Chao-Phraya-Hotels bleiben die Gäste aus

Blick auf das Ramada Plaza by Wyndham Bangkok Menam Riverside. Foto: Wyndham
Blick auf das Ramada Plaza by Wyndham Bangkok Menam Riverside. Foto: Wyndham

BANGKOK: Hotels am Fluss Chao Phraya leiden unter dem erneuten Ausbruch des Coronavirus, da Bangkok zur „Roten Zone“ mit strengen Einschränkungen erklärt wurde und Gäste ausbleiben.

Seitdem die Grenzen geschlossen sind, hat sich der Tourismusmarkt in Bangkok von Ausländern auf einheimische Reisende aus den Provinzen verlagert. Vor dem Neujahrsfest hatten Hoteliers ein Wachstum verzeichnet, berichtet Daecha Tangsin, Executive Vice-President des Ramada Plaza Bangkok Menam Riverside.

Bangkok ist eine der 28 Provinzen, die landesweit als „Rote Zonen“ definiert sind. Laut dem staatlichen Centre for Covid-19 Situation Administration (CCSA) müssen die Provinzen strenge Kontrollen zur Virusprävention befolgen. Alle Aktivitäten oder Veranstaltungen mit hohem Risiko, die in Hotels stattfinden sollten, darunter Bankette, Meetings und Seminare, mussten abgesagt werden. Viele Provinzen haben Reisebeschränkungen für Menschen aus den „Roten Zonen“ verhängt, einschließlich einer 14-tägigen Quarantäne, was einheimische Touristen dazu veranlasst, ihre Reisepläne zu verschieben oder abzusagen, bis sich die Situation verbessert.

Daecha erwartet, dass die Belegungsrate der Hotels am Flussufer, die über etwa 8.000 Zimmer verfügen, in den einstelligen Bereich fallen wird, da es keine neuen Buchungen gibt. Hoteliers beobachteten den Ausbruch genau und reduzierten den Hotelbetrieb, wie im letzten Jahr. „Vor dem jüngsten Ausbruch hatten viele Hoteliers nur ein ausreichendes Einkommen, um sich über Wasser zu halten, ohne einen Gewinn zu erwirtschaften, in einigen Fällen sogar mit Verlusten“, unterstreicht der Vizepräsident. Die Regierung müsse dem Tourismussektor helfen, indem sie einen Steuerabzug für Unternehmen einführt, um den Cash-Flow zu sichern und 50 Prozent des monatlichen Gehalts der Angestellten durch ein Zuzahlungsschema übernimmt. Langfristig sollte die Regierung Tourismuskampagnen auf dem internationalen Markt fördern, sobald das Land als sicher für die Wiedereröffnung der Grenzen erachtet werde.

Das Ramada Plaza Bangkok Menam Riverside ist Teil der Bangkok Riverside Marketing Partnership, einer Unternehmensgruppierung von Hotels und Restaurants in der Nähe des Chao Phraya. Die Gruppe wurde 2014 gegründet, um für Hoteliers und Gastronomen Marketingkampagnen zu erarbeiten, die auf den internationalen Tourismusmarkt abzielen.

Tourismusminister Pipat Ratchakitprakarn hat Hoteliers und Tourismusbetrieben schnelle Hilfe zugesagt. Über seine Vorschläge soll das Regierungskabinett in der Sitzung am Dienstag beraten. Der Minister favorisiert ein „Co-Pay"-Programm, bei dem die Regierung bis zu 7.500 Baht der Löhne der Angestellten übernimmt, während der Arbeitgeber den Rest zahlt. Weitere Optionen sind die Übernahme von 15 Prozent der Stromrechnungen von Hotels, zinsgünstige Kredite und die Einrichtung eines Fonds, um angeschlagenen Unternehmen zu helfen.

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Gerhard Drexler 12.01.21 22:23
Thailand macht sich seinen Tourismus selbst kaputt. Ich und meine thailändische Frau waren bisher jedes Jahr 4 Wochen in Thailand. Wer nimmt schon annähernd seinen gesamten Jahresurlaub um dann 14 Tage in Quarantäne zu gehen?
Ingo Kerp 12.01.21 15:04
Viele Hotels sind gewaltig mit den Preisen runtergegangen. Im Mandarin Oriental BKK kostet ein Zimmer aber immer noch eine 5-stellige Summe/Nacht. Da wird wohl der Kundenandrang nicht so groß sein.
Uwe Onnen 12.01.21 01:08
Gäste ausbleiben"
2020 waren wir meine Frau und ich, zum 25 zigsten mal in Thailand , auf Samui. Wir werden dieses Jahr auch ausbleiben , genau so die vielen Freunde die sich immer im Februar auf der Insel getroffen haben. Keiner will sich die 14 Tage "Knast" antun. Alles ist so Traurig.