Corona-Überblick: Meldungen am Dienstag

Das Eat Out to Help Out-Programms der britischen Regierung. In den teilnehmenden Cafés und Restaurants können die Kunden unter Einhaltung des Mindestabstandes einen Rabatt von 50 % auf Lebensmittel oder alkoholfreie Geträn... Foto: epa/Neil Halle
Das Eat Out to Help Out-Programms der britischen Regierung. In den teilnehmenden Cafés und Restaurants können die Kunden unter Einhaltung des Mindestabstandes einen Rabatt von 50 % auf Lebensmittel oder alkoholfreie Geträn... Foto: epa/Neil Halle

Wahlkampfauftakt: Bolsonaro kehrt an Ort von Messerattacke zurück

JUIZ DE FORA: Rund sechs Wochen vor der Präsidentenwahl in Brasilien ist Staatschef Jair Bolsonaro zu seinem offiziellen Wahlkampfauftakt an den Ort der Messerattacke von 2018 zurückgekehrt. In der Stadt Juiz de Fora, wo ein Attentäter ihn am 6. September 2018 schwer verletzt hatte, nahm Bolsonaro am Dienstag ein Bad in der Menge und sprach vor Anhängern, wie in seinen sozialen Medien zu sehen war.

Seit diesem Dienstag ist der Wahlkampf in Brasilien offiziell erlaubt. Am 2. Oktober steht in dem größten Land in Lateinamerika der erste Durchgang der Präsidentenwahl an. Dabei kommt es zum Duell zwischen dem rechtspopulistischen Amtsinhaber Bolsonaro und dem linken Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva. Bolsonaro liegt Umfragen zufolge hinter Lula, der in São Paulo am Mittwoch den SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil treffen wollte.

Die Zustimmung für den Rechtspolitiker Bolsonaro war im Laufe der Corona-Pandemie immer weiter gesunken. Die Regierung habe während der Pandemie keinen Fehler gemacht, sagte Bolsonaro, dem ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss zur Corona-Politik teils schwere Straftaten zugeschrieben hatte, in Juiz de Fora. Seine aus der Messerattacke entstandene Gesundheitsprobleme hat Bolsonaro immer wieder versucht, zu politisieren.


«NYT»: Schon zwölf tote Gefängnisinsassen in New York in diesem Jahr

NEW YORK: Bereits zwölf Insassen sind in diesem Jahr einer Zählung der «New York Times» zufolge in New Yorks berüchtigten Gefängnissen ums Leben gekommen. Jüngstes Opfer sei ein 68-Jähriger am Montag gewesen, berichtete die Zeitung. Die Umstände deuteten auf Suizid hin. Damit steuere die Stadt nach siebeneinhalb Monaten auf die höchste Totenzahl seit mindestens zehn Jahren hin. In den zwölf Monaten des Jahres 2021 starben insgesamt 16 Insassen in den Anstalten der US-Ostküstenmetropole.

Von den Gefängnissen in New York ist vor allem Rikers Island im East River bekannt. Dort führte während der Hoch-Zeiten der Corona-Pandemie eine Infektionswelle zu einem Mangel an Wärterinnen und Wärtern. Einige Gefangene wurden der «New York Times» zufolge nur unzureichend mit Essen oder Medikamenten versorgt.


First Lady Jill Biden positiv auf Corona getestet

WASHINGTON: Die Ehefrau des US-Präsidenten, Jill Biden, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie habe nur leichte Symptome, teilte das Weiße Haus am Dienstag in Washington mit. Ihr Mann, US-Präsident Joe Biden, der gerade erst eine Infektion mit dem Virus überstanden hat, sei am Dienstag negativ getestet worden. Die First Lady sei doppelt gegen das Virus geimpft und habe zwei Auffrischungsimpfungen erhalten.

Jill Biden hatte am Montagabend während eines Urlaubsaufenthaltes mit ihrem Mann im US-Bundesstaat South Carolina leichte Symptome entwickelt, teilte das Weiße Haus weiter mit. Ein Antigen-Schnelltest sei zunächst negativ ausgefallen, ein PCR-Test dann positiv. Sie werde sich nun mindestens fünf Tage lang isolieren und mit dem Medikament Paxlovid behandelt.

Der US-Präsident wollte unter Einhaltung der von der Gesundheitsbehörde CDC vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen wie geplant nach Washington reisen, um dort am Dienstagnachmittag das neue Klima- und Sozialpaket zu unterschreiben.

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