Thailand erwägt Aufhebung der Testpflicht

Ausländische Touristen an Bord eines Tuk-Tuk in Bangkok. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Ausländische Touristen an Bord eines Tuk-Tuk in Bangkok. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Das Center for Covid-19 Situation Administration (CCSA) wird am Freitag auf seiner großen Sitzung zur Neubeurteilung der Covid-19-Situation im Land eine weitere Lockerung der Einreiseregeln in Erwägung ziehen, einschließlich einer kürzeren Quarantänezeit für nicht geimpfte Personen und der Abschaffung der RT-PCR-Testpflicht für internationale Reisende.

Bei dem Treffen würden Änderungen der Reisebeschränkungen auf der Grundlage von Richtlinien des Premierministers Prayut Chan-o-cha erörtert, teilte Supoj Malaniyom, Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates (NSC) und Leiter der CCSA-Einsatzzentrale, am Donnerstag der Presse mit.

Zuvor hatte das Gesundheitsministerium die Lockerung der Einreisebestimmungen für internationale Touristen vorgeschlagen.

Dabei würden vor allem zwei Punkte berücksichtigt, sagte Khun Supoj:

Die Verkürzung der Quarantänezeit für nicht geimpfte Reisende und die Umstellung von den derzeit obligatorischen, teuren RT-PCR-Tests auf viel günstigere Antigen-Schnelltests (ATK) oder sogar die komplette Abschaffung der Testpflicht nach der Ankunft in Thailand, nachdem andere Länder die Einreisebeschränkungen im Vergleich zum Königreich massiv gelockert hatten.

Da die Zahl der Infektionen bei Einreisenden aus Übersee mit dem zunehmenden Impffortschritt zurückgegangen ist, könnte die „Test & Go“-Regelung laut Khun Supoj gelockert werden.

In Bezug auf die Forderung der Tourismusindustrie (mehr), die „Test & Go“- oder „Thailand Plus“-Programme gänzlich abzuschaffen, sagte er, das CCSA habe immer ein offenes Ohr, aber man müsse verstehen, dass diese Einreisesysteme, insbesondere „Thailand Plus“, nicht schlecht seien. Er könne sich nicht vorstellen, wie Thailand heute aussehen würde, wenn es diese Einreisesysteme im vergangenen Jahr nicht gegeben hätte, betonte Khun Supoj. Da sich die Situation jedoch geändert habe, müssten alle Einreisesysteme angepasst werden, jedoch immer mit dem Blick auf die Sicherheit des Landes, erklärte er.

Alle auf der Sitzung am Freitag beschlossenen Änderungen würden wahrscheinlich ab dem 1. Mai 2022 in Kraft treten.

Die Lockerungen der Einreisebestimmungen könnten sowohl für die Einreise auf dem Luft- als auch Landweg in Kraft treten. So erwägt das Innenministerium die Wiedereröffnung von allen Grenzübergängen im ganzen Land. Dies werde jedoch erst auf einer Sitzung am 22. Mai 2022 erörtert werden, so Khun Supoj.

Das CCSA werde auch eine Überarbeitung der farblich codierten Zonen der Provinzen zur Covid-19-Überwachung in Erwägung ziehen, damit sich die Menschen und Unternehmen besser auf die „neue Normalität“ bzw. das Leben mit Covid-19 einstellen können.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Marco 22.04.22 15:50
Was die Schweiz betrifft
An Herrn Pires, was soll dieser unqualifizierte Kommentar? Was mich in den letzten 2 Jahren am meisten nervte sind solch Kommentare und die hohe Zahl an Verschwörungstypen. Ich war erstaunt festzustellen, wieviele wirklich dumme Leute die Schweiz bewohnen.
Jomtien Franky 22.04.22 15:50
Und wenn sie wirklich wollen...
... dass Touris wieder ins Land kommen, dann sollten sie diese schwachsinnige 23.00 Regel zur Schließung der Lokale kippen. Es ist einfach nicht einzusehen, dass der Virus um 23.10 gefährlicher ist als um 22.50 h. Und das Argument mit der zunehmenden Alkoholisierung zieht auch nicht, jeder kann auch schon um 19 h vorgeglüht in die Kneipe gehen, und da können sie auch nichts dran regulieren. Die Leute wollen mal wieder feiern, und nicht von Mutti um 23.00 h ins Bett geschickt werden! Weg mit diesem Quatsch!!
Derk Mielig 22.04.22 15:50
@Pires
Daten vom schweizer Bundesamt für Gesundheit BAG, Hospitalisationen nach Impfstatus, Schweiz und Liechtenstein vom 18.04.2022:
Nicht geimpft 13.238
Teilweise bis vollständig geimpft 8.550

Über die Mortalität geimpft/ungeimpft habe ich leider keine Zahlen gefunden, sicherlich können Sie da aushelfen.
In der NZZ vom 19.04.2022 fand ich lediglich diese Aussage dazu:
"Todesfälle und Hospitalisierungen treten allerdings vor allem bei den über 60-Jährigen auf, bei denen eine deutliche Mehrheit geimpft ist. Die Gruppe der Geimpften ist daher weitaus grösser als jene der Ungeimpften. "
Dracomir Pires 22.04.22 15:10
Die Schweiz als Vorbild
Im Ländli wurde schon längs alles aufgehoben. Man fuhr damit weit besser als Lauterbach-Deutschland. in der Schweiz sterben jetzt - leider - vor allem jene Leute, die sich mehrfach geschlumpft (sprich geboostert) haben.
Michael Maier 22.04.22 14:13
Keine Testpflicht
Antigen statt PCR spart ein paar Euro, das ist völlig irrelevant. Die Testpflicht ist gerade bei nun sehr hohen Infektionszahlen ohne ernste Symptome ein hohes Risiko den Urlaub in einem Isolationszimmer im Krankenhaus zu verbringen, Beispiele kenne ich. Warum solllte man das riskieren.
Kai-Uwe Werner 22.04.22 13:10
Es bleibt spanbend...
Ich fliege am 26. Mai nach Pattaya, Test & Go, versteht sich. Sollte es ab Mai tatsäclich ohne PCR Und TP gehen, bin ich gespannt, wie es dann mit einer Rückerstattung aussieht. Es ist zu hoffen, dass die Beschränkungen nun abgeschafft werden. Dann kann es auch für Thailand wieder Bergauf gehen.
Derk Mielig 22.04.22 12:50
@Wirth
Der zweite Unterschied ist, dass bei Geimpften die Virenlast deutlich geringer ist, d.h., sie geben auch weniger Viren weiter. Was natürlich nicht heißt, dass sie gar keine Krankheit in´s Land tragen.
Klaus Olbrich 22.04.22 12:10
Bei Impfgegner und nicht geimpften sollte die Impfpflicht eingeführt sein und bleiben. Die tragen die Krankheit ins Land.
Aber in Deutschland sind es zur Zeit ueber 180 000 am Tag. Das sollte man im Auge behalten. Nicht das das grosse Theater wiederkommt.
Ingo Kerp 22.04.22 12:10
Irgendwann, man weiß noch nicht genau wann das sein wird, wird es wieder normalr Einreisebedingungen geben, wie zuvor. Oder auch nicht. Das ist in TH wie eine große Überraschungskiste, man weiß nie, wann was kommt und passiert. Spannend.
Klaus Roeper 22.04.22 09:56
Gute Nachrichten !
Früher oder später erwischt COVID jeden das ist ein ganz normaler Ablauf einer Pandemie . Das Risiko einer Nichtimpfung mit schweren Krankheitsverlauf dürfte jederman oder Frau bekannt sein. Impfstoffe sind vorhanden und Medikamente und Therapieformen. Wer nicht will der hat schon und muss mit den Konsequenzen leben. Wer das nicht kapieren will ausgenommen bestimmte Gruppen muss eben halt damit leben, hoffentlich mit nicht lethalen Ausgang. Ich plädiere für kosequente Wiedereröffnung und Wegfall der Einreiseregeln. Manche Foristen sehen das vielleicht anders. Damit kann Ich leben. Thailand muss doch nach im mittlerweile 3. Covidjahr wieder auf die Beine kommen. Es müssen Erträge kommen. Mit 10000 statt 50000 Passagieren am Tag wird es noch enger werden wie bisher. Ich wünsche das den wunderbaren Menschen in Thailand vom Herzen !
leschim alex 22.04.22 09:50
Solange es nicht so wird wie .....
..... vor COVID - also "Visum 30 Tage at arrival" und / oder Langzeit-Visum erhältlich bei thailändischer Botschaft oder Konsulat - wird der Aufschwung im Tourismussektor weiter nur schleppend voran kommen. Dieser ganze Papierkram bzw. diese ganzen Apps müssen wegfallen, dann kommen viele Menschen wieder in ihr beliebtestes Reiseland.Nur : Eine Auslands-Reise-KV sollte jeder vor Reisebeginn im eigenen Interesse abschliessen
Arni InBerlin 22.04.22 09:00
Abschaffung der Testpflicht bei Ankunft...
...und ich sitze im nächsten Flieger...

GO THAILAND GO