Cafés und Resorts illegal betrieben

Blick vom Doi Suthep auf das Umland von Chiang Mai. Foto: jasonyu / Adobe Stock
Blick vom Doi Suthep auf das Umland von Chiang Mai. Foto: jasonyu / Adobe Stock

CHIANG MAI: Auf behördliche Anordnung wurden kürzlich zwei Cafés im Bezirk Mueang in Chiang Mai geschlossen.

So hatte eine vorausgegangene Razzia auf Anordnung des Ministeriums für Nationalparks, Wildtier- und Pflanzenschutz in den beiden Betrieben zum Ergebnis, dass sowohl das „Neo Cafe“ als auch „Wild Coffee & Bistro“ illegal in einem Gebiet des Doi-Suthep-Pui-Nationalparks betrieben wurden. Beide Besitzer konnten den Kontrolleuren keine Urkunden vorlegen, die den Besitz oder das Recht zur Nutzung der Grundstücke im Nationalpark belegen. In der Zwischenzeit erließ das Bezirksbüro Mae Rim eine Anweisung, in der allen Ferienanlagen und anderen Unternehmen im Tambon Pong Yaeng und Tambon Mae Raem des Bezirks Doi Mon Cham auferlegt wurde, ihren Betrieb innerhalb von 30 Tagen einzustellen.

64 Resorts und andere Unterkünfte sollen von der behördlichen Schließung betroffen sein. Wichit Matha-anankun, Präsident der „Mon Cham Agrotourism Business Group“, warf dem Bezirksbüro daraufhin vor, dass die Anordnung für ihn und alle anderen Tourismusunternehmen in Mon Cham völlig unfair sei, da sie mitten in der touristischen Hochsaison erfolge. In den meis­ten Resorts in dem Gebiet seien die Zimmer bereits bis Ende Februar ausgebucht, erklärte Khun Wichit. Er kritisierte, dass auch in anderen Naturschutzgebieten im ganzen Land touristische Beherbergungsbetriebe aktiv seien, die ebenfalls keine korrekten Landnutzungsurkunden vorweisen können. Deshalb sei es für ihn nicht nachvollziehbar, weshalb ausgerechnet denen in Mon Cham mit der Schließung gedroht wird, sagte der Präsident der Agrotourismusgruppe.

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Rüdiger 03.02.20 22:21
Was ist das für Einer? Illegales Handeln, und dann schnell auf Andere zeigen. Weg mit Ihm und alles Illegale, fertig!
Norbert Schettler 03.02.20 22:09
Das ist doch mal ein Argument
Nennt sich Agrotourismus, betreiben Anlagen in Gebieten ohne Landpapiere und der Präsident sagt, woanders sei es doch auch so. Und redet von unfair da doch Hochsaison sei. Dumm und dreist ist das meiner Ansicht nach. Hoffe, 'woanders' erfolgen auch noch Razzien.
Hansruedi Bütler 03.02.20 13:21
... mitten der touristischen Hochsaison ...
Die Besitzer sollten die Chance nutzen, denn es wird noch einige zeit touristische "Tiefstsaison" herrschen.
Ingo Kerp 03.02.20 13:16
Wenn alle illegal errichteten und geführten Resorts, Hotels, Café's etc. aufgefunden und geschlossen würden, wären auf einmal große Freiflächen vorhanden, wie man dann erstaunt feststellen würde.