Corona-Überblick: Meldungen am Dienstag

Foto: Pixabay/Gerd Altmann
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EU-Staaten erteilen so viele Aufenthaltsgenehmigungen wie vor Corona

BRÜSSEL: Die EU-Staaten haben im vergangenen Jahr in etwa so viele Aufenthaltsgenehmigungen erteilt wie vor der Corona-Krise. 2021 lag die Zahl bei 2,95 Millionen, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr, als in der EU die Corona-Krise ausbrach, war das ein Plus von 31 Prozent. Aufenthaltsgenehmigungen können Nicht-EU-Bürger etwa zum Arbeiten, zum Studieren, aus familiären Gründen oder für internationalen Schutz gewährt werden.

Allein Polen erteilte den Angaben zufolge im vergangenen Jahr ein Drittel der Aufenthaltsgenehmigungen (967.300), gefolgt von Spanien (371.800) und Frankreich (285.200).

Als eines von wenigen Länder verzeichnete die Bundesrepublik einen deutlichen Rückgang um 41 Prozent auf 185.200 positive Bescheide.

Den größten Teil der Empfänger machten 2021 Ukrainerinnen und Ukrainer aus (875.800). Von ihnen kamen 83 Prozent nach Polen.


Bislang mehr als vier Millionen Covid-19-Infizierte

PRAG: Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Infektionen in Tschechien seit Ausbruch der Pandemie hat die Marke von vier Millionen überschritten. Das teilte das Gesundheitsministerium in Prag am Dienstag mit. Das entspricht nahezu 40 Prozent der Bevölkerung in dem 10,5 Millionen Einwohner zählenden EU-Land. Dabei sind in dieser Zahl die nahezu 300.000 von den Gesundheitsbehörden registrierten sogenannten Reinfektionen nicht enthalten. Wer sich also zwei- oder mehrmals infizierte, wurde nicht mehrmals gezählt.

Knapp 40.600 Menschen sind demnach mit oder an Covid-19 gestorben. Wie die Nachrichtenagentur CTK unter Berufung auf das staatliche Statistikamt berichtete, war Covid-19 im vergangenen Jahr die häufigste Todesursache.


Japans Bevölkerung schrumpft im Rekordtempo

TOKIO: Japans Bevölkerung schrumpft und altert im Rekordtempo. Zum Jahresbeginn zählte das Inselreich nur noch 125,9 Millionen Bewohner. Das sind 726.000 weniger als ein Jahr zuvor - der stärkste Rückgang seit Erfassung vergleichbarer Daten, wie das Innenministerium in Tokio am Dienstag bekanntgab. Die Zahl der Japanerinnen und Japaner sank dabei um rund 619.000 auf 123,2 Millionen. Die Zahl der ausländischen Einwohner ging in Folge der Corona-Pandemie um 107.000 Menschen zurück. Damit schrumpft die Bevölkerung der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt seit nunmehr 13 Jahren.

Auf den Rekord von 1,4 Millionen Todesfällen kamen lediglich 810.000 Geburten - so wenige wie noch nie. Angesichts niedriger Geburtenraten und kaum vorhandener Immigration altert Japan so schnell wie keine andere Industrienation. Ganze Landstriche sterben aus, Millionen von Häusern stehen leer und verfallen, Schulen werden geschlossen.


Chinas Automarkt erholt sich weiter - Mehr E-Auto-Verkäufe erwartet

PEKING: Auch dank einer regen Nachfrage nach Elektro-Pkw hat sich der für deutsche Hersteller wichtige chinesische Automarkt im Juli weiter erholt. Die Autohändler des Landes verkauften mit 1,84 Millionen Fahrzeugen zwar etwas weniger als im Vormonat, aber gut ein Fünftel mehr als im Juli 2021, wie am Dienstag in Peking veröffentlichte Daten des Branchenverbandes PCA zeigen. Dabei machten Elektrofahrzeuge mit 486.000 mehr als ein Viertel der Verkäufe aus.

Der PCA rechnet daher nun für das Gesamtjahr mit einem Wachstum der E-Auto-Verkäufe auf 6 Millionen, nach bisher angestrebten 5,5 Millionen. Das wären dann doppelt so viele wie im Vorjahr - und dabei spricht der Verband noch von einer vorsichtigen Prognose.

Der Juli ist der zweite Monat in Folge mit einem Zuwachs, nachdem es seit Mai 2021 überhaupt nur in zwei Monaten Wachstum bei den Verkäufen an Endkunden gegeben hatte. So machten die harten Corona-Lockdowns Chinas sowie der Chipmangel der Branche zu schaffen. Zuletzt hatten die Behörden dann aber versucht, den Markt durch Kaufanreize etwa für emissionsarme Fahrzeuge wieder anzukurbeln.

Während der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) den Verkauf von Pkw an die Endkunden misst, erfasst der Herstellerverband CAAM den sogenannten Großhandelsabsatz der Hersteller an die Händler. Die CAAM-Daten für den Juli stehen noch an. Da China der wichtigste Einzelmarkt für die deutschen Autokonzerne Volkswagen (inklusive Audi und Porsche), BMW und Mercedes-Benz ist, sind die aktuellen Daten ein positives Signal.

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