Cannabis-Onlinehandel bringt Behörden auf den Plan

Cannabis-Shop in Bangkok. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Cannabis-Shop in Bangkok. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Das Gesundheitsministerium droht Online-Shopping-Plattformen mit rechtlichen Schritten, die Cannabis zum Verkauf anbieten.

Das Ministerium hat die Plattformen angewiesen, dass sie sicherstellen müssen, dass ihre Händler kein Marihuana an Personen unter 20 Jahren sowie an schwangere oder stillende Frauen verkaufen.

Die Richtlinie wurde im vergangenen Monat inmitten der wachsenden Kritik gegen den Freizeitkonsum von Cannabis erlassen, nachdem Cannabis-Shops seit der Legalisierung wie Pilze aus dem Boden schießen.

Das Verbot gilt für den Verkauf über das Internet, elektronische Geräte und Verkaufsautomaten. Außerdem darf Marihuana nicht zu kommerziellen Zwecken beworben werden, betonte Regierungssprecherin Trisulee Trisaranakul am Sonntag.

Sie führte fort, dass die Abteilung für traditionelle und alternative thailändische Medizin beliebte Online-Shopping-Plattformen überwacht und festgestellt habe, dass einige Verkäufer gegen die Richtlinie verstoßen. Das Ministerium hat die Betreiber der Plattformen gewarnt und sie aufgefordert, die Verkäufer zu überprüfen, da sie sonst riskieren, zusammen mit E-Shops, die Marihuana zum Verkauf anbieten, vor Gericht gestellt zu werden.

Unabhängig davon haben laufende Forschungen zu Cannabidiol (CBD) als Behandlung für Epilepsie bei Kindern ergeben, dass es hilft, schwere Symptome bei jungen Patienten um 50 Prozent zu reduzieren, erläuterte Khun Traisulee.

Das Department of Medical Services und die Child Neurology Association of Thailand werden die Forschung fortsetzen, damit die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Medikaments gewährleistet werden. Das Ministerium geht davon aus, dass CBD bis 2024 als Krankenhausbehandlung für Epilepsie bei Kindern angeboten werden kann, so Khun Traisulee.

Das Forschungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit dem Neurologischen Institut von Thailand und dem Queen Sirikit National Institute of Child Health durchgeführt.

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Walter 06.12.22 08:10
eine unendliche Geschichte: Klarheit wäre angebracht.

Hier auf Koh Chang leben nun vormals
Erwerbslose davon. Also, finde den Fehler!!
leschim alex 05.12.22 20:29
Die illegale Verbreitung .....
..... der legalisierten Droge ist nicht mehr aufzuhalten. Da wurden von Anfang an zu viele Fehler gemacht, die man jetzt durch zurückrudern ungeschehen machen will. Das wird zum Kampf gegen Windmühlen, der nicht zu gewinnen ist. Aber wie üblich hier : Nicht vorausschauend zu Ende gedacht und jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist möchte man einen Deckel drauf machen. Klappt nicht.
Ronaldo 05.12.22 16:40
Marcus: kein kritischer Kommentar von mir, nur der
Hinweis, dass du überhaupt keine Ahnung von dieser Materie hast:
1. Stärke des Gras hängt vom THC ab, nicht CBD
2. alles was im Spa-Bereich angeboten wird, hat kein oder fast kein THC / CBD (1 ml "richtiges" Cannaöl liegt im vierstelligen THB-Bereich, glaubst du dass sie dir das auf den Rücken schmieren?)
3. Die Einstiegsdrogen-Theorie ist längst widerlegt, sonst würden alle Holländer Crack rauchen oder an der Nadel hängen
Agressive Werbung habe ich noch nicht erlebt, wäre aber natürlich nicht OK, genauso wie bei Tabak und Alkohol.

Marcus Mitwollen 05.12.22 14:23
die Geister die ich rief
Legalisierung von Cannabis, OK. Ob das nun immer CBD oder nicht auch manchmal stärkeres Grass ist. Aber ich war an einigen Orten erschrocken darüber, wie offensiv mit dem Verkauf geworben wird. Und zwar häufig besonders im Zusammenhang mit Gesundheit. Weed Spa, Weed Massage, Weed retreat, gesunde Weedmahlzeiten oder - Coctails. Es war sicher damit zu rechnen, dass nun jede Sparte herhalten muß. Mein Gedanke war: Wieso wird bis 17:00 das Bier eingeschlossen (gute Idee), wenn Weed so offensiv beworben und verkauft werden darf. Welches Beispiel geben wir farang und auch die erwachsenen Thaiuser den Kids? In Thailand ist das Thema 'Einstiegsdroge' ganz sicher vie relevanter als es das bei uns je war. Der Schritt z.B. zum Jabakonsum ist in Thailand sehr viel kürzer als daer vom kiffen in Deutschland zum Crackkonsum. Alles dem werben um Touristen zu unterwerfen könnte ein Problem werden, dass man nicht mehr los wird. Warum die Verkaufsstellen nicht mit einem neutralen Logo kennzeichnen, zeitlich begrenzen oder was weiss denn ich? Gibt bestimmt einige kritische Kommentare von euch. Das waren nur so einige Gedanken, die ich hatte.