorsorglich als «sehr hohes» globales Risiko ein

WIEN: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt das globale Risiko der neue Corona-Variante Omikron vorsorglich als «sehr hoch» ein. In einem Dokument, das am Montag veröffentlicht wurde, betont die UN-Behörde jedoch auch, dass die Wissenschaft noch sehr wenig darüber wisse, wie sich Omikron auf den Verlauf der Pandemie auswirken wird. Die Risiko-Bewertung sei deshalb mit einem sehr hohen Unsicherheitsfaktor behaftet und könne sich noch ändern.

Es sei noch unklar, wie übertragbar Omikron sei und ob Impfstoffe, Medikamente und Virustests dagegen weniger wirksam seien. Außerdem gebe es Unsicherheiten, was die Möglichkeit von neuerlichen Infektionen von genesenen Covid-Patienten betrifft. Dazu laufe eine Reihe von Studien.

Die Einschätzung der WHO beruht unter anderem darauf, dass das im südlichen Afrika entdeckte Omikron eine Reihe von Mutationen aufweist, die in bereits bekannten Varianten zu einem höheren Risiko von wiederholten Infektionen bei Genesenen geführt haben.

Falls es wegen Omikron zu einem starken Anstieg der Infektionen komme, «könnte das schwere Konsequenzen haben», schrieb die WHO. Besonders Länder, in denen noch wenige Menschen geimpft seien, könnten schwer betroffen sein, hieß es mit indirektem Verweis auf das südliche Afrika.


Omikron: China sieht sich als «uneinnehmbare Festung»

PEKING: Vor dem Hintergrund der sich weltweit verbreitenden neuen Coronavirus-Variante Omikron sieht China sich in seiner strikten Null-Covid-Strategie bekräftigt. China sei eine «uneinnehmbare Festung» für das Virus, kommentierte am Montag die parteinahe Staatszeitung «Global Times». Der Null-Corona-Ansatz des Landes sei zwar im Westen auf viel Kritik gestoßen. Doch die neue «Angriffswelle» von Omikron zeige, dass China am besten dafür gerüstet sei, eine Verbreitung des Virus zu verhindern.

Die chinesische Regierung verfolgt eine strikte Strategie, mit der Corona-Infektionen möglichst komplett unterbunden werden sollen. Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Virus weitgehend im Griff. Bislang hat das rigorose Vorgehen tatsächlich stets dazu geführt, dass die meist kleinen Ausbrüche nach wenigen Wochen wieder unter Kontrolle gebracht werden konnten. Jedoch haben sich neue Wellen seit dem Auftreten der deutlich ansteckenderen Delta-Variante gehäuft. Am Montag meldeten die Behörden landesweit 21 neue lokale Infektionen.


Japan will Einreise von Ausländern vorerst unterbinden

TOKIO: Japan will wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus erneut die Einreise von Ausländern verbieten. Er habe beschlossen, «als Notfallmaßnahme» von Dienstag an die Einreisebeschränkungen für Ausländer aus aller Welt wieder in Kraft zu setzen, sagte Ministerpräsident Fumio Kishida laut dem Sender NHK World am Montag. Ziel sei es, die schlimmste Situation für das Land zu verhindern. Die Maßnahme soll zunächst solange gelten, bis genauere Informationen über die neue Corona-Mutante vorliegen.

Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, hatte Japan seine Grenzbeschränkungen Anfang November gelockert, sodass seitdem wieder Studenten, Geschäftsreisende und technische Praktikanten wieder ins Land reisen konnten. Bedingung war, dass die jeweils für die Einladungen verantwortlichen Organisationen die Bewegungen der Besucher aus dem Ausland verfolgen.

Japan hatte bereits am vergangenen Wochenende wegen der neuen Virusvariante Einreisebeschränkungen für Reisende aus Südafrika und acht weiteren Ländern der Region beschlossen. Demnach mussten sie sich nach der Ankunft in eine zehntägige Quarantäne in einer Einrichtung begeben, die ihnen von der Regierung zugeteilt wird.


Erstmals Omikron-Infektion auch in Schweden bestätigt

STOCKHOLM: Die Omikron-Variante des Coronavirus ist erstmals auch in Schweden festgestellt worden. Das teilte die schwedische Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten am Montagabend mit. Sie sei in einer etwas mehr als einer Woche alten Probe einer reisenden Person nachgewiesen worden, die sich kürzlich in Südafrika aufgehalten habe. Die Person stamme aus der südschwedischen Region Skåne. Es sei erwartet worden, dass die Variante auch in Schweden auftauchen werde.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht noch nicht fest. Mittlerweile sind in etlichen Ländern - darunter auch Deutschland - Fälle der Variante entdeckt worden.

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