Cobra tötet schlafendes Mädchen

Foto: The Nation
Foto: The Nation

SURAT THANI: Ein neun Jahre altes Mädchen wurde in der Nacht zum Mittwoch von einer Kobra gebissen und starb darauf.

Die Leiche des Kindes wurde gegen 7.40 Uhr von der Großmutter gefunden. Sie wollte das Mädchen zur Schule bringen. Seit der Scheidung seiner Eltern hatte das Kind bei der 70 Jahre alten Großmutter und der 90-jährigen Urgroßmutter gelebt. Polizei und Sanitäter untersuchten die Schülerin und stellten fest, dass sie an ihrem Zeigefinger eine Bisswunde aufwies. Beim Durchsuchen des Zimmers stießen die Beamten auf die gefährliche Kobra. Sie lag unter einer gefalteten Decke neben dem Bett des Kindes. Rettungskräfte töteten die Schlange. Laut der Polizei muss das Mädchen mindestens acht Stunden vor dem Auffinden der Leiche gebissen worden sein. Der Leichnam des Mädchens wurde zur Obduktion in ein Krankenhaus gebracht, um die Todesursache zu bestätigen.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.

Leserkommentare

Für unabhängige Themen senden Sie einen Leserbrief an die Redaktion. Allgem. Kommentardiskussion

Pflichtfelder
Jürgen Franke 06.01.18 12:04
Über Kobras kann man sich bei
Wikipedia genau informieren. Unter Spiegel Online badet ein Mann in einer Wanne mit zwei Kobras.
Hansruedi Bütler 06.01.18 12:04
Aus: "Siam-Info - Schlangen Thailands"
"Lebensraum/Verhalten: Naja kaouthia ist eine Bodenbewohnerin des Flachlandes, die jedoch auch sehr gut klettern und schwimmen kann. Sie ist in Wald und Buschgebieten genauso zu Hause, wie in Plantagen, Reisfeldern, Weiden, Dörfern und Städten. Die Monokelkobra ist nacht- und tagaktiv. Allerdings überwiegen die nächtlichen Aktivitäten. Die Schlangen ernähren sich von Nagern, Fröschen, Kröten, Enten- und Hühnerküken. Bei Bedrohung richten sie sich auf, spreizen das Nackenschild und fauchen. Verhält man sich dann ruhig, ergreifen sie gewöhnlich die Flucht". Lieber Herr Wenz, Ihre Interpretation in/aus Bildern in "Ehren". Sie haben dies ja schon früher in der "Kasalin-Story" bewiesen. Nach meiner Meinung schadet auch in Thailand Weiterbildung nicht!!! Kobras suchen die Wärme in der Nacht nur auf, wenn die Temperaturen auf ein gewisses Mass absinken. Lesen Sie mal die Empfehlungen für das Übernachten im Schlafsack in einer "giftschlangenträchtigen" Region. Ansonsten fragen Sie die Polizei, den Kindergarten oder die Nachbarn.:-)
Hansruedi Bütler 05.01.18 17:59
Ei da ist er ja!
Ja, lieber Herr Wenz es ist wirklich nicht unglaublich. Kobras können mit ihren Grubenorganen Infrarot sehen und somit Wärmestrahlung erfassen. Die bekanntesten unter den Grubenottern schaffen es auf eine Differenzierung von sage und schreibe 0,003 °C!!! Kobras "sehen" so auch in der Nacht ihre Beutetiere. Was glauben Sie warum mein Erkennungssignet eine gereizte Kobra darstellt??? Als ehemaliger Schlangenhalter und Züchter kann ich sicher einiges beitragen. Seit ich gesehen habe wie man hier mit Giftschlangen umgeht rette ich ab und zu eine Kobra vom Kochtopf, indem ich sie fange und in den Wald bringe. Die Kobra von meinem Signet ist eine Jungschlange, die ich eingefangen und regelmäßig gefüttert habe. Sie wurde so zutraulich, dass sie keine negative Erregung zeigte und periodisch aus ihrem Versteck zur Fütterung kam. Damit sie aber "Männchen" machte musste ich sie ärgern wohlwissentlich, dass sie mir das mit Recht übel nahm und deshalb nur noch einmal gesehen wurde. Im Garten finde ich immer wieder Schlangen, auch Kobras. Da ich zwei "Green-Häuser" plane, seht das Wegräumen eines Steinhaufens bevor. Ich erwarte Schlangen und Skorpione. Hoffentlich recht viele. LG und e guets Neuis, Hansruedi
Hansruedi Bütler 05.01.18 11:32
Gar nicht unglaublicher Sachverhalt!
Lieber Herr Wenz, das ist nicht unglaublich; sondern ganz normal! Bei fallenden Temperaturen (vor allem Nachts) suchen Schlangen oft die Nähe "wärmender" Menschen und kriechen deshalb oft unter die Decke! Bleibt der Mensch absolut ruhig, was selten der Fall ist, kann beim Drehen des Körpers die Schlange partiell gequetscht werden. In so einem Fall kommt es selten zu einem giftlosen Warnbiss; sondern zu einem Giftbiss, den das schlafende Mädchen sehr wahrscheinlich gar nicht gespürt hat und deshalb verstarb. Bei einem Biss in den Finger hat man normalerweise genügend Zeit für Gegenmaßnahmen. Bei der offenen Bauweise vieler Thaihäuser ist das Eindringen von Schlangen (giftig oder harmlos) eine ganz normale Sache. Meine erste Thaifreundin hat in der Nähe von Saraburi selbiges erlebt, hat aber die Schlange bemerkt und konnte entkommen (die Schlange leider nicht!).