Corona-Überblick: Meldungen am Dienstag

Geschlossene Einzelhandelsgeschäfte im Canberra Outlet Centre. Foto: epa/Lukas Coch
Geschlossene Einzelhandelsgeschäfte im Canberra Outlet Centre. Foto: epa/Lukas Coch

Slowakei beginnt Corona-Impfungen von Risiko-Kindern ab fünf Jahren

BRATISLAVA: Die Slowakei bereitet die Impfung bestimmter Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren gegen Covid-19 vor. Die ersten Impfungen könnten «noch in dieser Woche» erfolgen, erklärte Ministeriumssprecherin Zuzana Eliasova am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Zwar gibt es dafür noch keine Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA, doch Gesundheitsminister Vladimir Lengvarsky hatte für die Impfung der Kinder ab fünf eine Ausnahmegenehmigung erlassen.

Eliasova wies allerdings darauf hin, dass Impfungen dieser Altersgruppe nur in speziellen Risikofällen und auf schriftlichen Antrag der Eltern erlaubt sein werden. Die Ausnahmegenehmigung gelte nur für Kinder, denen im Falle einer Erkrankung an Covid-19 eine außerordentlich hohe Gefahr drohe, daran zu sterben oder besonders schwerwiegende Folgen zu erleiden.

Die Impfungen dürften nur in drei speziell ausgestatteten Krankenhäusern des Landes erfolgen. Jeder einzelne Antrag müsse individuell geprüft und von einem Facharzt bewilligt werden.

Im September hatten missverständliche Berichte auch deutschsprachiger Medien den Eindruck erweckt, in der Slowakei würden systematisch auch Schulkinder unter zwölf Jahren gegen Covid-19 geimpft. Eliasova stellte demgegenüber klar, dass es bisher in der Slowakei noch keine einzige Impfung in dieser Altersgruppe gegeben habe.


Nationalfeiertag in Spanien wieder mit Militärparade

MADRID: Nach dem Abflauen der Corona-Pandemie hat Spaniens König Felipe VI. am diesjährigen Nationalfeiertag wieder eine Militärparade in Madrid abgenommen. Mehr als 2600 Soldatinnen und Soldaten mit 215 Fahrzeugen zogen am Dienstag im Zentrum der Hauptstadt am König vorbei. Am Himmel flogen 68 Kampf- und Transportflugzeuge sowie Hubschrauber der Luftwaffe im Tiefflug über Madrid hinweg. Die Feier stand unter dem Motto «Dienst und Verpflichtung».

Am 12. Oktober, dem «Día de la Hispanidad», wird an die Ankunft von Christoph Kolumbus in Amerika 1492 und an die gemeinsamen Wurzeln der spanischsprachigen Welt erinnert. In mehreren Ländern Lateinamerikas wurde der Feiertag inzwischen abgeschafft oder wie in Argentinien in «Tag des Respekts für die kulturelle Vielfalt» umbenannt.

Auch der sozialistische spanische Regierungschef Pedro Sánchez nahm an der Zeremonie in Madrid teil. Wie oft bei gemeinsamen Auftritten mit dem König wurde der Sozialist aus den Reihen der eher konservativen Zuschauer mit Pfiffen und Buhrufen bedacht.

Im vergangenen Jahr hatte sich Spanien wegen der Pandemie noch in einer dramatischen Lage befunden. Es gab damals nur eine kleinere Zeremonie unter Leitung des Königs und ohne Öffentlichkeit. Inzwischen ist die Sieben-Tage-Inzidenz auf etwa 20 gefallen, fast 78 Prozent der Bevölkerung sind vollständig gegen Corona geimpft, nur noch 5,5 Prozent aller Betten auf Intensivstationen sind mit Corona-Patienten belegt. Die meisten Beschränkungen im öffentlichen Leben sind wieder aufgehoben.


Australiens Hauptstadt will Lockdown nach zwei Monaten aufheben

CANBERRA: Nach zwei Monaten wird der Lockdown in der Region Australian Capital Territory (ACT) mit der australischen Hauptstadt Canberra am Freitag aufgehoben. Dies sei möglich, weil mittlerweile 72 Prozent der Bürger vollständig geimpft seien, teilte die Regionalregierung am Dienstag mit. Am Montag war bereits der Lockdown im Bundesstaat New South Wales mit der Metropole Sydney beendet worden - nach 106 Tagen. Die Region rund um Canberra liegt an der Ostküste und ist von New South Wales umschlossen.

Im ACT dürften sich ab Ende der Woche wieder Gruppen von bis zu 25 Menschen im Freien und von bis zu fünf Personen in ihren Häusern treffen, hieß es. Restaurants, Friseure und Schwimmbäder sowie viele weitere Einrichtungen können unter Einhaltung strenger Abstandsregeln ebenfalls wieder öffnen.

Mitte August wurde im ACT mit rund 430.000 Einwohnern erstmals seit einem Jahr wieder ein Corona-Fall bestätigt. Ein zunächst für sieben Tage verhängter Lockdown wurde wegen steigender Infektionszahlen mehrmals verlängert. Am Dienstag verbuchten die Behörden 28 neue Fälle.

Australien mit seinen 25 Millionen Einwohnern hatte lange eine Null-Covid-Strategie verfolgt und war wegen extrem strikter Regeln lange erfolgreich im Kampf gegen die Pandemie. Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante häuften sich aber in den vergangenen Monaten die Lockdowns in mehreren Regionen.

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