Testphase von Mobilitäts-App «Jelbi» gestartet

Foto: epa/Clemens Bilan
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BERLIN (dpa) - Die Berliner Verkehrsbetriebe schicken ihre neue Mobilitätsplattform Jelbi in die öffentliche Testphase. Zahlreiche Partner sind bereits zum Start dabei.

Die Berliner Verkehrsbetriebe haben am Dienstag ihre neue Mobilitätsplattform Jelbi in die öffentliche Testphase geschickt. Über die Smartphone-App können Nutzer auf verschiedene Mobilitätsangebote für den Nahverkehr zugreifen. «Die Mobilität in Berlin ist so vielfältig wie in keiner anderen Stadt», sagte die BVG-Vorstandsvorsitzende Sigrid Nikutta. Die Herausforderungen seien enorm. «Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Mobilität der Zukunft zu orchestrieren.»

Gemeinsam mit dem Parkraummanager Apcoa eröffnete die BVG an der Berliner S- und U-Bahnhof-Station Schönhauser Allee zudem mit verschiedenen Partnern die zweite Station für Sharing-Fahrzeuge. Neben Fahrrädern, E-Rollern und Autos sollen in Kürze auch elektrische Tretroller zum Angebot gehören. Sobald die Fahrzeuge zugelassen und verfügbar seien, würden die E-Scooter des kalifornischen Anbieters Tier bereitstehen, kündigte BVG-Finanzvorstand Henrik Haenecke an. An den Jelbi-Standorten sollen zudem Ladestationen für die Gefährte bereit stehen. Voraussichtlich werden die neuartigen E-Tretroller noch im Juni offiziell im Straßenverkehr fahren dürfen.

Bereits zum Start der Testphase sei ein großes Netz an Partnern mit dabei, unter anderem der Berliner E-Roller-Anbieter Emmy und der Rad-Sharing-Dienst Deezer Nextbike, sagte Haenecke. Im Sommer sollen dann weitere Anbieter wie Berlkönig und der Carsharing-Anbieter Oply folgen, etwas später auch Taxi Berlin. Weitere Partner werde es im Herbst geben. Die großen Car-Sharing-Anbieter DriveNow und Car2Go sind vorerst allerdings nicht dabei. Daimler verfolgt eine eigene Strategie mit der Plattform Moovel.

Die Jelbi-App soll eine «ausgefeilte Benutzeroberfläche» bieten, über den sich der Nutzer nur einmal anmelden und gegebenenfalls den Führerschein hochladen müsse, um alle Dienste zu nutzen, erklärte Christof Schminke, Deutschland-Geschäftsführer des litauischen Start-ups Trafi, das die App entwickelt hat. Die App biete verschiedene Routen-Empfehlungen und eine transparente Anzeige des Preises. Die Abrechnung erfolgt über die App.

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