CDU und Grüne in NRW vereinbaren erste Gespräche für Mittwoch

Grünen-Bundesvorsitzender Omid Nouripour (L) und die nordrhein-westfälische Parteivorsitzende Mona Neubaur (R) im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Foto: epa/Christian Marquardt
Grünen-Bundesvorsitzender Omid Nouripour (L) und die nordrhein-westfälische Parteivorsitzende Mona Neubaur (R) im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Foto: epa/Christian Marquardt

DÜSSELDORF: Drei Tage nach der Landtagswahl im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen sind die Spitzen von Christdemokraten (CDU) und Grünen am Mittwoch in Düsseldorf zu einem ersten Gespräch zusammengekommen.

An dem Treffen nahmen der christdemokratische Ministerpräsident Hendrik Wüst und Grünen-Landeschefin Mona Neubaur mit je vier Spitzenvertreterinnen und -vertretern ihrer Parteien teil. Thema des Gesprächs sollte nach Angaben beider Seiten zunächst eine Bewertung der aktuellen politischen Lage in Nordrhein-Westfalen sein.

Vor dem Gebäude des Treffens protestierten rund 20 Pflegekräfte des Uniklinikums Düsseldorf gegen Überlastung und Personalmangel. Auch zwei Klimaschützer hatten sich mit Plakaten von Braunkohlebaggern aufgestellt und protestierten gegen die mögliche Bildung einer schwarz-grünen Koalition.

Die CDU hatte die Landtagswahl am Sonntag mit 35,7 Prozent der Stimmen klar gewonnen. Die bisherige christlich-liberale Koalition kann sie wegen der starken Stimmenverluste der FDP aber nicht fortsetzen. Die Grünen konnten ihr Ergebnis gegenüber der Wahl 2017 fast verdreifachen und wurden mit 18,2 Prozent drittstärkste Kraft.

Neubaur hatte betont, dass die Grünen zwar zuerst mit dem Wahlsieger CDU reden würden, aber auch für Gespräche mit der SPD bereitstünden. Die Sozialdemokraten hatten bei der Landtagswahl am Sonntag nur 26,7 Prozent geholt. Mit den Grünen und der FDP könnte es aber noch zu einer Ampel-Koalition in dem Bundesland reichen.

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