Chiang Mai setzt auf Klettertourismus

Archivbild: epa-efe/Narendra Shrestha
Archivbild: epa-efe/Narendra Shrestha

CHIANG MAI: Die Tourismusbranche in Chiang Mai sieht in der Förderung des Felskletterns eine neue Möglichkeit, den Tourismussektor der Provinz im thailändischen Norden zu beleben.

Der amtierende Präsident des Tourismusrates von Chiang Mai, Punlop Saejew, betonte während eines Treffens mit Premierminister Srettha Thavisin das enorme Potenzial des Klettersports. Mit 44,5 Millionen Kletterern weltweit und speziell 10,4 Millionen in den USA, könnte Chiang Mai, wo Amerikaner bereits zu den häufigsten Besuchern zählen, eine führende Rolle einnehmen.

Die International Federation of Sport Climbing (IFSC) zeigt auf, dass Veranstaltungen, wie die 2019 in Colorado durchgeführte Klettermeisterschaft, die 7.700 Teilnehmer anzog, nicht nur den Sport fördern, sondern auch bedeutende wirtschaftliche Vorteile generieren. Teilnehmer und Zuschauer verweilen oft bis zu 20 Tage – ähnlich lang wie bei großen sportlichen Events.

Punlop Saejew schlägt vor, dass die thailändische Regierung das Klettern in weniger bekannten Destinationen fördert, um die touristische Diversifikation zu unterstützen. Provinzen wie Lampang, Krabi, und Khon Kaen bieten sich mit ihren Bergketten als ideale Klettergebiete an.

Ein lokales Beispiel für ungenutztes Potential ist der Bezirk Chai Prakan in Chiang Mai, der fünf der zehn tiefsten Höhlen des Landes beheimatet. Trotz ihrer Attraktivität für Bergsteiger wird hier noch zu wenig für Tourismus geworben. In Mae On wartet die Gemeinde darauf, dass die berühmten Kalksteinklippen, bekannt unter dem Namen „Crazy Horse“, nach einer temporären Schließung im Jahr 2018 wieder eröffnet werden. Die Schließung, die aufgrund eines Rechtsstreits erfolgte, hat laut Punlop spürbare negative Auswirkungen auf die lokalen Gemeinden gehabt.

Mit der richtigen Unterstützung könnte das Klettern in Chiang Mai und anderen thailändischen Provinzen nicht nur die touristische Landschaft erweitern, sondern auch signifikante wirtschaftliche Impulse setzen.

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leschim alex 19.06.24 20:50
Geister-, Muaythai- und jetzt .....
..... noch Felsenkletterer-Tourismus. Das sind doch alles Dinge, die nur von verschwindend kleinen Gruppen ausgeuebt werden. Demnaechst kommt vielleicht noch jemand auf die Idee, Touris "anzulocken" mit Hallen-Jojo, Taschen-Billard und Unterwasser-Mikado. 5555