Corona-Überblick: Meldungen am Mittwoch

Foto: Pixabay/Christo Anestev
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Milliardenzusagen bei Konferenz zu Kampf gegen Infektionskrankheiten

NEW YORK: Am Rande der UN-Generalversammlung haben mehrere große Industriestaaten ihre Finanzhilfen für den weltweiten Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria aufgestockt. Bei einer Geberkonferenz am Rande der UN-Generalversammlung in New York machten am Mittwoch (Ortszeit) unter anderem Deutschland, die USA, Kanada, Japan, Frankreich und die EU umfangreiche Finanzzusagen, um einen Globalen Fonds zur Bekämpfung der drei Infektionskrankheiten wieder aufzufüllen. Die USA sagten für die kommenden drei Jahre insgesamt sechs Milliarden Dollar dafür zu. Frankreich versprach rund 1,6 Milliarden Euro. Deutschland hatte bereits zuvor angekündigt, 1,3 Milliarden Euro beizusteuern. Auch Japan und Kanada machten ähnlich große Zusagen. Von der EU sollen 715 Millionen Euro kommen.

US-Präsident Joe Biden, der die Konferenz in diesem Jahr ausrichtete, sagte, auch andere Staaten und die Privatwirtschaft steuerten Geld bei. Insgesamt beliefen sich die Zusagen auf rund 14 Milliarden US-Dollar (rund 14 Milliarden Euro). Das Ziel sei, Aids, Malaria und Tuberkulose ein für alle Mal zu besiegen.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte, der Fonds habe bereits mehr als 44 Millionen Menschen das Leben gerettet und bemerkenswerte Fortschritte im Kampf gegen die Infektionskrankheiten erreicht. Die internationale Gemeinschaft dürfe nun aber nicht nachlassen.

Der Globale Fonds war 2002 auf Initiative der Gruppe der acht großen Industriestaaten (G8) und des damaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan gegründet worden. Alle drei Jahre werden Geberkonferenzen ausgerichtet, um Finanzmittel für den Fonds aufzubringen - 2019 fand diese in Frankreich statt, 2016 in Kanada. Der Fonds finanziert auf der ganzen Welt Maßnahmen gegen die drei Krankheiten. Als Folge der Corona-Pandemie wurden zuletzt Rückschritte bei der Bekämpfung anderer Krankheiten beklagt.


Biden verspricht neue Milliardenhilfe für Ernährungssicherheit

NEW YORK: Die US-Regierung will weitere Milliardenhilfen bereitstellen, um die Ernährungskrise auf der Welt abzumildern. US-Präsident Joe Biden versprach am Mittwoch bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung in New York im Umfang von mehr als 2,9 Milliarden US-Dollar (rund 2,9 Milliarden Euro). Nach Angaben des Weißen Hauses ergänzen die neuen Mittel die 6,9 Milliarden US-Dollar, die die US-Regierung im laufenden Jahr bereits zur Unterstützung der weltweiten Ernährungssicherheit bereitgestellt habe.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die Klimakrise, steigende Energiepreise sowie Konflikte, vor allem der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, hatten globale Versorgungsketten unterbrochen und die weltweiten Lebensmittelpreise drastisch ansteigen lassen. Der Ukraine-Krieg und blockierte Lieferungen von Millionen Tonnen Getreide haben das Risiko von Hungersnöten am Horn von Afrika weiter erhöht. Vor allem in Somalia sind den Vereinten Nationen zufolge wegen einer beispiellosen Dürre Millionen Menschen vom Hungertod bedroht.

Biden forderte die Verlängerung des von den Vereinten Nationen zwischen Russland und der Ukraine vermittelten Getreide-Abkommens. Der Ende Juli unterzeichnete Deal gilt für vier Monate. Darin verpflichtet sich Russland dazu, die Ausfuhr von Millionen Tonnen Getreide aus der Ukraine über das Schwarze Meer nicht zu blockieren. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte zuletzt damit gedroht, die bis dato bedeutendste Übereinkunft der Kriegsparteien platzen zu lassen.

Biden warf Russland vor, die Nahrungsmittelkrise mit den wegen des Ukraine-Krieges verhängten Sanktionen gegen Moskau zu begründen. Das sei falsch. «Unsere Sanktionen erlauben Russland ausdrücklich, Lebensmittel und Düngemittel zu exportieren, ohne Einschränkung», betonte der US-Präsident. «Es ist Russlands Krieg, der die Ernährungsunsicherheit verschlimmert.»

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