Busfahrgäste steigen auf die Bahn um

Foto: epa/Rungroj Yongrit
Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Aufgrund der hohen Kraftstoffpreise entscheiden sich immer mehr Menschen für das Zugfahren als bevorzugtes Verkehrsmittel.

Da die Covid-19-Zahlen rückläufig sind und die Symptome zumeist nur einen milden Verlauf haben, steigt auch wieder die Zahl der Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln, besonders aber wegen der steigenden Spritpreise.

Die Bahn profitiert besonders von der Einstellung oder Reduzierung zahlreicher Buslinien im Land, nachdem viele Fuhrunternehmen angekündigt haben, dass sie ihren Betrieb einstellen oder reduzieren. Viele Busfahrgäste sehen sich dadurch zum Umstieg von der Straße bzw. vom Bus auf die Schiene gezwungen, insbesondere in den ländlichen Provinzen des Landes.

So hat beispielsweise der Bahnhof von Nakhon Ratchasima im Nordosten von Thailand in den letzten Wochen einen dreißigprozentigen Anstieg der Fahrgastzahlen verzeichnet, informierte der dort stationierte Bahnhofsvorsteher Ampon Rattaniya die Presse. Er sagte, er habe einen deutlichen Anstieg der Schülerzahlen festgestellt, die jetzt mit dem Zug pendeln.

Alle Zugverbindungen, die während der Covid-19-Pandemie vorübergehend ausgesetzt wurden, sind zwischenzeitlich wieder in Betrieb, so dass es jetzt ausreichend Verbindungen für die hohe Nachfrage während der Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Abend gibt, versicherte Khun Ampon. Er rät Berufspendlern, die Züge zu nutzen, da sie bequemer und billiger seien als andere Verkehrsmittel.

Eine Anwohnerin des Bezirks Khong in Nakhon Ratchasima erzählte lokalen Reportern, dass sie sich für die Bahn entschieden habe, da die Benzinpreise ständig gestiegen seien. Früher sei sie mit dem Auto von ihrem Wohnort in die Stadt gefahren und habe für die Hin- und Rückfahrt weniger als 500 Baht für Benzin ausgegeben, doch jetzt würde ihr die Fahrt mit dem eigenen Wagen mehr als 700 Baht kosten. „Außerdem gibt es jetzt auch immer weniger öffentliche Busse, die im Linienbetrieb verkehren. Man muss viel länger warten. Deshalb bin ich auf die Bahn umgestiegen, weil der Fahrpreis billig ist und man nicht so lange warten muss“, erklärte die 33-Jährige.

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