Chinas Staatschef Xi besucht Italien, Monaco und Frankreich

Foto: epa/Fred Dufour
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PEKING (dpa) - Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping beginnt diese Woche eine Reise nach Italien, Monaco und Frankreich. Wie das chinesische Außenministerium am Montag mitteilte, bricht der Präsident am Donnerstag nach Rom auf und beendet die Europareise am folgenden Dienstag in Paris. Weitere Details wurden nicht genannt.

Besondere Aufmerksamkeit genießt der Besuch in Rom, nachdem die italienische Regierung ihre Überlegungen kundgetan hatte, sich Chinas umstrittener Initiative zum Aufbau einer «Neuen Seidenstraße» anzuschließen. Dazu müsste eine Vereinbarung unterzeichnet werden, was Peking als diplomatischen Erfolg verbuchen dürfte.

Italien wäre das erste Land der Gruppe der sieben großen Industrieländer (G7) und der erste große EU-Staat, der sich offiziell der Initiative anschließt. Italien erhofft sich davon chinesische Milliarden-Investitionen in Infrastrukturprojekte.

Andere große EU-Partner sehen das Vorhaben sehr kritisch, weil Empfängerländer leicht in eine Schuldenfalle tappen, sich Pekings Einfluss unterwerfen könnten und die Projekte ohnehin meist nur von chinesischen Unternehmen ausgeführt werden. Eine Unterzeichnung einer solchen «Seidenstraßen»-Vereinbarung haben große EU-Staaten wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien bereits abgelehnt.

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Hansruedi Bütler 19.03.19 13:37
Schuldenfalle oder Missgunst?
Andere große EU-Partner sehen das Vorhaben sehr kritisch, weil Empfängerländer leicht in eine Schuldenfalle tappen. Wo liegt der Unterschied zwischen einer EU-Schuldenfalle und einer Peking-Schuldenfalle???