Corona-Überblick: Meldungen am Montag

Der amerikanische Verteidigungsminister Lloyd Austin besucht Lettland. Foto: epa/Toms Kalnins
Der amerikanische Verteidigungsminister Lloyd Austin besucht Lettland. Foto: epa/Toms Kalnins

US-Verteidigungsminister Austin erneut positiv auf Corona getestet

WASHINGTON: US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat sich erneut mit dem Coronavirus infiziert. Er sei am Montagmorgen positiv auf das Virus getestet worden und habe leichte Symptome, teilte Austin mit. Er werde sich den Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC folgend die nächsten fünf Tage zu Hause isolieren. Er plane, von dort weiterzuarbeiten, und behalte alle Befehlsgewalt. Sein letzter persönlicher Kontakt zu US-Präsident Joe Biden sei Ende vergangenen Monats gewesen.

Austin war im Januar bereits an Covid-19 erkrankt. Der Minister teilte nun weiter mit, nach Einschätzung seines Arztes seien seine Symptome im Januar und jetzt deshalb so mild ausgefallen, weil er vollständig geimpft sei.


Großbritannien lässt ersten Doppelimpfstoff gegen Corona zu

LONDON: Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hat als erste weltweit eine Zulassung für einen Impfstoff gegen verschiedene Varianten des Coronavirus erteilt. Wie das Gesundheitsministerium in London am Montag mitteilte, schützt das Präparat mit dem Namen «Spikevax bivalent Original/Omicron» des US-Pharmaunternehmens Moderna sowohl gegen die ursprüngliche Corona-Variante als auch gegen Omikron.

Der Impfstoff biete eine gute Immunreaktion sowohl gegen die Omikron-Subvariante BA.1 als auch gegen das Virus, wie es 2020 im Umlauf war, hieß es in der Mitteilung. Zudem habe eine Forschungsanalyse gezeigt, dass der Impfstoff auch gegen die Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 Wirkung zeige. Die Nebenwirkungen seien mild, so wie bei dem ersten Moderna-Impfstoff. Ernste Sicherheitsbedenken gebe es keine.

MHRA-Chefin June Raine bezeichnete den Booster-Impfstoff als «geschärftes Werkzeug in unserem Arsenal, um uns gegen diese Krankheit, die sich weiterhin fortentwickelt, zu schützen».

Der Impfstoff soll im Herbst als Booster zur Verfügung stehen. Alle über 50-Jährigen und bestimmte Risikogruppen sollen in Großbritannien von September an eine Auffrischungsimpfung in der einen oder anderen Form erhalten.


Japans Regierungschef opfert für umstrittenen Yasukuni-Schrein

TOKIO: Japans Ministerpräsident Fumio Kishida hat zum 77. Jahrestag der Kapitulation des Landes im Zweiten Weltkrieg dem umstrittenen Kriegsschrein Yasukuni in Tokio eine Opfergabe zukommen lassen. Seine national-konservative Ministerin für wirtschaftliche Sicherheit, Sanae Takaichi, pilgerte stattdessen am Montag in das Shinto-Heiligtum, wo der in Kriegen für das japanische Kaiserreich Gestorbenen gedacht wird - darunter verurteilte und hingerichtete Kriegsverbrecher.

Pilgergänge japanischer Politiker lösen immer wieder Proteste Chinas und Südkoreas aus, gegen die Japans Aggressionen im Zweiten Weltkrieg gerichtet waren. Für Kritiker ist der Yasukuni-Schrein ein Symbol des ehemaligen Militarismus.

In seiner Rede bei einer wegen der Corona-Pandemie verkleinerten Gedenkzeremonie in Tokio für die etwa 3,1 Millionen gefallenen Soldaten und zivilen Opfer bekräftigte Kishida zwar den Entschluss seines Landes, die «Katastrophe von Krieg» niemals zu wiederholen. In einer Welt, in der Konflikte noch immer weit verbreitet seien, werde Japan alles tun, um gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft zur friedlichen Lösung der Probleme in der Welt beizutragen. Auf Japans damalige Aggressionen ging Kishida aber nicht ein. Er folgte damit der Linie seines rechtskonservativen Vorgängers Shinzo Abe, der kürzlich ermordet worden war, wie japanische Medien festhielten.

Aus Südkorea kamen unterdessen versöhnliche Töne: Beide Länder könnten ihre historischen Probleme lösen, wenn sie sich auf eine «gemeinsame Zukunft» zubewegten, sagte Präsident Yoon Suk Yeol am Montag in seiner Rede zum 77. Tag der Befreiung Koreas von japanischer Kolonialherrschaft (1910-45), wie die japanische Agentur Kyodo berichtete. Yoon hatte nach seiner Wahl zum Präsidenten im März erklärt, die Beziehungen zu Japan verbessern zu wollen. Die beiden Nachbarländer sind heute wichtige Sicherheitspartner der USA.

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