Corona-Überblick: Meldungen am Mittwoch

Ein medizinischer Mitarbeiter führt einen COVID-19-Test in Buenos Aires durch. Foto: epa/Juan Ignacio Roncoroni
Ein medizinischer Mitarbeiter führt einen COVID-19-Test in Buenos Aires durch. Foto: epa/Juan Ignacio Roncoroni

Zweite Corona-Welle: Argentinien verhängt wieder Ausgangssperren

BUENOS AIRES: Angesichts der zweiten Welle der Corona-Pandemie in Argentinien verhängt die Regierung des Landes wieder strenge Ausgangsbeschränkungen. In den besonders betroffenen Distrikten gilt ab Freitag eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 24.00 und 6.00 Uhr, wie Präsident Alberto Fernández ankündigte. «Argentinien hat die zweite Welle erwischt», sagte der Staatschef. «Als Präsident ist es meine Verantwortung, die Zügel in die Hand zu nehmen und das Land zu führen.» Trotz einer Impfung hatte sich Fernández zuletzt selbst mit dem Coronavirus infiziert.

Private Zusammenkünfte in Häusern und Wohnungen über die eigene Familie hinaus werden bis Ende April untersagt, Treffen unter freiem Himmel auf höchstens 20 Personen begrenzt. Restaurants und Bars müssen um 23.00 Uhr schließen, Kasinos und Diskotheken werden komplett geschlossen. Den öffentlichen Nahverkehr dürfen nur noch Mitarbeiter aus essenziellen Sektoren benutzen.

Diese Beschränkungen gelten für die Bewohner der Hauptstadt Buenos Aires und der umliegenden Vororte sowie der Ballungsräume Córdoba, Mendoza, Tucumán, San Juan und Rosario. Insgesamt sind etwa 26 der rund 45 Millionen Argentinier betroffen. In den übrigen Regionen sollen die Gouverneure Regelungen treffen, um die Mobilität und Kontakte zu drosseln.

Am Mittwoch meldete Argentinien 22.039 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden - so viele wie niemals zuvor in der Pandemie. Insgesamt haben sich in dem südamerikanischen Land rund 2,4 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, fast 57.000 Patienten sind bislang im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.


Haare weiß gefärbt: Zwei Festnahmen wegen Impfbetrug

MEXIKO-STADT: Zwei Männer haben sich in Mexiko als Senioren verkleidet und so Corona-Impfungen erschlichen. Die beiden hatten sich die Haare und Augenbrauen weiß gefärbt und waren mit gefälschten Ausweisen vor zwei Wochen zu einer Impfstätte in Mexiko-Stadt gegangen, wie die Bürgermeisterin der Hauptstadt, Claudia Sheinbaum, am Mittwoch in einer Pressekonferenz mitteilte. Dort wurden ihnen demnach Impfdosen gespritzt, obwohl in Mexiko bislang nur Beschäftigte im öffentlichen Gesundheitswesen, einige Lehrer und Menschen im Alter von mindestens 60 Jahren immunisiert werden sollen. Letztlich seien die Betrüger aber wegen ihrer Stimmen aufgeflogen. Die Männer im Alter von 30 und 35 Jahren seien festgenommen worden, gegen sie werde wegen Ausweisfälschung ermittelt.

In Mexiko wurden bisher rund 9,7 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht und gut 1,3 Millionen Menschen - etwa 1 Prozent der Bevölkerung - vollständig geimpft. Zwischenzeitlich wurden die Impfstoffvorräte knapp. Die Regierung warf reichen Ländern vor, sich die Vakzine unter den Nagel zu reißen. Inzwischen hat die zuständige Behörde sechs Präparaten eine Notfallzulassung erteilt.

Das nordamerikanische Land mit rund 126 Millionen Einwohnern verzeichnet die drittmeisten registrierten Corona-Toten weltweit nach den USA und Brasilien. Offiziell wurden dort bisher gut 205.000 Todesfälle bestätigt. Da in Mexiko äußerst wenig auf das Coronavirus getestet wird, dürfte die wahre Zahl deutlich höher sein.


Italien empfiehlt Astrazeneca-Impfstoff nun für über 60-Jährige

ROM: Auch Italien ändert seine Impfrichtlinien und empfiehlt das Präparat von Astrazeneca jetzt für Menschen über 60 Jahre. Das gab der Präsident des obersten Gesundheitsinstituts (CTS), Franco Locatelli, am Mittwochabend in Rom bekannt. Er und andere Experten des Gesundheitsministeriums betonten, dass der Impfstoff in Italien weiter als ein sehr gutes Mittel eingestuft werde. Aufgrund von sehr seltenen Vorkommnissen von Blutgerinnseln im Zusammenhang mit dem Präparat habe Gesundheitsminister Roberto Speranza sich aber für die «bevorzugte Verwendung» von Astrazeneca-Dosen bei Menschen über 60 Jahre entschieden.

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte am Mittwoch erklärt, dass es sich nach ihrer Einschätzung bei den Blutgerinnseln um Nebenwirkungen des Vakzins handelt. Die EMA nahm jedoch keine Änderung an ihrer uneingeschränkten Empfehlung für den Impfstoff vor. Italien hatte sich zuletzt daran orientiert.

In Europa gelten in unterschiedlichen Staaten allerdings schon länger unterschiedliche Regeln beim Einsatz des Astrazeneca-Mittels. In Deutschland hatte die ständige Impfkommission (Stiko) den Astrazeneca-Impfstoff zuletzt für Menschen ab 60 Jahren empfohlen. Andere Staaten nehmen 55 Jahre als Altersgrenze.


Neue US-Regierung will Hilfe für Palästinenser wieder aufnehmen

WASHINGTON: Die neue US-Regierung will die von Ex-Präsident Donald Trump gestoppte Unterstützung für Palästinenser wieder einführen. Für humanitäre Hilfe sollen zunächst 150 Millionen US-Dollar an die zuständige UN-Organisation UNRWA gehen, zudem solle es 75 Millionen Dollar Entwicklungshilfe für Projekte im Gazastreifen und im Westjordanland geben, wie das US-Außenministerium am Mittwoch mitteilte. Weitere 10 Millionen Dollar sollen demnach für Maßnahmen zur Friedensbildung eingesetzt werden, zudem soll auch die Unterstützung in Fragen der Sicherheit wieder aufgenommen werden.

Die Mittel sollen den Palästinensern unter anderem auch helfen, die Corona-Krise zu stemmen. Die Vereinigten Staaten wollen sowohl für Israelis und Palästinenser «Wohlstand, Sicherheit und Freiheit» fördern, erklärte Außenminister Antony Blinken. Dies diene auch dem Ziel, Fortschritt in Richtung einer Vereinbarung zu einer Zwei-Staaten-Lösung zu machen. Die Wiederaufnahme der Unterstützung sei im Interesse der USA, erklärte er. Es war nicht unmittelbar klar, auf welchen Zeitraum sich die angekündigten Hilfen bezogen.

Im Jahr 2018 hatte Trumps Regierung die Hilfen für die Palästinenser fast komplett gestrichen. Unter anderem hatten sie die Zahlungen für das Palästinenserhilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA) eingestellt. Die Führung der Palästinenser betrachtete die USA unter Trumps Führung nicht mehr als akzeptablen Vermittler, sondern als parteiische Schutzmacht Israels. Präsident Joe Bidens Regierung will Unterstützung und politische Kontakte zu den Palästinensern nun wieder aufbauen, um für eine Zwei-Staaten-Lösung zu werben.

Außenminister Heiko Maas (SPD) zeigte sich erfreut über die Entscheidung der USA. «Da die Herausforderungen in Zeiten von Corona nur noch größer geworden sind, kommt die Ankündigung der US-Regierung zur rechten Zeit für die Betroffenen in der Region. Ich hoffe, dass sich weitere Länder anschließen und künftig wieder dazu beitragen werden, dass UNRWA seine wichtigen Aufgaben erfüllen kann», sagte Maas laut einer Mitteilung.


Trotz Tausender Toter: Brasiliens Regierung schließt Lockdown aus

CHAPECÓ: Auch auf dem bisherigen Höhepunkt der Corona-Pandemie in Brasilien schließt Präsident Jair Bolsonaro harte Ausgangsbeschränkungen in dem südamerikanischen Land weiter aus. «Wir werden nach Alternativen suchen. Wir werden die Politik des Zuhausebleibens, des Abriegelns, des Lockdowns nicht hinnehmen», sagte der Staatschef am Mittwoch einem Bericht des Nachrichtenportals G1 zufolge bei einem Besuch im Süden des Landes. Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost und stemmt sich mit Verweis auf die wirtschaftlichen Folgen seit Beginn der Pandemie gegen einen landesweiten Lockdown.

Brasilien ist ein Brennpunkt in der Corona-Pandemie: Am Dienstag hatten die Gesundheitsbehörden erstmals mehr als 4000 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 an einem Tag registriert. Bislang haben sich im größten Land Lateinamerikas mehr als 13 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, fast 337.000 Menschen sind gestorben. Zuletzt hatten Wissenschaftler zudem eine neue Variante des Coronavirus identifiziert.


CDC: Britische Corona-Variante nun häufiger als Ursprungsvirus

WASHINGTON: Die zuerst in Großbritannien entdeckte, sehr ansteckende Corona-Variante B.1.1.7 kommt in den USA nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC inzwischen häufiger vor als das ursprüngliche Virus. CDC-Chefin Rochelle Walensky sagte am Mittwoch in Washington, auf Basis der jüngsten Schätzungen sei die britische Corona-Variante in den Vereinigten Staaten die aktuell vorherrschende Variante. Die Behörde hatte bereits im Januar gewarnt, dass es dazu kommen könnte.

Grundlage für das Aufspüren von Corona-Mutanten ist die sogenannte Genom-Sequenzierung. Da dies in den USA nur in begrenztem Ausmaß gemacht wird, sind die Angaben zur Verbreitung der Virusvariante lediglich Schätzungen.

Auch in anderen Ländern hat sich die britische Virus-Variante rasant ausgebreitet. In Deutschland hat sie die Ursprungsvariante des Virus mittlerweile ebenfalls weitgehend verdrängt.

Nach neuen Studien aus Großbritannien und den USA vermehrt sich die britische Variante um 35 Prozent stärker als das herkömmliche Coronavirus. Zwei Studien britischer Forscher kommen zudem zu dem Ergebnis, dass B.1.1.7 tödlicher ist als das ursprüngliche Virus.


Sinkende Corona-Zahlen : Lockdown wird entschärft

VALLETTA: Malta will wegen sinkender Corona-Zahlen seine Beschränkungen ab nächster Woche schrittweise lockern. Losgehen soll es mit den Schulen, wie Premierminister Robert Abela am Mittwoch in der Hauptstadt Valletta ankündigte. Der Plan sieht vor, dass ab Montag Kindergärten und Grundschulen aufmachen. Die älteren Mädchen und Jungen dürfen einige Tage später wieder in ihre Klassen. Zwei Wochen nach dem ersten Schritt, am 26. April, dürfen bisher geschlossene Geschäfte wieder öffnen. Bars und Restaurants bleiben vorerst für Gäste zu.

In Malta sind die Corona-Zahlen in den vergangenen Wochen stark gesunken, nachdem das kleine EU-Land Anfang März strenge Restriktionen eingeführt hatte. Schulen sowie Geschäfte für nicht lebenswichtige Dinge und Dienstleistungen wurden geschlossen. Jetzt könne der Inselstaat im Mittelmeer eine «vorsichtige» Rückkehr zur Normalität wagen, sagte der Regierungschef. Sollte die Kurve wieder steigen, würden die Lockerungen wieder zurückgenommen.

Das Urlaubsland Malta, wo rund eine halbe Million Menschen leben, registrierte am Mittwoch 65 neue Infektionsfälle. Rund vier von zehn Menschen haben bisher mindestens eine Impfstoffdosis erhalten. Die Regierung will die Impfkampagne so zeitig vorantreiben, dass der Tourismus ab Juni wieder starten kann.


Lebenserwartung sinkt in fast allen EU-Staaten

LUXEMBURG: Die durchschnittliche Lebenserwartung ist im ersten Jahr der Corona-Pandemie in fast allen EU-Ländern gesunken. 22 der 27 Länder verzeichneten 2020 im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Am stärksten waren Spanien (minus 1,6 Jahre) und Bulgarien (1,5 Jahre) betroffen. In Deutschland sank die Lebenserwartung bei der Geburt demnach um 0,2 Jahre auf 81,1 Jahre.

Unter der Lebenserwartung zu einem bestimmten Zeitpunkt versteht man die Anzahl der Jahre, die eine Person im Schnitt noch zu leben hat, wenn die zu dem Zeitpunkt herrschenden Sterbebedingungen weiter gelten würden. Anders ausgedrückt: Kinder, die 2020 in Deutschland geboren wurden, werden im Schnitt 81,1 Jahre alt - in dem theoretischen Fall, dass in der ganzen Zeit genauso gestorben wird wie 2020. Die angegebenen Zahlen für 2020 sind Eurostat zufolge vorläufige Schätzungen für die Lebenserwartung bei Geburt.

Langfristig betrachtet werden EU-Bürger eigentlich immer älter: Die durchschnittliche Lebenserwartung stieg nach Angaben von Eurostat seit den 1960er Jahren im Schnitt um mehr als zwei Jahre pro Jahrzehnt. In den letzten Jahren habe diese Entwicklung aber in mehreren Staaten stagniert oder sei sogar rückläufig gewesen. Nach dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie sei die Lebenserwartung 2020 schließlich in der überwiegenden Mehrheit der Staaten gesunken. Auch in den USA war die Lebenserwartung im ersten Halbjahr 2020 von 78,8 auf 77,8 Jahre zurückgegangen - der niedrigste Wert seit 2006.

Innerhalb der EU gibt es weiterhin ein starkes Gefälle: Am ältesten werden die Bewohner Maltas mit 82,6 Jahren. Es folgen Schweden, Italien und Spanien (jeweils 82,4 Jahre). Am niedrigsten ist die Lebenserwartung in Litauen (75,1), Rumänien (74,2) und Bulgarien (73,6). 2019 lag die EU-weite Lebenserwartung bei 81,3 Jahren. Für Irland liegen noch keine Daten vor.


2020 weniger antisemitische Gewalt - Mehr Schändungen und Online-Hass

TEL AVIV: Antisemitische Gewalttaten haben 2020 während der Corona-Krise weltweit abgenommen, dagegen gab es laut einer Studie mehr Schändungen von Synagogen und Grabstätten sowie neue Formen des Antisemitismus im Internet. In sozialen Netzwerken hätten sich Beschuldigungen von Juden als angebliche Verantwortliche für die Corona-Pandemie gehäuft, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten Antisemitismus-Bericht der Tel Aviver Universität.

Die Zahl gewaltsamer antisemitischer Vorfälle fiel demnach von 456 im Jahre 2019 auf 371 im Jahre 2020. Gleichzeitig habe es einen Anstieg um 20 Prozent der Schändungen von Synagogen, Friedhöfen und Holocaust-Gedenkstätten gegeben. Diese seien während Lockdowns geschlossen und oft nicht bewacht gewesen. «Außerdem haben sich im Internet neue Phänomene entwickelt, wie Zoom-Bombing (Angriffe auf Videoschalten) und Vorfälle im Darknet, die sich schwer quantifizieren lassen», hieß es in der Mitteilung der Universität.

Dina Porat vom Kantor-Zentrum für die Erforschung des zeitgenössischen europäischen Judentums sagte, das vergangene Jahr sei wegen der weltweiten Corona-Krise besonders angespannt und turbulent gewesen. «Vorurteile, Aberglaube, Urgefühle und bizarre Theorien sind aufgetaucht, sowie Erscheinungen von Antisemitismus, sowohl verbal als auch visuell, bösartig und empörend.» Das Hauptmotiv sei die Beschuldigung von Juden und Israelis als Urheber und Verbreiter des Coronavirus gewesen.

Impfgegner hätten außerdem Corona-Beschränkungen und Lockdowns häufig mit den Verbrechen Nazi-Deutschlands verglichen.


«Kleine Fabriken»: Bilder zeigen, wie Astrazeneca-Impfstoff wirkt

SOUTHAMPTON: Forscher der Universität Southampton haben mit einer speziellen Bildtechnik sichtbar gemacht, wie der Astrazeneca-Impfstoff in menschlichen Zellen wirkt. «Viele Menschen wissen vermutlich nicht, wie ihre Zellen zu kleinen Fabriken werden, die virale Stacheln produzieren, die dann die Immunreaktion anstoßen, die es braucht, um die Krankheit zu bekämpfen», sagte der britische Biologe Max Crispin der Nachrichtenagentur PA. Auf den bunten, fast außerirdisch anmutenden künstlerischen Nachbildungen sind diese Stachel deutlich auf den Oberflächen der Zellen zu erkennen. Die Darstellung basiert auf der mikroskopischen Arbeit der Forscher aus Southampton und Oxford, die Tausende mikroskopische Bilder aufgenommen haben.

«Hoffentlich hilft diese Forschung der Öffentlichkeit, zu verstehen, wie der Oxford-Astrazeneca-Impfstoff wirkt», so Crispin. Er besitzt eine abgeschwächte Version eines Erkältungsvirus von Schimpansen das genetisches Material des stacheligen Oberflächenproteins der Viren in die Körperzellen transportiert. Nach einer Impfung bilden die Zellen mit Hilfe der Bauanleitung in etwa das stachelige Protein der Viren nach und der Körper entwickelt eine Immunantwort dagegen.


Zulassung von Sputnik V in der Slowakei bleibt vorerst offen

BRATISLAVA: Ob die Slowakei den von der EU nicht zugelassenen russischen Impfstoff Sputnik V einsetzt, will der neue Gesundheitsminister Vladimir Lengvarsky erst Anfang kommender Woche entscheiden. Noch fehle ihm eine endgültige Stellungnahme des staatlichen Arzneimittel-Kontrollinstituts SUKL, erklärte der Minister am Mittwoch der staatlichen Nachrichtenagentur TASR.

In einem vorläufigen Zwischenbericht hatte das SUKL bereits Ende März erklärt, dass es aufgrund mangelhafter Daten keine seriöse Stellungnahme abgeben könne. Die Verantwortung müsse daher das Ministerium tragen, das eine Zulassung auch ohne positiven SUKL-Bericht erteilen könne, betonte eine SUKL-Sprecherin am Dienstag.

Inmitten regierungsinterner Konflikte hatten der konservativ-populistische Regierungschef Igor Matovic und sein Gesundheitsminister Marek Krajci entgegen einem Beschluss der eigenen Regierung heimlich zwei Millionen Dosen des Impfstoffs Sputnik V aus Russland bestellt. Die erste Lieferung von 200.000 Dosen holten sie am 1. März persönlich am Flughafen ab und provozierten damit eine Eskalation des bereits monatelang schwelenden Koalitionsstreits. Inzwischen traten beide Politiker zurück und ihre Nachfolger müssen entscheiden, was mit den gelieferten Impfdosen geschehen soll.

SUKL-Chefin Zuzana Batova hatte schon im Februar empfohlen, keinen Impfstoff einzusetzen, der nicht von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA positiv geprüft worden sei. Dennoch erteilte Krajci im März eine Ausnahmegenehmigung für Sputnik V. Zugleich verfügte er jedoch, dass der Einsatz des Impfstoffs aufgrund einer nationalen Zulassung erst nach Vorliegen einer positiven SUKL-Stellungnahme beginnen solle. Deshalb blieben die bereits gelieferten Impfdosen bisher ungenützt.


Corona-Varianten: EU-Kommission gibt 123 Millionen Euro für Forschung

BRÜSSEL: Im Kampf gegen gefährliche Coronavirus-Varianten stellt die EU-Kommission der Forschung 123 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld aus dem Forschungsprogramm «Horizont Europa» solle dafür sorgen, dass den kurz- bis mittelfristigen Bedrohungen durch Mutanten begegnet werden könne, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit.

«Wir müssen unsere Kräfte bündeln, um für die Zukunft gerüstet zu sein, von der Früherkennung der Varianten bis zur Durchführung und Koordinierung klinischer Studien für neue Impfstoffe und Behandlungsmethoden», sagte die zuständige EU-Kommissarin Marija Gabriel.

Konkret soll das Geld beispielsweise für die Weiterentwicklung vielversprechender Behandlungs- oder Impfstoffkandidaten genutzt werden. Auch solle die Infrastruktur etwa für einen schnelleren Datenaustausch von Forschern gefördert werden. Anträge dafür können vom 13. April bis zum 6. Mai 2021 eingereicht werden.


Noch viele Antikörper sechs Monate nach Moderna-Impfung

NEW YORK: Auch ein halbes Jahr nach der vollständigen Corona-Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Moderna bleibt der Schutz einer neuen Studie zufolge hoch. Ein Langzeittest mit 33 Probanden habe sechs Monate nach der zweiten Impfung in allen Altersklassen ein weiterhin hohes Niveau an Antikörpern gegen Covid-19 gezeigt, berichten US-Experten im «New England Journal of Medicine» (NEJM). Die Studie werde weitergeführt, um die Wirksamkeit des Vakzins über noch längere Zeit beobachten zu können.

Bislang ist unklar, wie lang der Schutz durch die Covid-19-Impfstoffe hält. Anfang des Monats hatten aber auch schon die mRNA-Impfstoffhersteller Pfizer/Biontech mitgeteilt, dass der Schutz durch ihr gemeinsames Präparat sechs Monate nach der zweiten Dosis genauso hoch ist wie kurz danach. Zudem hätten sich keine Sicherheitsbedenken gezeigt. Die Produkte von Pfizer/Biontech und Moderna gelten als sehr ähnlich.


Mehr als 15.000 Corona-Tote seit Beginn der Pandemie

ISLAMABAD: In Pakistan sind seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 15.000 Menschen nach einer Infektion gestorben. Die Zahl der registrierten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg am Mittwoch auf 15.026, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorging. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden demnach 102 neue Tote verzeichnet. Bislang wurden in Pakistan mehr als 700.180 Infektionen nachgewiesen. Vermutet wird, dass die tatsächlichen Zahlen deutlich höher sind.

In dem südasiatischen Land mit mehr als 220 Millionen Einwohnern läuft seit Februar eine Impfkampagne. Pakistan bekam dazu vom Nachbarn China Impfstoff des Herstellers Sinopharm geschenkt. Die Skepsis gegenüber diesem Impfstoff ist allerdings groß. Seit vergangener Woche wird auch das russische Mittel Sputnik V verimpft. Regierungsangaben zufolge sind bisher insgesamt rund 936.380 Impfungen in dem Land verabreicht worden.


Thrombosen nach Impfung: Britische Behörde informiert über Prüfung

LONDON: Die britische Arzneimittelbehörde und weitere Experten wollen noch am Mittwoch (16 Uhr MESZ) das Ergebnis einer Prüfung von seltenen Blutgerinnseln nach Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca vorlegen. Die Pressekonferenz soll live im Fernsehen übertragen werden.

Hintergrund sind «sehr seltene und spezifischen Arten von Blutgerinnseln mit einer geringen Anzahl an Blutplättchen nach einer Impfung mit Astrazeneca» wie die Chefin der Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA), June Raine, am Dienstag mitgeteilt hatte. Einem Medienbericht zufolge erwägt die Behörde, den Impfstoff nicht mehr für unter 30-Jährige zu empfehlen.

In Deutschland hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wegen der Thrombosefälle, die vor allem bei jungen Frauen auftraten, beschlossen, das Präparat in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahre zu verabreichen. Für jüngere Menschen ist eine Impfung damit nur nach Aufklärung über die Risiken auf eigene Gefahr möglich.


Französische Justiz ermittelt nach Cyberangriffen auf Lernplattform

PARIS: Nach Cyberangriffen auf eine Online-Lernplattform hat die französische Justiz Untersuchungen eingeleitet. Am Dienstag hatten die Attacken die Plattform des staatlichen Fernlernzentrums CNED immer wieder gestört. Frankreichs Schulen waren an dem Tag durch die verschärften Corona-Regeln erstmals im laufenden Schuljahr landesweit geschlossen geblieben.

Dem Bildungsministerium zufolge nutzten etwa 500.000 Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler das angegriffene System. CNED zählte Dutzende Attacken, von denen nicht alle abgewehrt worden seien. Es liefen Vorermittlungen wegen missbräuchlichem Zugriff und Behinderung der Funktionsweise eines Computersystems, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft am Mittwoch auf Anfrage mit.

Wegen der angespannten Corona-Lage hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in der vergangenen Woche bekanntgegeben, dass die Schulen im Land für drei Wochen schließen. Zunächst gibt es eine Woche lang Fernunterricht, gefolgt von zwei Wochen Frühlingsferien für alle. Der Präsenzunterricht soll danach schrittweise anlaufen.


Drastischer Anstieg der Corona-Fälle im Iran - Vierte Welle

TEHERAN: Im Iran ist die Anzahl der neuen Corona-Fälle und der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 erneut drastisch gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch wurden binnen eines Tages 193 Todesfälle und 21.954 Neuinfektionen im Zusammenhang mit dem Virus erfasst. Die vierte Corona-Welle sei eingetreten. Die Gesamtzahl der Infizierten seit Ausbruch der Pandemie im Februar 2020 liege bei fast 2 Millionen, die der Toten über 63.000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

Den drastischen Anstieg begründet das Ministerium mit den Lockerungen während der zweiwöchigen persischen Neujahrsferien (21. März bis 2. April). In dieser Zeit waren viele Iraner auf In- und Auslandreisen und hielten die Corona-Verhaltensregeln nicht ein. Daher sollen erneut strenge Lockdowns verhängt werden. Außerdem sollen mehrere Wirtschaftsbereiche eingestellt und die Basars und Einkaufszentren für zumindest eine Woche geschlossen werden. Besonders schlimm ist es in Teheran mit seinen fast 13 Millionen Einwohnern.

Die Massenimpfungen für die 83 Millionen Iraner gegen das Coronavirus sind für September geplant. Bis dahin sollen mehr Impfstoffe eingeführt und auch die im Land selbst produzierten Vakzine nach dem Ende der Testphasen eingesetzt werden. Wegen der Wirtschaftskrise konnte die Islamische Republik bislang lediglich um die 2 Millionen Impfdosen einführen.


Spanische Region setzt Impfung mit Astrazeneca aus

VALLADOLID: Die spanische Region Kastilien und León hat die Impfung mit Astrazeneca vorläufig ausgesetzt. In Valladolid knapp 200 Kilometer nordwestlich von Madrid wurden Hunderte Menschen, die am Mittwochvormittag in verschiedenen Impfzentren der Stadt Schlange standen, per Megaphon über diese Entscheidung informiert.

Man wolle vorsichtig agieren und die angekündigte neue Stellungnahme der EU-Behörde EMA abwarten, erklärte die regionale Gesundheitsministerin Verónica Casado im Radiointerview. «Damit will ich nicht sagen, dass man dem Impfstoff misstrauen sollte. Aber es ist von Nebenwirkungen, von Thrombosen die Rede. Und wir wissen nicht, wer davon betroffen sein könnte», sagte Casado.

Der regionale Ärzteverband und auch die Sozialistische Partei des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez kritisierten die Entscheidung der konservativen Regionalregierung. Die Maßnahme löse bei den Bürgern unnötig Alarm und «eine brutale Angst» aus, sagte der Präsident des Ärzteverbandes, José Luis Díaz Villarig. In der Region habe es keine Fälle von Thrombosen nach Impfungen gegeben.


Regierungschefin will Norwegen schrittweise aus Beschränkungen führen

OSLO: Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg will ihr Land schrittweise aus den Corona-Maßnahmen führen. Dazu plant ihre Regierung eine vierstufige Wiederöffnungsstrategie, bei der zunächst ein Fokus auf Kinder und Jugendliche, dann auf Arbeitsplätze und Wirtschaft gelegt wird, wie Solberg am Mittwoch im Parlament in Oslo sagte. Zwischen den Stufen sollen jeweils drei Wochen vergehen, sofern die Zahl der Infektionen nicht zunimmt. Ziel des Plans sei es, Vorhersehbarkeit zu schaffen. Auf konkrete Daten - wie das etwa zuletzt Dänemark getan hat - wollte sie sich aber nicht festlegen.

Für Schulen in Gemeinden mit hohen Infektionszahlen sollen so bald wie möglich Corona-Massentests eingeführt werden, kündigte Solberg unter anderem an. Dies könne dazu beitragen, dass man wieder zu mehr Präsenzunterricht zurückkehren kann. Alle Bürger über 18 Jahren sollen spätestens im Laufe des Julis ein Impfangebot erhalten - sofern so viel Impfstoff wie von den Herstellern versprochen geliefert werde. Wer geimpft wurde, eine Infektion überstanden hat oder negativ auf das Coronavirus getestet wurde, könne dies in Norwegen künftig mit einem in der Entwicklung befindlichen Corona-Zertifikat nachweisen.

Das Nicht-EU-Land Norwegen ist im europäischen Vergleich verhältnismäßig gut durch die Corona-Krise gekommen, musste zuletzt aber mit steigenden Neuinfektionszahlen kämpfen. Seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 ist Solbergs Regierung mit strikten Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorgegangen.


Deutsche Regierung für «kurzen einheitlichen Lockdown»

BERLIN: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist die deutsche Regierung für ein erneutes deutliches Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland. Sie unterstützt indirekt die Idee eines «Brücken-Lockdowns» von CDU-Chef Armin Laschet.

Auf die Frage, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Laschets Vorschlag bewerte, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin, es gebe im Augenblick bei den Corona-Neuinfektionen keine gute Datenbasis, die Zahl der belegten Intensivbetten spreche aber eine sehr deutliche Sprache. «Deswegen ist auch jede Forderung nach einem kurzen einheitlichen Lockdown richtig. Auch ein gemeinsames bundeseinheitliches Vorgehen wäre hier wichtig», sagte die.

«Die Vielfalt der beschlossenen Regeln trägt im Moment nicht zur Sicherheit und zur Akzeptanz bei», fügte Demmer hinzu. Für vorgezogene Beratungen der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin, wie von Laschet ebenfalls vorgeschlagen, gibt es nach ihren Worten im Moment aber «erkennbar keine Mehrheit». Die nächsten Beratungen der Kanzlerin mit den Länderchefs sind für Montag geplant.


Polen verlängert Corona-Beschränkungen - Krankenhäuser unter Druck

WARSCHAU: Polen verlängert seine Corona-Beschränkungen bis zum 18. April. Die Situation in den Krankenhäusern sei weiterhin sehr schwierig, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski am Mittwoch in Warschau. Dies gelte vor allem für die Region Schlesien. Nach Angaben des Ministeriums werden derzeit landesweit rund 34.700 Covid-Patienten in den Kliniken behandelt - so viele wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Mehr als 3300 von ihnen müssen künstlich beatmet werden. Schulen und Kindergärten bleiben weiter geschlossen, auch Friseure und Kosmetikstudios dürfen nicht öffnen.

Polen kämpft derzeit mit der dritten Welle der Corona-Pandemie. In der vergangenen Woche hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen den Rekordwert von 35.251 erreicht. Am Mittwoch meldete das Gesundheitsministerium 14.910 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, im selben Zeitraum starben 638 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Niedzielski sagte, dieser Rückgang sei noch kein hinreichender Hinweis, um die Restriktionen zu lockern.

Die Bundesregierung hat Polen als Hochinzidenzgebiet eingestuft. In dieser Kategorie finden sich Länder und Regionen wieder, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche über 200 liegt. Die Einreise aus dem Nachbarland ist nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.


Fußball, Festival, Museum: Niederlande testen Öffnung mit Publikum

DEN HAAG: Die Niederlande machen trotz weiterhin hoher Infektionszahlen einen vorsichtigen Schritt zur Normalität. Im April werden begrenzt Besucher bei insgesamt rund 500 Veranstaltungen und in öffentlichen Gebäuden zugelassen, wie die Regierung am Dienstagabend mitteilte. Ausgewählte Fußballspiele, Festivals, Museen, Theater und Zoos dürfen zumindest an einigen Tagen ihre Tore öffnen. Voraussetzung ist allerdings, dass Besucher ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen können. Außerdem müssen alle Regeln wie etwa Maskenschutz und 1,5 Meter Abstand eingehalten werden.

Wenn die Testphase gut läuft, will die Regierung im Mai in größerem Stil Veranstaltungen mit Publikum erlauben. Es sei ein erster Schritt zur Öffnung, sagte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Dienstag. «Wir sind davon überzeugt, dass wir mit Zugang-Tests vorsichtig und verantwortungsvoll Aktivitäten früher möglich machen können.»

Zu den Pilot-Projekten gehören auch Profifußballspiele mit jeweils mehreren tausend Besuchern. Auch die weltberühmte Tulpenausstellung «Keukenhof» kann täglich von 5000 Menschen besucht werden. Interessierte müssen zunächst eine Eintrittskarte kaufen und sich dann bei speziellen Testzentren testen lassen. Bei den Pilotprojekten wird auch eine neue Corona-App getestet.

Die Niederlande sind von Deutschland zum Hochinzidenzgebiet erklärt worden. Bürger müssen bei der Einreise einen negativen Test vorweisen. In der vergangenen Woche wurden den Angaben zufolge 276 Corona-Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner registriert.


Tschechien bekommt erneut einen neuen Gesundheitsminister

PRAG: Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis hat zum dritten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie den Gesundheitsminister ausgewechselt. Er sei abberufen worden, gab der bisherige Amtsinhaber Jan Blatny am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Prag bekannt. Dies sei eine «politische Entscheidung» des Regierungschefs. Neuer Minister wird der Krankenhausmanager Petr Arenberger. Der 62-Jährige leitete bisher das Uniklinium Prag-Vinohrady.

Hintergrund dürfte ein Streit um eine mögliche Notfallzulassung des umstrittenen russischen Impfstoffs Sputnik V sein. Blatny hatte eine Entscheidung der EU-Behörden abwarten wollen. Der als russlandfreundlich geltende Präsident Milos Zeman warf ihm vor, ein «Hindernis» zu sein. Arenberger zeigte sich aufgeschlossen für einen Einsatz des Vakzins. «Ich weiß von einer Reihe von Patienten, die auf Sputnik warten», sagte er in einem Zeitungsinterview.

Nach Ansicht der Opposition dient der geschasste Minister indes nur als Sündenbock für die Fehler der populistischen Regierung. In Tschechien finden in sechs Monaten Parlamentswahlen statt. Das Land ist hart von der Corona-Pandemie getroffen worden. Seit Beginn der Pandemie gab es mehr als 1,5 Millionen bestätigte Infektionen und 27.329 Todesfälle. Innerhalb von sieben Tagen steckten sich nach aktuellen zahlen knapp 300 Menschen je 100.000 Einwohner an. In Deutschland liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 110,1.


Sinkende Corona-Neuinfektionen

BERLIN: In Deutschland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Wochenvergleich erneut deutlich gesunken. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9677 Fälle. Zudem wurden 298 neue Todesfälle verzeichnet.

Das geht aus Zahlen des RKI von Mittwochmorgen hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17.051 Neuinfektionen und 249 neue Todesfälle verzeichnet. Nach RKI-Annahmen wird derzeit aufgrund von Urlaub und geschlossener Praxen gegebenenfalls noch etwas weniger getestet als vor den Ferien. Das RKI geht davon aus, dass die Testhäufigkeit erst nach den Osterferien, also in den meisten Bundesländern nach dem kommenden Wochenende, wieder auf einem mit den Vorwochen vergleichbaren Niveau liegt.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 110,1. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 123,0 an.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.910 445 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.614 500 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 77.401.

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