Latino-Präsidenten wollen Migration stoppen

Chancen und Wohlstand 

Der Präsident von Guatemala Alejandro Giammattei. Foto: epa/Carlos Ortega
Der Präsident von Guatemala Alejandro Giammattei. Foto: epa/Carlos Ortega

DAVOS: Mit mehr Bildung, Chancen und Wohlstand wollen Staatschefs aus Lateinamerika die Auswanderung aus ihren Ländern Richtung USA stoppen. «Mauern aus Steinen oder Waffen werden die Menschen nicht aufhalten - wir müssen Mauern des Wohlstands errichten», sagte der guatemaltekische Präsident Alejandro Giammattei am Mittwoch bei einer Online-Tagung des Weltwirtschaftsforums Davos. «Die Herausforderung ist es, den Menschen Chancen, Arbeitsplätze und Wohnraum zu geben, damit sie ihre Heimat nicht verlassen müssen.»

Jedes Jahr versuchen Zehntausende Menschen - vor allem aus Mittelamerika - illegal über Mexiko in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Sie fliehen meist vor der Armut und Gewalt in ihren Heimatländern. Auch derzeit sind wieder Gruppen von Migranten Richtung Norden unterwegs.

«Die Pandemie hat die Ungleichheit in der Region verschärft», sagte Costa Ricas Präsident Carlos Alvarado Quesada. Um die sozialen Gräben zu überwinden, müsse mehr in die Bildung investiert werden. «Die Region hat großes Potenzial, wenn privatwirtschaftliche Initiativen unterstützt werden», sagte der Präsident der Inter-Amerikanischen Entwicklungsbank, Mauricio Claver-Carone.

Die eigentlich für diese Woche geplante Jahreskonferenz des Weltwirtschaftsforums in Davos wurde wegen der aktuellen Corona-Lage verschoben. Stattdessen bringt die Stiftung Politiker aus der ganzen Welt in einer Reihe von Videokonferenzen zusammen.

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