Corona-Krise bremst Expansion des Discounters Action

Einkaufen inmitten restriktiver Coronavirus-Maßnahmen. Foto: epa/Sascha Steinbach
Einkaufen inmitten restriktiver Coronavirus-Maßnahmen. Foto: epa/Sascha Steinbach

DÜSSELDORF: Die Corona-Krise hat die Expansion des Discounters Action in Deutschland und Europa abgebremst. Action-Chef Sander von der Laan sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Unsere Expansionsstrategie hat sich durch Corona nicht grundsätzlich verändert, aber es gibt einige Verzögerungen. Ursprünglich wollten wir in diesem Jahr 240 neue Läden in Europa eröffnen, jetzt werden es nur 163. Und der für dieses Jahr geplante Einstieg in den italienischen Markt ist auf das kommende Jahr verschoben.»

Auch in Deutschland werde der Discounter, der in aktuell 379 Filialen hierzulande ein breites Angebot von Deko-Artikeln bis zu Nahrungsmitteln und von Mode bis zu Do-it-Yourself-Produkten anbietet, in diesem Jahr weniger neue Läden eröffnen als ursprünglich geplant. Dennoch werde die Zahl der Filialen um gut 40 steigen.

Bei Action sorgten die coronabedingten Ladenschließungen im Frühjahr für massive Umsatzeinbrüche. Doch seitdem geht es bei dem Billiganbieter nach Aussage von van der Laan aufwärts. «Seit der Wiederöffnung der Läden nach dem Lockdown entwickeln sich die Umsätze von Action sehr gut. Sie liegen deutlich über dem Vorjahresniveau. Auch die Gewinne entwickeln sich erfreulich. Es wird uns vielleicht nicht gelingen, die Umsatzeinbußen durch den Lockdown komplett zu kompensieren. Aber Action wird auch in diesem Jahr wieder sehr profitabel sein», betonte er.

Nirgendwo sonst in Europa sei das flächenbereinigte Wachstum derzeit so hoch wie in Deutschland, betonte der Action-Chef. «Wir haben viel mehr Kunden in den Läden und sie kaufen mehr Artikel.» Auch mit Blick auf die Zukunft ist van der Laan optimistisch. Viele Verbraucher suchten derzeit nach Sparmöglichkeiten. Davon profitierten die Discounter.

Trotz des durch die Pandemie noch einmal verstärkten E-Commerce-Booms hat Action aktuell keine Pläne für einen Online-Shop. In einigen Filialen in Belgien und Frankreich liefen zwar Tests mit sogenannten Click-and-Collect-Angeboten, bei denen Kunden die Ware online bestellen und dann im Laden abholen können. «Aber das ist mehr eine Vorbereitung auf einen möglichen zweiten Lockdown, nicht der erste Schritt zu einem Action-Webshop», sagte van der Laan.

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